Schon mein Opa, den ich hier im Blog für Auto-Natives schon oft erwähnt habe – war Motorsportler. Ich habe auf der Rundstrecke und bei Rallyes an Gleichmäßigkeitsprüfungen teilgenommen. Längst setzt mein Sohn Max diese „Motorsport-Tradition“ fort. In diesem Jahr wechselt Junior vom Kart ins Auto – natürlich begleitet von AutoNatives.de.

Denn dem Kart ist Max inzwischen – im Wortsinne – entwachsen. Dank großer Eltern ist auch der Nachwuchs inzwischen ordentlich in die Höhe gegangen. Mit der Folge, dass Max in normale Karts schlicht und einfach nicht mehr hineinpasst. Damit ist eine weitere Teilnahme an den Kart-Slalom-Wettbewerben des ADAC, die Max seit einigen Jahren gefahren ist, hinfällig.

Der ADAC Slalom Youngster Cup richtet sich an junge Motorsportler von 16 bis 23. Gefahren wird in zwei Altersgruppen. In der Kategorie 1 dürfen die 16 bis 18 Jährigem starten. In der Kategorie 2 starten dann die 19 bis 23-Jährigen. Beiden Gruppen wird das Fahrzeug gestellt.

2016 wird Max 16. Damit ist als Ausweg (endlich) der Wechsel ins Auto möglich. Denn in einen Tourenwagen passt auch unser Lulatsch. Dank des ADAC Slalom Youngster Cups kann Max dabei sogar weiter Slalom fahren. Das ist aus mehreren Gründen reizvoll. Junior lernt den Umgang mit dem Auto. Was ich als aktive Verkehrserziehung verstehe. Außerdem nimmt Max – quasi als Bonus – weiter an einem sportlichen Wettbewerb teil.

Und den sollte bitte niemand unterschätzen. Denn in dieser Clubsport-Meisterschaft für Slalom-Einsteiger (SE-Slalom) gehen alle Teilnehmer mit den gleichen Autos an den Start. Sie stellt der Veranstalter ADAC, der zu jedem Lauf mit zwei Rennwagen anrückt. Mit jedem dieser Rennwagen müssen dann alle Teilnehmer je einen Wertungslauf absolvieren. Gewonnen hat, wer in der Addition beider Läufe der Schnellste ist. Hier entscheidet also nicht, wer das beste Material an den Start bringt. Hier geht es darum, das Beste aus dem gegebenen Material zu machen.

Das macht den sportlichen Wert des ADAC Slalom Youngster Cup aus.

Das Engagement des ADAC ermöglicht zudem jungen Sportlern den kostengünstigen Einstieg in den Motorsport. Denn hier können sie ohne eigenes Fahrzeugs am Wettbewerb teilnehmen. Trotzdem gibt es natürlich auch im ADAC-Youngster-Slalom-Cup Hürden. Denn der ADAC lässt – nachvollziehbar – nur in seine Autos, wer den kundigen Umgang mit dem Sportgerät beweist.

Die Durchführung der Wettbewerbe übernehmen die ADAC-Gaue. Wobei sich die Einsatzfahrzeuge unterscheiden. Im ADAC Nordrhein kommt der VW Polo zum Einsatz. Andere Gaue fahren mit dem Ford Fiesta, Mazda2 oder Opel Corsa. Die Besten einer Regionalmeisterschaft qualifizieren sich für den Bundesendlauf.

Anfang März musste Max daher zu einem Sichtungslehrgang antreten. Unter den Augen einer vierköpfigen Jury musste Junior beweisen, dass er die Grundkenntnisse des sportlichen Autofahrens beherrscht. Für die, die noch nie oder noch nicht genügend oft, ein Auto steuern durften, bietet der ADAC bei dieser Gelegenheit sogar ein Fahrschul-Auto an.

Trotz einiger Startschwierigkeiten muß sich Max nicht lange mit dem Fahrschulwagen „rumschlagen“. Das Üben mit Omas Corsa und Opas Altea hat sich offensichtlich gelohnt. Obwohl einer der jüngsten Teilnehmer, wedelt Max beim Lehrgang mit einem ansprechenden Tempo durch den Parcours. Der „Kleine“ bewegt den VW Polo an der Haftgrenze und lässt in Kurven sogar das Hinterrad des frontgetriebenen Rennwagens in die Luft steigen.

Rückblick auf den Sichtungslehrgang

 

Das sieht gut aus – der fährt schon länger, vermutet das fachkundige Publikum. Ich kläre das nicht auf. Am Ende des Lehrgangs gibt es die Bestätigung, dass Max im ADAC Slalom Youngster Cup starten darf. Drei weitere Trainingsveranstaltungen hat der ADAC Nordrhein angesetzt, bis am 24. April die Saison im ADAC Slalom Youngster Cup des ADAC Nordrhein startet. Wobei die Teilnahme an diesen Trainingsveranstaltungen für alle Teilnehmer Pflicht ist.

Das Nenngeld liegt – beim ADAC Nordrhein – bei 30 Euro pro Meisterschaftslauf. Dazu kommen Gebühren für den Lehrgang, die Trainingsveranstaltungen sowie die Einschreibegebühr für die Meisterschaft (120 Euro). Zudem benötigen alle Teilnehmer mindestens eine Nationale Lizenz Stufe C des DMSB (25 Euro).

Die erste dieser Trainingsveranstaltungen hat Max inzwischen absolviert. Auf nasser Strecke übrigens, wie unser Video oben im Kopf auf dieser Seite deutlich zeigt. Die nasse Strecke stellte alle Teilnehmer vor eine besondere Herausforderung, denn die Mehrheit der Starter war zuvor noch nie im Regen unterwegs. Noch mehr beeindruckte die Teilnehmer allerdings, dass der ADAC bei dieser Trainingsveranstaltung mit Lance David Arnold einen echten Rennprofi als Instruktor einsetzte. Seine Tipps und Anregungen wurden von den Teilnehmern begierig aufgesogen.

Speed bei der Trainingsveranstaltung

 

1 Kommentar

  1. Danke für die Hinweis, überlege das für meine Tochter auch. Weißt Du, ob es das hier Gera auch gibt?

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