Vor gut einem Jahr haben wir hier im Auto-Blog für die echten Auto-Natives darüber geschrieben, wie Porsche vor 40 Jahren mit dem Porsche 917 die CanAm-Serie aufmischte. Im Land der ungezügelten Sportprototypen verschob Porsche mit seinen Turbomotoren alle Maßstäbe.

Porsche hatte den Turbo standfest gemacht. Bei Bedarf konnten die Porsche-Piloten ihren 5,4 Liter großen Boxer-Motoren einen Ladedruck von 2,24 bar zutrauen. Damit schob der Zwölf-Zylinder das Geschoß 917/30 mit rund 1.570 PS vorwärts. Mark Donohue dominierte damit 1973 die CanAm-Serie. Der Amerikaner, der 1975 beim Training zum Großen Preis von Österreich tödlich verunglückte, gewann sechs von acht Rennen.

Insgesamt baute Porsche sechs Chassis des Typs 917/30, drei wurden tatsächlich bei den Rennen eingesetzt. Dazu entstand mit der Fahrgestellnummer 005 ein Ersatzfahrzeug, das Mark Donohue jedoch nie im Rennen einsetzte. Die Überlegenheit des Porsche 917/30 nahm der CanAm-Serie die Spannung. Zudem gerieten die Rennsport-Dinosaurier wegen ihres Spritkonsums in die Kritik.

Mitten in der Ölkrise waren 97 Liter für 100 Kilometer Distanz nicht vermittelbar. Und so beendete die Ölkrise diese Epoche des Rennsports. Nach einer Reglementänderung, die den Spritverbrauch reglementierte, zog sich Porsche aus der CanAm-Serie zurück. Die Rennwagen wurden zu Museumsstücken.

Der vollständig einsatzbereite Rennwagen mit der Fahrgestellnummer 005 landete bei Peter Harburg. Der Australier ist seit Langem als Sammler herausragender Rennwagen bekannt, nimmt selbst regelmäßig mit seinen Schmuckstücken an Veranstaltungen des historischen Motorsports teil. Umso erstaunter reagierte die Szene, als das Auktionshaus „RM Auctions“ bekannt gab, dass es am 5. Februar 2014 in Paris zahlreiche Fahrzeuge aus der Sammlung von Peter Harburg versteigern werde.

Höhepunkt dieser Auktion, die während der Rétromobile stattfinden wird, ist der Porsche 917/30 mit der Fahrgestellnummer 005. Selbstverständlich hat das Auktionshaus das Angebot umfassend mit Foto dokumentiert. Auch wenn es sich bei dem angebotenen Fahrzeug nicht um ein ehemaliges Einsatzfahrzeug handelt, ist das ein interessantes Angebot.

Denn der Rennwagen entspricht im Prinzip dem ehemaligen Einsatzfahrzeug von Mark Donohue, das heute im Porsche Museum steht und als unverkäuflich gilt. Insofern erwarten Experten auch für 005 einen Verkaufspreis von mindestens zwei Millionen Euro.


AutoNatives.de ist auch bei Facebook. Wir freuen uns über ein Like.


Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Porsche 917/30 Spyder

Der Porsche 917/30 Spyder war das überlegene Auto der CanAm-Saison 1973. In acht Rennen war der 917/30 sechsmal siegreich.

Ähnliche Arikel:

Author

Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

Write A Comment