In dieser Woche pendle ich nicht wie üblich nach Dortmund, sondern „nur“ nach Essen. Denn während der Essen Motor Show habe ich über die ganze Woche einige Termine für mein Auto-Blog verabredet. Zurück fahre ich immer über die Autobahn 52. Doch diesmal musste ich die Fahrt unterbrechen.

Denn am Sonntag gab es bereits nach wenigen Metern auf der Autobahn vorne rechts einen lauten Knall. Zunächst dachte ich, dass ich über etwas gefahren sei. Max war sich sicher, dass das der Reifen war. Die Theorie, wir wären beschossen worden, verwarf selbst das im Krimiwahn steckende Hirn eines pubertierenden Jugendlichen sofort wieder.

Ich reduzierte die Geschwindigkeit, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt absolut nichts in der Lenkung spürte. Unser Opel Combo lag auch mit einem defekten Reifen völlig ruhig auf der Straße. Das änderte sich erst, als ich die Geschwindigkeit deutlich reduzierte. Denn nach dem ich die Geschwindigkeit auf rund 30 Kilometer pro Stunde reduziert hatte, begann die Lenkung heftig zu wackeln.

Jetzt war ich mir auch sicher, dass es den Reifen erwischt hatte.

Langsam rollten wir am Autobahnrand aus. Wer Essen kennt, der weiß, dass der Randstreifen an dieser Stelle ziemlich breit ist. Das fand ich in dieser Situation sehr angenehm. Während Max hinter der Leitplanke verschwand, stellte ich das Wahndreieck auf. Auf Autobahnen soll es rund 200 Meter vor dem havarierten Fahrzeug aufgestellt werden.

Anschließend holte ich den Wagenheber und das Werkzeug aus dem Kofferraum. Beim Familientransporter Combo ist beides es zum Glück in einem leicht zugänglichen Seitenfach verstaut. Anschließend löste ich im Kofferraum die Befestigung des Ersatzrads, das Opel unter dem Auto befestigt hat. Bewaffnet mit Werkzeug und Ersatzrad konnte ich den Reifen anschließend wechseln, um die Fahrt anschließend fortzusetzen.

Eigentlich ist ein Reifenwechsel ja keine große Geschichte, doch am Rand der Autobahn ist das so eine Sache. Denn das Gefühl, wenn die anderen Verkehrsteilnehmer mit hoher Geschwindigkeit an dir vorbei ihrem Ziel entgegenstreben, ist nicht das Schönste. Um Zeit zu sparen, warf ich den defekten Reifen sowie das Werkzeug und das eingesammelte Warndreieck nach dem Reifenwechsel einfach in den Kofferraum.

Zu Hause angekommen habe ich mir vier neue Reifen bestellt.

Gefunden habe ich unsere neuen Reifen über eine Reifensuchmaschine. Ich fand es bequem, über dieses Portal zunächst Preise verglichenen zu können, ohne mich durch zahlreiche unterschiedliche Webseiten kämpfen zu müssen. Mit der Suchmaschine konnte ich zunächst die Angebote unterschiedlicher Händler vergleichen und einen geeigneten Reifen auswählen. Aus Bequemlichkeit habe ich mich für einen Ganzjahresreifen von Goodyear im Format 195/55 R16 entschieden.

Ich bin immer noch davon überzeugt, dass wir hier im Herzen des Ruhrgebiets keine reinen Winterreifen benötigen. Wir wohnen schließlich nicht im Sauerland. Zudem benötigen wir auf dem Lastesel keine besonders sportlichen Sommerreifen. Daher ist ein Ganzjahresreifen für unsere Einsatzzwecke einfach ein guter Kompromiss. Mal gucken, ob ich nach den drohenden Schneechaos, das Xaver uns ab heute bringen soll, ähnlich denke.

Bei meinem Preisvergleich wurde ich schließlich zu einer Reifenhandelskette verwiesen, die auch im östlichen Essen eine Filiale unterhält. Dieser Händler war zwar nicht der günstigste, aber der Nächste. Für mich optimal, um dort gestern die neuen Reifen montieren zu lassen. Denn obwohl ich ja eigentlich eine ganze Menge Reparaturen am Auto selbst erledigen kann, Reifen aufziehen überlasse auch ich lieber den Profis.

1 Kommentar

  1. Reifenwechsel auf der Autobahn ist in der Tat ein Abenteuer…

    Ich habe mal mitten auf der A3 (zwischen Hilden und Ratingen) auf der linken Spur bei einem Golf IV das linke Hinterrad gewechselt… Der Wagen war auf der Brücke auf der linken (3.) Spur liegen geblieben, es gab nen großen Stau. Ich hatte zum Glück meine THW-Montour an und als ich den platten Reifen runter hatte, kam auch die Polizei zur Absicherung dazu… 10 Minuten später war der Golf wieder fahrbereit und der Stau beseitigt… Aber nochmal würde ich das nicht machen…

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