Die Techno Classica ist die größte und wichtigste Messe für Oldtimer in Deutschland. Kein Wunder, dass die Hersteller traditionell in Essen Flagge zeigen. Gestern stellten wir Volvo vor. Heute blicken wir nach Rüsselsheim zu Opel, wo die Techno Classica 2014 im Zeichen des 50. Geburtstags der „großen Drei“ der KAD-Reihe steht.

Mit Kapitän, Admiral und Diplomat bot Opel ab März 1964 gleich drei Fahrzeuge für Reisende von Rang an, wie es kurze Zeit später in der Werbung des Hauses hieß. Nach einer Pause von 20 Jahren nahm Opel mit der KAD-Reihe erstmals wieder die Oberklasse ins Visier. Bei identischen Karosserien definieren sich die Modelle Kapitän, Admiral und Diplomat über die Ausstattung und Modernisierung.

Äußerlich zeigen die neuen Opel 1964 Größe. Mit 4,95 Metern Länge und 1,95 Metern Breite erobert Opel 1964 eine neue Dimension. Genauso wie beim Design. Denn die Karosserie der „KAD-Baureihe“ verfügt über eine damals in Europa neue geradlinige Form. Diese „neue Sachlichkeit“ orientiert sich an den stilistischen Vorbildern der Konzernmutter General Motors. Sie ist – bis heute – ein wohltuender Kontrastpunkt zu den zuvor von Blechbarock und Ornamentik geprägten Formen, wie sie bis zur Vorstellung der KAD-Reihe auch bei Opel Standard waren.

Bei der Motorisierung kommt Hilfe aus Amerika

Während Kapitän und Admiral mit dem hauseigenen 2,6-Liter-Sechszylinder bestückt werden, schlägt im Diplomat das V8-Herz der Corvette. 190 PS aus 4,6 Liter Hubraum machten den Diplomat vor 50 Jahren zur ersten 200 km/h schnellen Reiselimousine ihrer Zeit. Ab 1965 gibt es den Achtzylinder auch im Kapitän und im Admiral, wenn der Kunde es wünscht. Gerade diese „Kundenwünsche“ sind heute selten und entsprechend gesucht. Denn insgesamt entstehen nur 113 Kapitän und 622 Admiral mit V8-Motor.

Auf der Techno Classica in Essen zeigt Opel die gesamte Bandbreite der KAD-Reihe. Neben Fahrzeugen der von 1964 bis 1968 gefertigten ersten Baureihe, gehören dazu auch Modelle der von 1969 bis 1977 angebotenen zweiten Baureihe. Dabei wird auch der Admiral V8 in Essen zu bewundern sein, den ich im vergangenen Herbst bei Creme 21 fahren durfte.

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