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Tom Schwede, bewegt alles, was vier Räder hat Hallo, ich bin Tom — zusammen mit der Auto Blogger Crew mit viel Benzin im Blut blogge ich hier im Auto-Blog für Auto-Natives über Autos. Seit 2007 gibt es in diesem Blog regelmäßig Reportagen, Tests und Meinungen rund ums Auto. Dazu zählen auch Beiträge über Oldtimer oder Youngtimer sowie über Motorsport.

 




Ende des vergangenen Jahres kündigte die Deutsche Telekom an, in das Geschäft mit Ladesäulen für Elektroautos einzusteigen. Schließlich verfügt der Konzern immer noch über rund 20.000 Telefonzellen, die in Zeiten von Smartphones nur noch selten jemand braucht. Ihre Standorte eignen sich teilweise, um stattdessen Ladesäulen aufzustellen. Inzwischen scheint das Projekt tatsächlich anzulaufen. Auch wenn der Anblick von Ladesäulen in ausrangierten Telefonzellen auf den ersten Blick seltsam wirkt.

Doch es scheint sie zu geben. Denn gestern Nachmittag fand ich in meinem E-Mail-Postfach die Nachricht von meinem Freund Markus. Sie enthielt ein Bild und die Frage, ob das nicht eine Geschichte für unser Autoblog sei. Ich warf einen Blick auf das Bild und staunte nicht schlecht. Denn das Bild zeigte tatsächlich zu Ladesäulen umgebaute Telefonzellen. Ich staunte nicht schlecht und hielt das Ganze zunächst für einen Gag. Zur Sicherheit fragte ich zwei E-Auto-Experten, ob sie darüber etwas wissen.

Doch in diesem Fall ist es keine Säule der Telekom. Hier gibt es einen Ladepunkt von Tesla.
Überraschung: In dieser Telefonzelle ist die Ladetechnik von Tesla. verbaut (Foto Markus Werner)

Der erste Experte zeigte sich erstaunt und klang fast, als ob er mir die Geschichte nicht glauben wollte. Doch die Bilder, die Markus da auf dem Parkplatz eines Ausflug-Hotels in der Hohen Mark geschossen hatte, sprachen eine andere Sprache. Dort hat jemand definitiv Ladesäulen in alte Telefonzellen eingebaut. Wobei es sich hier, wie die Bilder zeigen, um sogenannte Destination Charger von Tesla handelt. Das bestätigt auch die Karte der Ladesäulen auf der Webseite von Tesla. Denn sie kennt die Ladesäulen, über die Markus „stolperte“. Die Destination Charger betreibt der amerikanische Autobauer nicht selbst. Stattdessen stellt er sie Gastronomie und Handel zur Verfügung, wenn die ihren Kunden eine Lademöglichkeit anbieten will.

Die Deutsche Telekom wird tatsächlich Stromanbieter

Trotzdem ist auch die Deutsche Telekom in diesem Markt inzwischen aktiv. Denn kurz nach dem ich die Ladesäulen Tesla zuordnen konnte, rief mich mit Daniel Przygoda der zweite E-Auto-Experte, den ich zuvor gefragt hatte, ab. Daniel, der automobil-blog.de betreibt, ist seit gut einem Jahr selbst im Alltag mit einem E-Auto unterwegs. Deshalb kennt Daniel den aktuellen Ausbaustand der Ladeinfrastruktur aus eigener Erfahrung sehr gut. Ihm war deshalb nicht verborgen geblieben, dass die Deutsche Telekom gerade in den Markt der Ladesäulen für Elektroautos einsteigt.

Das Unternehmen aus Bonn arbeitet zurzeit daran, eigene Ladepunkte aufzubauen. Bis zum Ende des ersten Quartals dieses Jahres will die Deutsche Telekom 100 eigene Ladesäulen für E-Autos betreiben. Innerhalb von drei Jahren soll das Ladenetz der Telekom dann auf 500 Ladesäulen anwachsen. Dabei will das Unternehmen im Einzelfall tatsächlich auf bisher durch Telefonzellen genutzte Standorte zurückgreifen. Häufiger werden allerdings wohl Verteiler-Kästen zur Ladestation „mutieren“, wie ein Video der Telekom bei YouTube zeigt.

Der Umbau ehemaliger Telefonzellen, wie Markus es fotografierte, gehört nicht zur Strategie der Telekom. Stattdessen stellen die Bonner in ihrer Hausfarbe lackierte Ladesäulen auf. Deshalb sind die Fotos, die Markus schoß, wohl eher Bildnisse eines Unikats. Oder kennt Ihr andere zu Ladesäulen umgebaute Telefonzellen?


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Wenn die Telefonzelle zur Ladesäulen wird ...

Foto: Markus Werner

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

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