Toyota stellt auf der North American International Auto Show in Detroit zurzeit die neue Supra vor. Mit dem offiziell Toyota GR Supra genannten Sportwagen ergänzt der japanische Autobauer seine Produktpalette um ein Auto für echte Petrol-Heads. Denn mit einem drei Liter großen Reihensechszylinder-Frontmotor, dem Hinterradantrieb und einer aufregenden Karosserie widersetzt sich Toyota dem Trend zum politisch korrekten Fortbewegungsmittel.

Ich bekomme täglich jede Menge Pressemitteilungen. In ihnen lese ich viel über Elektrifizierung und Automatisation des Fahrens. Das meiste davon schafft es nicht hier ins Blog. Denn AutoNatives.de ist der Treffpunkt für Auto-Freunde, die noch Spaß am Selbstfahren haben und sich auch am Klang eines Verbrenners erfreuen können. Das mag auf den Einen oder Anderen als Heimstätte Ewiggestriger wirken. Doch der Zuspruch der Leser bestätigt uns, es gibt da draußen immer noch genug Petrol-Heads! Trotzdem gehört zur Gegenwart der Auto-Welt auch, dass Autos, die unseren Leser gefallen, inzwischen eine fast schon aussterbende Art sind.

Denn die Pressemitteilungen dieser Tage strotzen von Hinweisen auf Fahrhilfen. Immer öfter bejubeln sie den Level des autonomen Fahrens, den ein neues Auto erreicht. Sie weisen damit den Weg in eine Zeit, wo der Innenraum des Autos einmal zum Freizeit- oder Arbeitsraum wird. Und natürlich betonen die Hersteller in diesen Meldungen meist auch, wie sparsam ihr neues Auto ist. Das gilt natürlich besonders, wenn im vorgestellten Auto ein alternatives Antriebskonzept zum Einsatz kommt. Wenn jetzt ausgerechnet Toyota ein Auto vorstellt, das diesem Zeitgeist in praktisch allen Punkten widerspricht, dann ist das eine Nachricht wert.

Ausgerechnet Toyota!

Mit der neuen Toyota GR Supra stellt der japanische Autobauer zurzeit auf der North American International Auto Show einen echten Sportwagen vor. Dessen drei Liter großer Reihensechszylinder atmet mit der Unterstützung eines Twin-Scroll-Turboladers. Das Ergebnis dieses Verbrennungsprozesses sind 340 PS Leitung und 500 Newtonmeter Drehmoment. Sie fließen über eine Achtgang-Automatik und die Hinterräder auf die Straße. Wer will, der kann damit in 4,3 Sekunden aus dem Stand auf ein Tempo von 100 Kilometern pro Stunde beschleunigen.

Wobei auf Wunsch eine Launch Control bei einem solchen Schnellstart für maximale Traktion sorgt. Ganz ohne Hinweis auf Fahrhilfen kommt also auch die Pressemeldung zur Vorstellung der neuen Toyota GR Supra nicht aus. Doch das ist nur ein Detail, das nicht den Blick auf das Wesentliche verstellt. Denn mit dem neuen Sportwagen stellt Toyota eine echte Fahrmaschine in die Auslage. Ausgerechnet Toyota, wo mit dem Prius der Hybridantrieb und dem Toyota Mirai die Wasserstoff-Brennstoffzelle marktreif wurden, bekennt sich mit der neuen Supra zu klassischen Autowerten.

Interessant ist auch die Entstehungsgeschichte. Denn der Sportwagen ist das Produkt einer Zusammenarbeit von Toyota und BMW. Ähnlich wie beim Toyota GT86, der in Zusammenarbeit mit Subaru entsteht, suchte sich Toyota auch bei Bau eines größeren Sportwagens einen Partner. Zusammen mit den Bayern aus München entwarf der japanische Autobauer eine Sportwagen-Plattform. Das macht den neuen BMW Z4 zum Bruder der Toyota GR Supra. Auch beim Bau arbeiten die Partner zusammen und lassen beide Sportwagen bei Magna-Steyr in Graz fertigen. Rund 40.000 Exemplare der zweieiigen Zwillinge sollen entstehen.

Könnte klappen!

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