Endlich steht in der Formel 1 wieder der Motorsport im Mittelpunkt. Damit ist die Entlassung von Flavio Briatore bei Renault und die lebenslangen Sperre des Italieners durch die FIA bewältigt. Die Formel 1 wird am Sonntag um 14 Uhr unserer Zeit unter Flutlicht auf dem Stadtkurs im Herzen der Metropole an den Start gehen. Damit läutet die Formel 1 langsam aber sicher auch das Saisonfinale 2009 ein. Denn mit dem Rennen in Singapur stehen nur noch vier der insgesamt 17 Saisonläufe an.

Schnellster des ersten Trainingstags war Sebastian Vettel im Red Bull Renault. Der Heppenheimer untermauerte damit seinen Anspruch, bereits in diesem Jahr um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Sein Rückstand auf WM-Spitzenreiter Jenson Button beträgt zwar bereits üppige 16 Punkte, doch Button muss sich trotz seiner WM-Führung zunächst immer auch gegen seinen zur Zeit in Hochform fahrenden Teamkollegen Rubens Barrichello behaupten. Und so hofft Vettel auf eine modere Adaption eines bekannten Sprichworts, frei nach dem Motto: „Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der Vettel!“

Hinter Vettel drehte Fernando Alonso im Renault die zweitbeste Zeit des Tages. Eine Zeit, die auch für den Arbeitgeber des Spaniers wichtig ist, weil sie ein positives Zeichen setzt. Denn nach dem Urteil der FIA zum Crashgate genannten Skandal laufen dem französischen Hersteller die Sponsoren weg. Der niederländische Finanzdienstleister ING und die spanische Versicherungsgesellschaft Mutua Madrilena haben nach der Entscheidung von Paris ihre Werbeschriftzüge vom Auto und aus der Box des Teams entfernen lassen. Man darf gespannt sein, ob die Beteuerungen Renaults, auch nach unter dem Banner der zur Bewährung ausgesetzten Strafe des Teams in der Formel 1 zu bleiben, tatsächlich über das Saisonende hinaus Bestand haben werden.

Des Einen freut, ist des Anderen Leid!

Freuen würde ein Rückzug Renaults wohl die Mitarbeiter des bisher als BMW startenden ehemaligen Sauber Teams. BMW und Peter Sauber haben das Team inzwischen an eine in der Schweiz ansässige Stiftung verkauft. Die Stiftung – so heisst es – vertritt die Interessen von im mittleren Osten beheimateten Investoren. Dabei ist es alles andere als sicher, dass das Team auch im nächsten Jahr in der Formel 1 starten wird. Denn mit der Nennung für 2010 hätte man sich vor einigen Wochen gleich für mehrere Jahre zur Teilnahme an der Formel 1 verpflichtet. BMW hat daher zum ursprünglichen Einschreibetermin auf die Nennung verzichtet.

Die FIA hat daher den verfügbaren Startplatz neu ausgeschrieben. Die Käufer des ehemaligen BMW-Teams haben sich für diesen Platz beworben, jedoch nicht den Zuschlag zum Start in der Formel 1 erhalten. Stattdessen wählte die FIA ein bisher nur in der Formel 3 tätiges Teams aus, das mit Geld eines Konsortiums aus Malaysia nun zum Grand Prix Team werden will. Der offizielle Teamname „1Malaysia F1 Team Sdn Bhd“versprüht keinen besonderen Charme. So kaufte man das Nutzungsrecht an der Bezeichnung „Lotus F1 Team“, um mit diesem klingenden Namen 2010 in der Formel 1 zu starten.

Geschichte kann man nicht kaufen!

Für dieses Finanzkonstrukt setzt die FIA ein Team, das in der Schweiz über eine vollständige Infrastruktur und über fast 20 Jahre Erfahrung in der Formel 1 verfügt, auf die Wartebank! Eine Entscheidung, die – wenn auch nur von außen – kaum nachvollziehbar erscheint. Es bleibt einem langjährigen Fan der Teams von Lotus und Sauber nur der Trost, dass die Firma „1Malaysia F1 Team Sdn Bhd“sich wohl juristisch sauber „Lotus F1 Team“nennen darf. Doch damit besteht in unseren Augen keine Verbindung zur großen Geschichte des Team Lotus oder den Namen von Formel 1 Giganten wie Colin Chapman, Jim Clark, Jochen Rindt oder Ronnie Petterson oder Aytron Senna, die alle für Lotus aktiv waren!

Für Spannung ist also nicht nur in Singapur gesorgt!

Das Rennen in Singapur wird um 14 Uhr unserer Zeit gestartet. Bis zum Start haben unsere Mitspieler die Möglichkeit, an ihren Tipps zu feilen.

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