Die ersten Titelträger der Tourenwagen Legenden stehen fest. Gesamtsieger 2019 ist Stefan Rupp aus der schnellen Klasse 1 der DTM/ITC-Boliden. Die Klassen der Gruppe-A-Fahrzeuge gewannen Ferdi Weischenberg (Baujahre 1989 bis 1992) und Peter Kohl (bis 1988).

Die „alte DTM“ und ihr internationaler Ableger ITC sind heute legendär. Die Meisterschaft ging Ende 1996 unter. Doch sie verschwand nie aus den Herzen der Fans. Die Begeisterung geht so weit, dass es inzwischen zwei getrennte Rennserien und eine GLP-Serie für die Fahrzeuge alten DTM gibt. Die „Tourenwagen Legenden“ waren an diesem Wochenende beim RGB-Saisonfinale auf dem Nürburgring zu Gast, um endgültig den Titelträger zu bestimmen.

Eigentlich hätte dort das große Finale mit zwei Rennen der Tourenwagen Legenden steigen sollen. Doch leider lies der Wettergott nur einen der geplanten Rennläufe in der Eifel zu. Damit kam Stefan Rupp im pfeilschnellen Alfa Romeo 155 ITC am Ende kampflos zum Titel. Das schmälert die Leistung des Rennfahrers aus Landshut jedoch nicht. Denn gewann mit seinem Alfa Romeo 155 ITC im Laufe der Saison 2019 ein Rennen. Dazu fuhr Rupp zweimal auf den zweiten Platz.

Damit gewann Rupp den Titel verdient vor Jörg Hatscher und Klaus Ludwig. Serienorganistator Hatscher und Altmeister Ludwig gewannen in einer AMG-Mercedes-C-Klasse DTM ebenfalls jeweils ein Rennen. Bei den Rennwagen von Rupp, Hatscher und Ludwig handelt es sich übrigens um sogenannte „Klasse-1-Boliden“. Mit ihnen trat die DTM ab 1993 an und löste sich von der seriennahen Gruppe-A. Die „Klasse-1-Boliden“ sind Silhouetten-Rennwagen mit reinrassiger Renntechnik. Denn die 2,5-Liter großen V6-Motoren stammen nicht von Serienmotoren ab.

Die Titelträger der Tourenwagen Legenden der Gruppe A-Fahrzeuge fahren Mercedes und Ford!

Neben den „Klasse-1-Boliden“ treten bei den Tourenwagen Legenden auch seriennahe „Gruppe-A-Rennwagen“ an. Wobei die Verantwortlichen der Rennserie diese Fahrzeug in zwei getrennten Klassen rennen lassen. Denn ab 1989 boten alle in der DTM tätigen Hersteller sogenannte Evolutionsmodelle an. Seit dem 1.1.1982 musste ein Hersteller 5.000 baugleiche Fahrzeuge bauen, um ein Fahrzeug in der Gruppe A einzusetzen. Doch es gab die Möglichkeit, 500 weiterentwickelte Modelle zu bauen und diese dann als eigenständiges Modell zu homologieren.

Diese sogenannte 10-Prozent-Evolution sollte eigentlich nur die normale Weiterentwicklung eines Modells im Motorsport abbilden. Bei der Definition des Reglements sah niemand vorher, dass diese Evolution nutzbar ist, um auch in der Gruppe-A reinrassige Renntechnik einzusetzen. Denn die Hersteller entwickelten zunächst die Rennwagen, um dann davon die Evolutionsmodelle für die Straße abzuleiten. So entstanden in diesen Jahren Evolutionsmodelle, die sich nur mit Verlust verkaufen ließen, aber notwendig waren, um Rennen zu fahren.

Weil mit den Evolutionsmodellen das Leistungsniveau der Rennwagen in der DTM deutlich zulegte, trennen die Tourenwagen Legenden die Gruppe-A-Fahrzeuge nach Baujahren. Die Klasse der DTM-Fahrzeuge der Jahre 1989 bis 1992 sicherte sich Ferdi Weischenberg mit einem Mercedes 190 E 2.5-16. Weischenberg verwies Gerbert Luttikhuis, der einen 190 E 2.5-16 EVO II einsetzt, in seiner Klasse auf den zweiten Platz. In der Klasse der Gruppe-A-Fahrzeuge bis 1988 sicherte sich Peter Kohl mit seinem Ford Sierra Cosworth RS500 den Titel.

Wir gratulieren allen Titelträger!

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