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60 Jahre Supersportwagen im Porsche-Museum in Stuttgart

Nach dem Ende der Sonderausstellung zum Porsche 911 hat das Porsche-Museum jetzt umgestellt. Bis zum 16. März des kommenden Jahres würdigt die Traditionsabteilung des Sportwagenherstellers die Supersportwagen des Hauses. Dabei spinnen die Verantwortlichen des Museums das Band der Geschichte vom 550 Spyder über die legendären 911 Turbo RS und Porsche 959 bis zum aktuellen Porsche 918.

Besonders stolz ist man darauf, dass das Museum in dieser Sonderschau auf Fahrzeuge zurückgreifen kann, die zuvor noch nie der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Nach dem Hans Herrmann und Herbert Linge mit einem Werkswagen des Typs 1954 mit einem sechsten Platz in Le Mans für Aufmerksamkeit sorgten, bestellte auch Rennfahrer Kurt Ahrens Senior einen 550 Spyder. Sein im Januar 1955 ausgeliefertes Fahrzeug war der erste an einen privaten Kunden verkaufte Porsche 550 Spyder. Für die Sonderschau „60 Jahre Supersportwagen“ kehrt dieser Rennwagen nun nach Stuttgart zurück.

Fuhrmann-Motor, Porsche Typ 547
Als Fuhrmann-Motor wird der Porsche-Motor Typ 547 bezeichnet, entwickelt und konstruiert von Ernst Fuhrmann. (Foto: Porsche)

Untrennbar mit dem 550 Spyder verbunden ist auch der als „Fuhrmann-Motor“ bekannt gewordene Antrieb des 550 Spyder. Der mit vier obenliegenden Nockenwellen ausgestattete Vierzylinder-Boxer gilt als einer der erfolgreichsten Porsche-Motoren überhaupt. Der von Ernst Fuhrmann gebaute „Typ 547“, wie der Motor bei Porsche offiziell heißt, ist ein luftgekühlter 4-Zylinder-Boxermotor. Ungewöhnlich ist der Antrieb der vier Nockenwellen, die über Königswellen bewegt werden. Ausgerüstet mit Doppelzündung und zwei Doppelfallstromvergasern standen bei diesem 1,5 Liter großen Motor bereits 1955 satte 110 PS bei 7800/min zur Verfügung. Im 1962 in der Formel 1 eingesetzten Porsche 804 stieg die Leistung des Fuhrmann-Motors sogar auf fast 200 PS an.

Der Porsche 911 Turbo RS, der Musikgeschichte schrieb

Nicht fehlen in der Sonderschau darf auch der Allrounder 904 Carrera GTS, der von 1963 bis weit in die 1970er-Jahre mehr als 300 Rennsiege für Porsche einfuhr. Mit dem Porsche 911 Turbo RS von Herbert von Karajan zeigt Porsche zudem ein Fahrzeug, das auch Musikkennern bekannt ist. Denn das Einzelstück, das über die Leichtbau-Karosse des Carrera RS verfügt, ist das Titelmotiv des Albums „Berühmte Ouvertüren“, das von Karajan mit den Berliner Philharmonikern aufnahm.

 911 Turbo RS
Für Herbert Von Karajan kombinierte Porsche den Leichtbau des Carrera RS mit dem Motor des 911 Turbo. (Foto: Porsche)

Weit seiner Zeit voraus war der Porsche 959 S, der als Meilenstein der Automobilgeschichte in der Sonderschau natürlich nicht fehlen darf. Hervorgegangen aus einer auf der IAA 1983 präsentierten Studie, zeigte Porsche 1986 mit dem 959 das technisch Machbare auf. Obwohl die Motorsport-Karriere des 959 nach dem Verbot der Gruppe B unvollendet blieb. Was den 959 vom ebenfalls gezeigten Porsche 911 GT1 unterscheidet, denn dieser Porsche war das Homologationsmodell für einen Le Mans-Sieger.

Das Porsche-Museum hat dienstags bis sonntags von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene acht Euro, ermäßigt vier Euro. Mehr Informationen stehen im Internet unter www.porsche.de/museum bereit.

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