Traditionell eröffnet mit der Planai-Classic eine der renommiertesten Oldtimer-Veranstaltungen des Jahres die historische Motorsportsaison. Und wie immer bei der Planai-Classic wurde guter historischer Motorsport mit einem interessanten Staraufgebot verbunden, auch wenn der Wettergott diesmal nicht ganz auf der Seite der Veranstalter war. Am Ende siegte, wie bereits vor zwei Jahren, Pius Weckerle.

Eine Oldtimer-Rallye im Januar, dazu noch in den Alpen, das klingt eigentlich nach einer eher verrückten Idee. Doch die Idee funktioniert, denn am zurückliegenden Wochenende fand bereits die 17. Planai-Classic in der Planai-Dachstein-Region statt. Für die Ausgabe 2013 hatten die Verantwortlichen der Rallye, Michael Glöckner und Helmut Zwickl sogar noch mal etwas nachgelegt. Denn mit dem Hinzufügen einiger neuer Sonderprüfungen wurde die Rallye im Vergleich zu den Vorjahren länger und, wie viele Piloten im Ziel bestätigen, noch abwechslungsreicher.

Erheblichen Anteil daran hatte der Wettergott

Denn starker Regen im Tal und arktische Verhältnisse am Berg setzten den 45 teilnehmenden Mannschaften und ihren Autos der Baujahre 1927 bis 1972 das ganze Wochenende über ordentlich zu. Erstmals in der Geschichte der Planai-Classic musste sogar die Sonderprüfung auf der Trabrennbahn von Gröbming abgesagt werden, da sich das Geläuf durch den gefrierenden Regen in eine einzige Eisfläche verwandelt hatte, die nicht befahrbar war.

Zu denen, denen das alles nicht ausmachte, gehörte Pius Weckerle. Anders als bei seinem Erfolg vor zwei Jahren, wo der Österreicher erst bei der Abschlussprüfung die Führung übernahm, dominierte Weckerle gemeinsam mit seinem Beifahrer Othmar Schlager in diesem Jahr die Veranstaltung von Anfang an. Bereits den ersten Tag der von Weckerle gesteuerte Porsche 912 in Führung liegend ab. Am zweiten Tag bauten Weckerle und Schlager ihre Führung konstant aus, um am Ende mit einer Abweichung von 1,003 Sekunden den Sieg bei der als Gleichmäßigkeitsprüfung ausgetragenen Oldtimer-Rallye feiern zu können.

Den zweiten Platz belegten mit 1,6 Sekunden Abweichung Michael Haberl und Theresa Moser, die mit einem Porsche 911 von 1965 unterwegs waren. Dritter wurden der finnische „Rallye-Professor“ Rauno Aaltonen und sein österreichischer Beifahrer Helmut Artacker im Mini Cooper S. Der Finne, der heute übrigens seinen 75. Geburtstag feiert, war bereits zum 12. Mal bei der Planai-Classic am Start. In den Sechzigerjahren war Aaltonen einer der Top-Stars der Rallye-Szene, war 1965 Rallye-Europameister und gewann 1967 mit dem Mini die Rallye Monte Carlo.

Weitere Informationen und das vollständige Ergebnis der Planai-Classic findet Ihr im Internetauftritt der Veranstalter.

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