Für einen großen SUV, der im kommenden Jahr bei den Händlern stehen wird, sucht Seat noch den passenden Namen. Fans und Freunde der Marke in aller Welt sind aufgerufen, sich an der Namenssuche zu beteiligen.

Früher war vieles einfacher. Ein Blick auf historische Autonamen macht deutlich, was ich meine. Der Käfer von VW ist ein gutes Beispiel. Denn in den ersten Jahren hieß der Wolfsburger schlicht Volkswagen. Damals waren Unternehmen und Produkt noch deckungsgleich. Änderungsbedarf gab es, erst als das Unternehmen dem Käfer einen Transporter zur Seite stellte. Intern hieß der Pkw jetzt Typ 1. Als Modellbezeichnung war das zu technokratisch. Stattdessen gaben die Motoren den Modellen VW 1200, VW 1300 und später dem (großen) VW 1600 ihren Namen.

Doch das war auf Dauer kein geeignetes System. Deshalb heißen Volkswagen heute nach Winden (Passat, Scirocco oder Jetta) oder Spielen (Golf oder Polo). Andere Hersteller wählten wie Borgward Frauennamen (Isabella) oder wie Opel die Dienstgrade der Marine (Kadett, Kapitän, Commodore oder Admiral). Auch die Raumfahrt oder Urlaubsziele inspirierten die Autobauer oftbei der Namenswahl. Das beweisen Trabant, Opel Omega, Ford Galaxy und Gumpert Apollo beziehungsweise Opel Ascona sowie Ford Capri.

Heute ist die Welt komplizierter! Namen müssen weltweit gut klingen. Regionales wie Ford Taunus oder Wartburg hat bei vielen Herstellern keine Chance mehr. Zudem wollen die Autobauer natürlich ausschließen, dass ein Name irgendwo auf der Welt anzüglich oder doppeldeutig ist. Die Liste der Flops ist lang. Deshalb erfinden heute Spezialisten Produktnamen. Namensschöpfer Manfred Gotta gewährte in Interviews mit dem Handelsblatt oder dem Spiegel vor ein paar Jahren interessante Einblicke in diese Welt.

#SEATseekingName – Seat fragt das Publikum!

Der spanische Autobauer aus dem VW-Konzern kündigte im vergangenen März an, sein Angebot um einen weiteren SUV zu ergänzen. Ab 2018 wird Seat oberhalb seines Erfolgsmodells Seat Alteca einen größeren SUV anbieten. Für diesen sucht Seat noch nach einem Namen. Bis zum 22. Juni können Fans und Freunde der Marke auf der Webseite seat.com/seekingname ihre Vorschläge einreichen.

Wobei die Vorgabe gilt, dass es sich bei einem Vorschlag um eine spanische Ortsbezeichnung oder Gegend handeln muss. Damit knüpft Seat an die eigene Tradition an. Denn seit Einführung des SEAT Ronda 1982 benannte der Autobauer 13 Modelle nach spanischen Orten. Zudem muss der Name in verschiedenen Sprachen ohne Probleme auszusprechen sein, womit der eine oder andere Name aus dem Baskenland oder Katalonien entfällt.

Anschließend verdichtet Seat die Vorschlagsliste mit Hilfe von Experten, um auf der IAA im September drei Namen zur Abstimmung zu stellen. Vom 12. bis zum 25. September kann das Publikum weltweit – auf der IAA und im Internet – über den endgültigen Namen abstimmen. Der neue SUV wird den Namen tragen, der bei dieser Abstimmung die meisten Stimmen erhält.


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Kühlergrill

Foto: Karla Schwede

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

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