Wiesmann hat vor einigen Tagen Insolvenz angemeldet. Das muss noch nicht das Ende des Sportwagenbauers aus dem Münsterland sein. Denn das Insolvenzrecht hat auch in Deutschland das Ziel, einer Firma und ihren Mitarbeitern einen Neustart zu ermöglichen. Doch dazu muss Substanz vorhanden sein. Die Firma muss das Potenzial haben, irgendwann erfolgreich zu sein.

Das wirft Fragen auf. Denn ist das bei Wiesmann überhaupt der Fall? Was ist die Substanz der Firma? Wofür stehen die Sportwagen aus Dülmen? Sie sehen wie Neuinterpretationen klassischer (britischer) Sportwagen aus. Damit schwimmen sie irgendwie auch auf einer Retrowelle. Doch anders als den etablierten Konkurrenten fehlt ihnen der Link in die Vergangenheit. Denn die Wettbewerber aus Italien und Großbritannien sind alle deutlich älter. Und sie verfügen über eine umfangreiche motorsportliche Vita, die teilweise 100 Jahre zurückreicht. Das sorgt für Bekanntheit und Mythen, die gerade beim Verkauf von Sportwagen hilfreich sind.

Wiesmann kann damit nicht aufwarten

Wiesmann wurde erst 1988 gegründet. Seit 1993 stellt das Unternehmen seine Fahrzeuge in Serie her. Das Unternehmen bezeichnet sich als Manufaktur der Individualisten. Und so blieben die Sportwagen den Nachweis sportlicher Klasse zumindest im Wettbewerb des Motorsports bis heute schuldig. Mit mehr als der Teilnahme am 24-Stunden-Rennen am Nürburgring kann die Firma nicht aufwarten. Mythos ist anders.

Als Alternative setzte Wiesmann von Anfang an auf Prominente als Testimonials. Als Wiesmann 1993 die Fahrzeugproduktion startete, suchten die Gründer beim Tennisturnier in Hamburg-Rotherbaum die Nähe der Tennis-Stars. Später versuchte sich die Firma mit zahlreichen Sonderserien, um Kaufanreize zu setzen.

Irgendwie blieb Wiesmann immer ein Thema für den deutschen Sprachraum. In Düsseldorf, auf Sylt oder in Kitzbühl kann man mit einem Wiesmann sicherlich auffallen. Doch in Monte Carlo, London oder auch in New York, wo Wiesmann noch nicht einmal eine Typzulassung hat, kennt kaum jemand Wiesmann. Und so gelingt hier mit den meist etwas dicklichen Sportwagen der Manufaktur einfach nicht der große Aufschlag.

Das ist aber oft ein wichtiges Thema für den Kauf seines Luxusfahrzeugs. Und ein Problem, das nicht nur Wiesmann hat. Denn auch andere Neugründungen von Sportwagenfirmen der 1980er und 1990er Jahre sind gescheitert. In Frankreich ging Venturi Automobiles nach rund zehn Jahren Pleite. Der Venturi 260 LM ähnelte dem Ferrari 348. Doch der sechs Zylindermotor des Venturi blieb im Grunde immer ein Europa-V6. Nicht gerade verlockend, wenn die Wettbewerber eigene Zwölfzylinder haben.

In Deutschland gelang es weder Gumpert mit dem gnadenlos sportlichen Gumpert Apollo, noch den VW-Teile-Verwendern Artega und YES! sich tatsächlich am Markt etablieren. Ronny Melkus mit seinem modifizierten Lotus Elise mag ich schon fast nicht als Fahrzeughersteller bezeichnen. Erfolgreich war sein Konzept auch nicht.

Am Ende sind all diese Versuche gescheitert.

Den Neugründungen fehlt einfach der Mythos, der Sportwagen zum richtigen Sportwagen macht. Das unterscheidet die „Unbekannten“ Namen von den bekannten Namen. McLaren kann auf 50 Jahre Motorsport zurückblicken und besitzt damit die Kompetenz als Sportwagenbauer tatsächlich akzeptiert zu werden. Bugatti hat eine unglaubliche Vorkriegsgeschichte. Und zumindest seit die Neugründung Bugatti zu VW gehört funktioniert das Konzept. Weil es als Imageträger für den gesamten Konzern dient, sich wirtschaftlich wohl nicht alleine tragen muss.

