Pro Jahr kommt es in Deutschland zu mehr als 238.000 Wildunfällen. Oft mit fatalen Folgen. Denn die Kollision mit einem Reh, einem Wildschwein oder anderem Wild kann ganz gehörig ins Auge gehen – auch wenn der durchschnittliche Wildschaden „nur“ bei  etwas mehr als 2.400 Euro liegt.

Auch zu meinem Autofahrer-Leben gehören Wildunfälle. Einmal lief mir selbst ein Reh ins Auto, einmal war ich als Beifahrer betroffen. Das war vor gut 20 Jahren, als die hier schreibenden Auto-Blogger noch jung und frisch waren. Christian und ich waren nach einer durchfeierten Nacht in der Morgendämmerung Richtung Heimat unterwegs, als plötzlich gleich mehrere Rehe über die Autobahn sprangen. Christian bremste, konnte jedoch eine Kollision letztlich nicht vermeiden. Kein schöner Anblick, wie zwei der Tiere von Christians Golf getroffen auf der Leitplanke verendeten. Im Nachhinein betrachtet, gehört dieser Wildunfall zu den Geschichten, bei denen uns erst später bewusst wurde, wie viel Glück wir gerade hatte.

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Versicherungstipp

Haarwild-Schäden am eigenen Fahrzeug zahlt Eure Teilkaskoversicherung. Als Haarwild gelten unter anderem Füchse, Rehe und Wildschweine. Um auch bei der Kollision mit Rebhühnern oder Fasanen auf der sicheren Seite zu sein, solltet Ihr darauf achten, dass Euer Versicherer – wie die von uns empfohlene europa-go in ihrem Komfort-Tarif (Werbung) – seinen Schutz auf alle Tiere ausdehnt.
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Nebenbei passt diese Geschichte übrigens hervorragend zu den statistischen Auffälligkeiten, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zum Thema Wildunfälle beobachtet hat. Denn die absolut meisten Wildunfälle passieren morgens zwischen 5 und 8 Uhr sowie abends zwischen 17 Uhr und Mitternacht. Die gefährlichsten Monate sind der Mai sowie der Oktober und der November. Trotzdem sollte sich niemand in den anderen Monaten in falscher Sicherheit wiegen. Grundsätzlich passieren Wildunfälle das ganze Jahr.

Grafik Wildunfälle
Im Durchschnitt kostete ein Wildschaden die Versicherer mehr als 2.400 Euro. (Grafik: GDV)

Dafür, dass die Dämmerung besonders gefährlich ist, gibt es übrigens eine einfache Erklärung. Die Tiere werden durch das Auto-Licht geblendet. Dadurch verlieren sie die Orientierung und laufen dann instinktiv auf die Lichtquelle zu. Daher raten Unfallexperten, die Warnschilder zum Wildwechsel zu beachten. Bei ihrem Passieren sollten Autofahrer gerade in der Dämmerung die Geschwindigkeit verringern und vorausschauend fahren. Sollte dann tatsächlich Wild am Straßenrand auftauchen, bitte unbedingt das Fernlicht abblenden und hupen, um die Tiere zu vertreiben.

Wichtig ist auch, dass Ihr – ähnlich wie Christian damals – in so einer Situation riskante Ausweichmanöver vermeidet. Die Kollision mit einem anderen Auto oder einem Baum birgt in der Regel meist größere Gefahren als der Zusammenprall mit einem Tier. Wenn das Tier bei der Kollision verletzt oder getötet wurde, solltet Ihr es wegen der Tollwutgefahr übrigens nicht anfassen. Das ist Aufgabe des Försters oder Jagdpächters. Den müsst Ihr sowieso in der Regel benachrichtigen. Denn der stellt Euch die Wildbescheinigung aus, die Ihr als Nachweis des Unfalls für Eure Versicherung benötigt.

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