Mit der „Spa Summer Classic 2009“ startet die historische Motorsportsaison in den Sommer. Vom 3. bis zum 5. Juli 2009 stellen sich dabei gleich acht unterschiedliche Rennklassen der Herausforderung der traditionsreichen Grand-Prix-Rennstrecke von Spa-Francorchamps. AutoNatives.de besonders am Herzen liegt dabei das Feld der „Historische Tourenwagen und GT-Trophy“ (HTGT). Denn in der HTGT kämpfen auch Fahrzeuge mit weniger als 1300ccm aussichtsreich um gute Platzierungen.

Die Veranstalter der belgischen ROADBOOK Organisation in ihrem Zeitplan der „Spa Summer Classic 2009“ Platz für insgesamt acht unterschiedliche Rennklassen gefunden. Neben Tourenwagen und GT-Fahrzeugen sind dabei am kommenden Wochenende auch Sport- und Formelwagen auf einer der schönsten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt umfassend vertreten. Insgesamt haben die Zuschauer – übrigens bei freiem Eintritt – die Gelegenheit, zehn unterschiedliche Rennläufe zu geniessen.

Tourenwagen, GT und Sportwagen bei den „Spa Summer Classic 2009“

Für die Fahrergemeinschaft historischer Rennsport e.V. (FHR) ist der Auftritt auf der Grand-Prix-Rennstrecke von Spa-Francorchamps immer ein Highlight im Saisonkalender. Der weltbekannte Ardennenkurs stellt – mehr als andere Strecken – die Fahrer in den Mittelpunkt. Vom Dach der alten Boxengasse, direkt an der Bergab-Geraden gelegen, hat man einen guten Überblick, wer tatsächlich perfekt durch die Kompression der „Mutkurve“ Eau Rouge stechen kann. Denn obwohl heute ja fast jeder die Eau Rouge „voll“ nehmen kann, wenn man den Benzingesprächen des Fahrerlagers Glauben schenken kann, legen hier die Bremslichter und der Klang der Motoren stets ein genaues Zeugnis davon ab, wer tatsächlich sein Herz in den Gasfuß legen kann.

Neben dem Mut des Piloten erfordert die an der ehemaligen belgisch-preußischen Grenze gelegene Eau Rouge stets auch ein optimal abgestimmtes Fahrzeug. Kein Wunder, dass gerade in Spa die kleinen Mini oder Alfa Romeo Junior mit ihren nur 1300ccm großen Motoren im Feld der „Historische Tourenwagen und GT-Trophy“ (HTGT) gerne einmal einen deutlich stärkeren Porsche oder BMW vor sich herschieben. Der Mini, zu dessen Ruhm ebenfalls John Cooper wesentlich beitrug, ist auf der Ardennen-Achterbahn in seinem Element. Denn gerade auf einer Berg-und Tal-Bahn wie dem Circuit de Spa-Francorchamps kann der Floh die Vorteile seines guten Fahrwerks und des geringen Gewichts optimal in erstaunlich schnelle Rundenzeiten umsetzen.

Wo die HTGT antritt, da sind die Langstreckenserien der FHR nicht weit. Zum dritten Saisonlauf des „Yokohama FHR Roschmann Cup“ liegen bisher mehr als 50 Nennungen vor, die sich der Renndistanz von vier Stunden stellen wollen. Ebenfalls in Spa am Start wird die „FHR 100-Meilen-Trophy“ sein. Dabei werden vom Porsche 908, über den 911 RSR bis zum 934-5 und 935 werden alle wichtigen Porsche-Sportwagen der 1960er und 1970er-Jahre bei den „Spa Summer Classic 2009“ vertreten sein. Sie treffen in ihrem Rennen auf Boliden vom Schlage eines Lola T70, des DeTomaso Pantera, der CN Cobra oder des Lotus 23 treffen.

Während insbesondere im Rahmen der „FHR 100-Meilen-Trophy“ auch Fahrzeuge aus den 1970er-Jahren bei den „Spa Summer Classic 2009“ antreten, steht das 61-Minuten-Rennen ganz im Zeichen der Swinging Sixties. Hier treten die Fahrzeuge der „Triumph Competition & British GT“, die vom TR-Register Deutschland e.V. ausgeschrieben wird, gemeinsam mit der niederländischen MG Competitions sowie einer britischen Serie, die dem Classic Sports Car Club angehört, zum Wettkampf an.

Grand Prix Fahrzeuge von 1920 bis 1966

Den Bereich der Formelfahrzeuge decken die Piloten der „Historic Grand Prix Cars Association“ (HGPCA) ab. Die HGPCA wurde bereits 1979 gegründet. Ihre Gründerväter wollten vor 30 Jahren eine Möglichkeit schaffen, um die spektakulären Grand Prix Fahrzeuge der Vor- und Nachkriegszeit regelmäßig im Renntempo bewegen zu können. Bis heute vereinigt die HGPCA ein buntes Feld aus fast einem halben Jahrhundert Grand Prix Geschichte. Von Ferrari über Maserati und Alfa Romeo, von ERA bis zu BRM, Cooper und Lotus sind dabei fast alle wichtigen Marken der Grand Prix Geschichte vertreten. Die ältesten Fahrzeuge stammen aus dem 1920er-Jahren. In dieser Frühzeit des Grand Prix Rennsports fuhr insbesondere Alfa Romeo mit Rennleiter Enzo Ferrari und Piloten wie Tazio Nuvolari und Rudolf Caracciola von Sieg zu Sieg.

Die jüngsten Fahrzeuge stammen aus den 1960er-Jahren. Für die flügellosen Rennzigarren dieser Zeit ist der Mittelmotor typisch. Obwohl bereits die von Ferdinand Porsche und Karl Rabe konzipierten Grand Prix Rennwagen der Auto Union auf das Mittelmotor-Konzept setzen, waren alle wichtigen Grand Prix Rennwagen der Nachkriegszeit zunächst Frontmotor-Boliden. Bis 1958 Stirling Moss in Argentinien und Maurice Trintignant in Monaco mit Mittelmotor-Rennwagen von John Cooper zwei Formel 1 Rennen gewinnen konnten. Ihre Siege machten die Fahrzeuge mit Frontmotor in der Formel 1 endgültig zu einem Auslaufmodell. 1959 wurde Jack Brabham mit seinem Cooper-Climax Formel 1 Weltmeister und verteidigte diesen Titel ein Jahr später erfolgreich. Innerhalb kurzer Zeit stellten alle Formel-1-Teams auf Mittelmotor-Konzepte um.

Drei Tage Streckenzeit bei freiem Eintritt!

Der Eintritt an der Strecke und im Fahrerlager ist kostenlos. Nur das Parken ist zum Teil kostenpflichtig. Am Freitag stehen Test- und Trainingsfahrten auf dem Programm. Samstag und Sonntag beginnt der Renntag jeweils um 9 Uhr und dauert bis ca. 18 Uhr. Den vollständigen Zeitplan der „Spa Summer Classic 2009“ stellt der Veranstalter online zur Verfügung.

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