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Tom Schwede, bewegt alles, was vier Räder hat Hallo, ich bin Tom — zusammen mit der Auto Blogger Crew mit viel Benzin im Blut blogge ich hier im Auto-Blog für Auto-Natives über Autos. Seit 2007 gibt es in diesem Blog regelmäßig Reportagen, Tests und Meinungen rund ums Auto. Dazu zählen auch Beiträge über Oldtimer oder Youngtimer sowie über Motorsport.

 


Nur eine Woche nachdem die Freunde des modernen Autobaus nach Genf geschaut haben, blicken am kommenden Wochenende Freunde des automobilen Kulturguts, die Fans der Youngtimer und Oldtimer nach Stuttgart. Denn von 12. bis zum 14. März findet auf dem Messegelände der Landeshauptstadt Baden-Württembergs die 10. Ausgabe der „Retro Classics“ statt.

In acht Hallen präsentieren in Stuttgart mehr als 1000 Aussteller rund 2500 Fahrzeuge. Dazu kommt alles, was das Herz der Oldtimer-Fans höher schlagen lässt – womit Autoliebhaber, „Schrauber“ und Sammler selbstverständlich inbegriffen sind. Damit ist die „Retro Classics“ zu ihrem 10. Jubiläum auf dem Stuttgarter Messegelände zum zweiten Mal ausgebucht – was angesichts der aktuellen Finanz- und Automobilindustriekrise sicherlich nicht selbstverständlich ist.

Volkswagen oder Porsche?

Zum guten Angebot der „Retro Classics“ gehört auch 2010 wieder ein eindrucksvolles Rahmenprogramm. So präsentiert man in Stuttgart den „VW Typ 60 K 10“ bzw. „Porsche Typ 64“. Dieser besser als „Berlin-Rom-Wagen“ bekannte Rennwagen wurde von Ferdinand Porsche auf Basis des KdF-Wagens (des späteren Käfers) entwickelt, um bei der im September 1939 geplanten Fernfahrt „Berlin-Rom“ für den KdF-Wagen zu werben. Unlängst fragten wir, ob dieser Rennwagen ein „Volkswagen oder Porsche“ sei und traten damit auch im Oldtimer-Revier eine umfangreiche Diskussion los.

Vorwärts in die Vergangenheit – Elektrische Mobilität

Camille Jenatzy 1899 erreichte mit diesem Rennwagen 105,88 km/h
Mit diesem Fahrzeug erreichte der belgische Rennfahrer
als Erster Automobilist mehr als 100 km/h.

Mit der Sonderschau „Vorwärts in die Vergangenheit – die elektrische Mobilität“ bietet die „Retro Classics“ einen hochinteressanten Überblick über Geschichte des Elektroantriebs. Damit erinnern die Stuttgarter daran, dass der Elektroantrieb in den Pioniertagen des Automobilbaus durchaus üblich war. Bereits 1881 stellte Gustave Trouvé auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung ein dreirädriges Automobil vor. 1900 präsentierte Ferdinand Porsche auf der Weltausstellung in Paris den so genannten „Lohner-Porsche“, der viele heute als topaktuell geltende Konstruktionsmerkmale aufwies. Denn der Elektrowagen ohne Getriebe wurde von Radnabenmotoren angetrieben.

Mythos Solitude – Die Motorsport-Halle

Die Premiere für die Motorsport-Halle im Vorjahr hatte auf Anhieb die Herzen der Messebesucher gewonnen. Auch 2010 wird daher unter dem Namen „Mythos Solitude“ eine ganze Halle speziell dem Motorsport gewidmet. Auf 10.000 Quadratmeter finden die Fans hier zahlreiche Renn- und Sportwagen, klassische Motorräder sowie Veranstalter, die sich auf Veteranen-Rallyes spezialisiert haben. Und wie Anfang Februar in Bremen nutzt Alfa Romeo diesen Rahmen, um auf den anstehenden 100. Geburtstag der Marke mit dem Kleeblatt gebührend hinzuweisen. In Stuttgart stellt Alfa Romeo rund 50 Unikate aus der außergewöhnlichen Privatsammlung von Corrado Lopresto sowie wertvolle Stücke aus dem Alfa-Romeo-Museum in Arese bei Mailand aus.

Mazda Klassik Schau – Mit dem Wankel auf den Weltmarkt

Mazda 110 S Cosmo
Mazda 110 S Cosmo Sport

Eine weitere Sonderschau auf der „Retro Classics“ widmet sich der Geschichte des japanischen Autobauers Mazda. Auch wenn die „Brot und Butter-Modelle“ des Herstellers aus dem Land der aufgehenden Sonne von klassischen Hubkolben-Motoren angetrieben werden, setzt die 1920 als Unternehmen zur Korkveredelung gegründete Firma bis heute auch auf Wankelmotoren. Bei der „Mazda Klassik Schau“ in Halle 5 sind rund 20 seltene Stücke aus der Privatsammlung des Madza-Händlers Walter Frey aus Gersthofen zu sehen. Seine Mazda-Sammlung gilt als eine der spektakulärsten der Welt. Neben den Schmuckstücken 110 S Cosmo Sport und R360 sind auf der Retro Classics auch einige Exoten zu bestaunen, darunter der 1972 in Burma in geringer Stückzahl produzierte Pathfinder. Der 9-sitzige grüne Geländewagen mit Allradantrieb ist in Europa weitgehend unbekannt.

Eintrittpreise und Öffnungszeiten

Die „Retro Classics“ 2010 in der Messe Stuttgart ist geöffnet am Freitag, 12. März, von 10 Uhr bis 19 Uhr sowie am Samstag und Sonntag, 13./14. März, täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr. Die Eintrittspreise betragen inklusive VVS-Kombiticket für Erwachsene 14 Euro; Kinder, Schüler, Studenten und andere begünstigte Gruppen bezahlen 10 Euro.

Weitere Informationen finden Sie auch unter retroclassics.de.


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Lohner-Porsche - Fotos: Messe Stuttgart

Lohner-Porsche - Fotos: Messe Stuttgart

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

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