Leider kann ich erst in der nächsten Woche wieder nach Paris fahren. Trotzdem oder deswegen schaue ich natürlich – vom heimischen Schreibtisch aus – gebannt darauf, was die Autohersteller oder andere Blogger vom Autosalon in der französischen Hauptstadt berichten. Besonders gefallen hat mir dabei eine Nachricht von Land Rover. Die britische Traditionsmarke besinnt sich nämlich immer mehr auf ihre umfangreiche Geschichte. Wahrscheinlich möchte man damit die britischen Werte betonen und so davon abzulenken, dass die Marke seit 2008 zur indischen Tata-Gruppe gehört.

Land Rover feiert auf der Mondial de l’Automobile das Messedebüt des neuen Range Rover. Die vierte Generation des Luxus-Geländewagens wird Anfang 2013 offiziel verfügbar sein. Durch konsequenten Leichtbau ist der neue Range Rover über 400kg leichter als der Vorgänger, der nach zehn Jahren Bauzeit abgelöst wird. Unter der Motorhaube gibt es – neben dem bewährten 4,4 Liter V8 Diesel (mit jetzt 339 PS) und dem 5,0 Liter V8 Benziner (mit jetzt 510 Kompressor-PS) – nun auch einen „kleinen“ 6-Zylinder-Diesel mit 258 PS. Neu ist auch, dass die Motoren im Range Rover ihre Kraft nun über eine 8-Gang-Automatik an alle vier Räder weiterleiten.

Ob ein Luxus-Geländewagen – wie der 5,0 Liter Benziner es vermag – in 5,0 Sekunden (Werksangabe) von 0 auf 100 km/h beschleunigen muss, mag man durchaus in Frage stellen. Aber, dass der „kleine“ Diesel im kombinierten Test mit 7,5 Litern Kraftstoff 100 Kilometer zurücklegen kann, ist zumindest bemerkenswert. Bereits im Vorgängermodell bot Land Rover bis 2006 bereits einen ebenfalls drei Liter großen Diesel an. Dieser verbrauchte im offiziellen Test noch 11,3 Liter. Offensichtlich haben die Entwickler im britischen Gaydon erkannt, dass auch ein Luxus-SUV inzwichen maßvoll mit seinem Kraftstoff umgehen muss.

Range Rover Präsentation vor der Oper

Um den neuen Range Rover ins rechte Licht zu rücken, hat Land Rover in Paris dem historischen Ambiente der Pariser Oper vertraut. Vor der Tür der Opéra Garnier im 9. Arrondissement auf dem rechten Seineufer präsentierte man den neuen Range Rover nämlich in der Mitte seiner Vorgänger. Denn mit dem 1970 vorgestellten Ur-Range hat Rover einst den Luxus in der Geländewagen-Klasse etabliert. Mit dem Vergleich der Generationen hat Land Rover einmal sehr schön die Evolution des Designs im Laufe von vier Jahrzehnten veranschaulicht. Das hätte ich mir wirklich gern einmal live angesehen.


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Vier Generationen des Range Rover der Opéra Garnier in Paris (Foto: Land Rover)

Vier Generationen des Range Rover der Opéra Garnier in Paris (Foto: Land Rover)

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

4 Comments

  1. Guenther Gartenbroecker Reply

    in der realität der strasse wird der range deutlich mehr verbrauchen. die tests sind doch für den popo.

  2. Hallo Tom,

    wenn eine Panne Luxus ist, dann stimmt Deine Aussage über den Ur-Range. Denn das war doch die herausragende Eigenschaft des ersten Range Rovers.

    Greetings
    M.

    • Kann ich so gar nicht bestätigen. Meine Erfahrungen beschränken sich auf einen 1976er Jaguar. Zum Range hat es nicht gereicht.

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