In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Enzo Ferrari zum 120. Mal. Das Enzo Ferrari Museum in Modena feiert dies mit einer Fotoausstellung im Geburtshaus des Ferrari-Gründers.

Heute ist in diesem Komplex das Enzo Ferrari Museum zu Hause. 1898, als Enzo Ferrari hier das Licht der Welt erblickte, war hier einer der Maschinenbaubetriebe seines Vaters Alfredo Ferrari untergebracht. Weshalb das Gebäude heute den offiziellen Namen „Officina Meccanica Alfredo Ferrari“ trägt. Enzo war seinem Vater Alfredo eng verbunden. 1932 benannte der Commendatore seinen ersten Sohn nach dem eigenen Vater. Der Spitzname des Sohns „Dino“ wurde mit dem Dino V6 unsterblich und stammte von der Koseform „Alfredino“ seines Namens.

Enzo Ferrari mit seinen Eltern
Enzo Ferrari (links) mit seinen Eltern – Foto Ferrari

Die Fotoausstellung im Enzo Ferrari Museum umfasst Bilder aus allen Lebensphasen des Gründers der Sportwagenmarke aus Maranello. Das Spektrum der Bilder reicht von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter. Sie dokumentieren die Entwicklung einer beeindruckenden Karriere. Denn Enzo Ferrari reifte vom Fahrer zum Rennsport-Manager und zu Hersteller einiger großartiger Sportwagen. Nebenbei machen die Bilder klar, welchen Blick Ferrari für Talente hatte. Denn in seinem Cockpits saßen Ausnahmekönner wie Nuvolari, Castellotti, von Trips, Surtees oder Gilles Villeneuve – und die Bilder zeigen dies.

Was wäre heute möglich?

Kein Wunder, dass Ferrari- und FIAT-Boss Sergio Marchionne den Firmengründer würdigt:

„Es ist unglaublich, dass Enzo Ferrari im 19. Jahrhundert geboren wurde. Denn seine Botschaft ist relevanter denn je und weiter modern. Ferrari war ein Mann mit außergewöhnlichen Visionen und Fähigkeiten, Menschen und Ressourcen zu verwalten, sowie einem starken Unternehmergeist und außergewöhnlichem Mut. Man fragt sich, was er hätte erreichen können, wenn Enzo Ferrari Zugang zu den heutigen technischen Ressourcen und Kenntnissen gehabt hätte. Denn die Marke, die er auf der Welt hinterlassen hat, ist eine Quelle des Stolzes für alle bei Ferrari und für ganz Italien.“

Zu den Grundsätzen des Journalismus gehört, stets die Distanz zur Sache zu waren. Ein unabhängiger Berichterstatter macht sich, so sagte Altmeister Hanns Joachim Friedrichs einmal, nicht gemein mit einer Sache, auch nicht mit einer Guten. Das fällt bei dieser Fotoausstellung schwer. Denn die Bilder sind gut gewählt. Sie geben einen großartigen Einblick in eine längst vergessene Ära der Industrie- und Rennsport-Geschichte. Und so würdigen die Bilder das Leben eines Mannes, der zu den einflussreichsten Auto-Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts zählt.


AutoNatives.de ist auch bei Facebook. Wir freuen uns über ein Like.


Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Enzo Ferrari als Rennfahrer für Alfa Romeo

Foto: Ferrari

Ähnliche Arikel:

Author

Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

1 Comment

Write A Comment