Nach fünf spannenden Messetagen ging gestern Abend in Essen die 23. Ausgabe der „Techno-Classica“ zu Ende. Mehr als 178.000 Oldtimer-Freunde nutzten die „Techno-Classica“, um sich über Oldtimer, Youngtimer und Young Classics zu informieren. Zur Freunde der mehr 1.200 Aussteller aus über 30 Ländern suchten damit rund drei Prozent mehr Besucher als im Vorjahr die Hallen der Messe Essen auf. AutoNatives.de blickt – mit 66 Fotos – auf die Höhepunkte der Messe zurück.

Das Fazit ist einfach: Essen war auch 2011 wieder eine Reise wert. Die „Techno-Classica“ bot einen lebhaften und spannenden Treffpunkt für Industrie, Handel, Restauratoren und Clubs. An vielen Stellen hatte man den Eindruck, einem Familientreffen der Klassik-Enthusiasten beizuwohnen. Und trotz der von vielen Medien aufgegriffenen Oldtimer-Spekulation, zur „Techno-Classica“ berichteten nicht nur das Handelsblatt, BILD und der SPIEGEL überwiegend im Sinne eines Anlagetipps über die Kapitalanlage Oldtimer, waren auf der „Techno-Classica“ 2011 die echten Oldtimer-Freunde in der Mehrzahl.

Motivation: Leidenschaft

Für AutoNatives.de, das sich in der Vergangenheit bereits wiederholt kritisch mit dem Thema Oldtimer-Spekulation auseinander gesetzt hat, ist das ein gutes Zeiten. Denn die hauptsächliche  Motivation für einen Besuch in Essen war nicht die Spekulation. Bereits im Pressegespräch, das am Fachbesuchertag von Johannes Hübner, der Stimme des AvD Oldtimer Grand Prix mit großer Sachkenntnis angenehm moderiert wurde, war man sich einig: Begeisterung und Faszination sind die Auslöser des Klassik-Fiebers, damit verbundene positive wirtschaftliche Effekte wie zu erwartende Wertsteigerungen des eigenen Fahrzeugs würden gerne mitgenommen. Doch der ausschlaggebende Grund, sich in ein klassisches Fahrzeug zu verlieben, sei hauptsächlich Leidenschaft.

Eine Einstellung, die an allen Messetagen in den Hallen zu spüren war. Der Austausch von Tipps und Tricks, die Hilfe bei der Teilesuche und vor allem das gemeinsame Genießen des Hobbys Oldtimer standen absolut im Vordergrund. Damit erwies sich die „Techno-Classica“ auch als Anlaufpunkt für Einsteiger und Interessierte. Sie sogen gerade an den 220 Club-Ständen begierig Informationen auf. Einer der Gewinner unseres Preisrätsels, schrieb in seiner Dank-E-Mail, er habe die Messe genutzt, um eine Kaufberatung zum W123 von Mercedes Benz zu erstehen.

Neben den Oldtimer-Clubs, die mit viel Kreativität wieder um den Titel „Schönster Clubstand“ wetteiferten, bedienten auch die gewerblichen Aussteller den Anspruch der Messe und des Publikums nach Kräften.  Insgesamt erfreuten während der „Techno-Classica“ mehr als 2.500 Sammlerautomobile aus allen Epochen der Automobilgeschichte die Besucher und trugen so zur vermutlich größten Oldtimerdichte pro Quadratmeter bei.

Rund um das Leitthema des Jahres – die Erfindung des Automobils vor 125 Jahren durch Carl Benz – nutzten zahlreiche Automobilhersteller die Messe, um Meilensteine des Automobilbaus zu präsentieren und einen Bogen zur Gegenwart des Automobils zu schlagen. Die Zunft der Restauratoren präsentierte aufwändig und nach Original-Spezifikation wieder aufgebaute Automobil-Raritäten, die auf der Messe reichlich neue Liebhaber und Käufer fanden. Wobei – laut Auskunft des Veranstalters – gerade in der Hochpreis-Kategorie ab 100.000 Euro auffallend viele Fahrzeuge ins Ausland verkauft wurden.

Für Horst Brüning, dem Präsidenten der „Fédération Internationale des Véhicules Anciens“ und Vizepräsidenten der internationalen historischen Kommission der FIA hat sich die „Techno-Classica“ zu einem Leitstern für alle Messen auf dem Sektor der historischen Fahrzeuge entwickelt. Und nicht nur Mitglieder aus dem „Opel Kadett B und Olympia A Club Deutschland e.V. 1987“, der den Preis für den schönsten Clubstand gewinnen konnten, freuen sich bereits jetzt auf den 22. März 2012, wenn die Tore der 24. „Techno-Classica“ für das Publikum geöffnet werden.

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