Vor 30 Jahren feierte Peugeot mit dem Peugeot 205 einen Überraschungserfolg. Noch bis zum 7. April würdigen die Franzosen den Kleinwagen mit einer Ausstellung im „Musée de l’Aventure Peugeot“ in Sochaux.

Mit dem 104 hatte Peugeot die Kleinwagentradition des Hauses erfolgreich fortgesetzt. Gleichzeitig lies der 1971 vorgestellte Peugeot 104 mit seinem Frontantriebskonzept und dem quer eingebauten Motor auch bei den Franzosen ein neues Automobil-Zeitalter anbrechen. Bereits 1978 begannen die Planungen für einen Nachfolger, der in weiten Teilen die Technik des 104 weiternutzen sollte.

Peugeot-Designer Gérard Welter entwarf für den Nachfolger ein ansprechendes Blechkleid, das heute fälschlicherweise oftmals Pininfarina zu geschrieben wird. Zum Verkaufsstart im Frühjahr 1983 gibt es ausschließlich Peugeot 205 ausschließlich mit dem „Douvrin“-Motor des Vorgängermodells. Bei diesem liegt das Getriebe ähnlich wie beim Mini in der Ölwanne unter dem Motor.

Im Herbst des Debütjahrs folgt ein Diesel-Motor und nach gut einem Jahr der sportliche GTI mit Benzineinspritzung. Im gleichen Jahr baut Peugeot auf Initiative seines Sportchefs Jean Todt den Peugeot 205 T16 für die Rallye-Weltmeisterschaft. Der hat zwar nur wenig mit dem Originalmodell gemeinsam, ist aber gut für das Image. Genauso wie das 1986 vorgestellte Cabrio, das tatsächlich von Pininfarina stammt.

Peugeot 205
Der Peugeot 205 T16 ist gut für das Image. Zum Erfolg machen die zahmen Versionen den 205. (Foto Peugeot)

Bis 1998 schreibt der Peugeot 205 eine beispielslose Erfolgsgeschichte. Knackt als erstes Peugeot-Modell die Marke von fünf Millionen gebauten Exemplaren. Wird zudem als erster Peugeot auch in Deutschland mehr als 400.000-mal verkauft. Dabei wird der kleine Franzose, ähnlich wie der im gleichen Jahr vorgestellte Fiat Uno, zu einem wahren Frauenversteher.

Grund genug für Peugeot, den 205 jetzt mit einer eigenen Ausstellung im „Musée de l’Aventure Peugeot“ zu würdigen. Noch bis zum 7. April können Besucher im Peugeot-Museum in Sochaux verschiedene Modelle des Kleinwagens in Augenschein nehmen. Dazu belegen historische Plakate, Fotos und Videos die 30-jährige Erfolgsstory des beliebten Kleinwagens.

Das „Musée de l’Aventure Peugeot“ wurde 1988 eröffnet. Es ist in Sochaux in der Region Franche-Comté, rund 70 Kilometer von der deutsch-französischen Grenze entfernt, beheimatet. Der Tempel der Löwenmarke ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 8,50 Euro, Kinder von 7 bis 18 Jahren zahlen 4,50 Euro. Mehr Infos zum Peugeot-Museum gibt es auf der Website des Hauses.

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