Mit einer Studie nimmt Opel zurzeit Bezug auf den legendären Monza. Für uns Gelegenheit, um auf den Original-Monza zurückzublicken. Denn als Opel das Sportcoupé 1977 auf der IAA vorstellte, spielten die Rüsselsheimer noch in der oberen Mittelklasse mit. Zumindest in den ersten Jahren bot Opel den Monza nur mit Sechszylinder-Reihenmotoren an.

Das machte Eindruck, genauso wie die markante B-Säule, die beim Monza als Überrollbügel ausgelegt war. Und natürlich das Digitaldisplay, das es ab 1983 im Opel Monza erstmals in einem Auto zu bewundern gab. Unser Nachbar, damals Staatsanwalt, später Staatsrat in Hamburg, fuhr einen Monza. Damit galt er 1983 nicht zwingend als Spießer. Sondern, was seine Autowahl betraf, allenfalls als etwas exentrisch.

Opel Monza als Reisecoupé

Erstmals bei Opel waren im Monza, genauso wie bei seinem Bruder Senator, die Hinterräder einzeln aufgehängt. Im Zusammenspiel mit McPherson-Federbeinen vorne sorgte das für optimale Bodenhaftung. Besonders mit dem 3,0-Liter-Spitzenmotor, der 180 PS leistete, waren gute Fahrleistungen möglich. Für den Sprint von null auf Tempo 100 gab Opel 1977 einen Wert von 8,5 Sekunden an.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 215 Kilometern pro Stunde zählte der Monza in der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre auf der Autobahn zu den schnelleren Autos. Dank vollwertiger Sitze im Fond und einem Fassungsvermögen im Kofferraum von 425 Litern galt der Opel Monza als langstreckentauglich. Zumal die große Heckklappe ein einfaches Beladen des Kofferraums ermöglichte.

Studie Opel Monza Concept
Opel-Vorstandsvorsitzender Dr. Karl Thomas Neumann präsentiert die Studie Opel Monza Concept. (Foto: Opel)

Trotzdem wurde der Monza kein großer Publikumserfolg. Am Ende blieb der Monza eine Autoschwalbe, die nur eine Autogeneration lang tanzte. Besonders die Entscheidung, den Wagen ab 1983 auch mit Vierzylindermotoren anzubieten, verwässerte das Image. Opel musste erkennen, dass das Konzept „Soviel Auto wie möglich fürs Geld“ in der oberen Mittelklasse nicht funktionierte. Als 1986 die erste Senator-Generation auslief, endete auch das Kapitel Monza.

Die Studie Opel Monza Concept

Fortgesetzt wird es 2013 mit der Studie Opel Monza Concept. Sie soll die automobile Zukunft bei Opel schon heute greifbar machen. Opel bezeichnet die Studie als Muster, das die nächste Generation von Opel-Modellen nachhaltig beeinflussen wird. Andere Blogger wünschen sich schon, dass die Studie gebaut wird. Auch wenn die bisher zur Verfügung stehenden Fotos enthüllen die Studie noch nicht ganz enthüllen. Damit bleibt der Spannungsbogen erhalten. Denn der Opel Monza Concept soll auf der im September anstehenden IAA im Mittelpunkt des Opel-Stands stehen. Wir sind gespannt!


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Der Opel Monza wurde nach der oberitalienischen Grand Prix Strecke benannt. (Foto: Opel)

Der Opel Monza wurde nach der oberitalienischen Grand Prix Strecke benannt. (Foto: Opel)

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

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