Insofern sind die 25 Jahre, die sich Wiesmann am Markt halten konnte, schon ein Erfolg. Trotzdem ist die Geschichte jetzt vielleicht zu Ende, wenn nicht ein Hersteller wie BMW die Marke als Imageträger aufnimmt.

14 Kommentare

  1. Interessante Argumentation. Ob es aber wirklich an der Motorsport-Vita liegt? Was ist mit Koenigsegg, Pagani, Noble? Alles kleine Nischenhersteller, die nie nennenswert im Motorsport mitgemischt haben und offenbar stehen sie trotzdem „recht stabil“ da.

    Eine sinnvolle Argumentation habe ich freilich auch nicht parat. Die Schwierigkeit für solche Projekte scheint offenbar zu sein: wie erlange ich in den kaufkräftigen Kreisen Bekanntschaft? Unter Fahrzeugfans und Car-Nerds sind die Dinger jedem bekannt, aber zahlende Kunden gibt es trotzdem keine. Das passt zu deinem „Monaco-Argument“ und würde den Schluss nahelegen: entweder baue ich einen außergewöhnlichen, leichten, kleinen und damit günstigen Sportwagen, für den ich eine große potenzielle Käuferschicht erreiche, oder ich baue ein so abgefahren exklusiv-teures Teil (siehe Koenigsegg), dass sich die Leute in Monaco die Finger danach lecken, so ein Ding zu besitzen, um zu zeigen, wer sie sind.

    Das klingt nach einer sehr bescheidenen Situation, aber ist es letztlich nicht vielleicht so?

    • Ja, Sebastian Koenigsegg macht es, wie Du geschrieben hast, über richtige Exklusivität. Schon der Preis schließt, anders als bei Wiesmann, den örtlichen Bauunternehmer aus. Pagani ist ähnlich und hat zudem wenigstens Topzeiten auf der Nordschleife zu bieten.

      Noble macht es mit dem Weglassen. Hat also so wie due zwei anderen genannten auch ein USP. Aber ob das auf Dauer reicht?

  2. Peter P. Odermatt Reply

    Im Nachhinein ist man immer klüger und Besserwisser, wie im Artikel, gibt es dann viele. Der Schreiberling selbst dürfte damit aber kaum richtig liegen. Aktiver Motorsport ist nie ein Argument für den Kauf eines solchen Fahrzeugs. Und der Mythos WIESMANN steht – dies im Gegensatz zur Meinung des Verfassers des Artikels. Darüberhinaus wird Wiesmann wohl auch in Zukunft existieren, denn potentielle Übernehmer stehen parat. Totgesagte leben länger…

    • Mythos und Wiesmann passt für mich leider nicht zusammen. Es war ein Marketingkonzept, das aber offensichtlich am Ende nicht (mehr) genügend Kunden erreicht hat. Mehr nicht IMHO.

  3. werisdasdenn Reply

    Als Fahrer eines Wiesmann moechte ich zum Mythos Wiesmann folgendes sagen:
    Ich würde „IHN“ wieder kaufen!
    Als junger Mann wurde ich in den 90gern weder von Porsche, Mercedes oder BWM angesprochen. Andere „Automobile-Nerds“ oder „Auto-Fan(atikern) auf alternativen hingewiesen, bin ich über Toyota, Alpina, Audi RS zu Wiesmann gekommen.
    Welcher andere Hersteller, oder welche andere Manufaktur kann so viel Exklusivität im noch bezahlbaren Segment anbieten?
    Muss ein besonderes Fahrzeug Motorsport Geschichte geschrieben haben um akzeptiert zu werden? Dann ist es Einfach:
    Mann verdoppele den Preis, stecke die Differenz in zahllose vergebliche Versuche im Motorsport und nenne sich eine Legende.
    Ich würde mir lieber einen Kleinwagen kaufen bevor ich auf die Automobile Stangenware wie Porsche, Benz oder BMW zurückgreifen würde.

    • Ich sage ja nicht, dass man nicht zu diesem Ergebnis kommen kann. Trotzdem reicht mir „nur“ Gefallen nicht zum Mythos. Für mich sind die deutschen Neugründungen „leblos“. Ein Grund ist IMHO, dass die geschichtslos sind.

      PS: Ich fühle mich im bezahlbaren Bereich bei Lotus besser aufgehoben, auch wenn da die Exklusivität nicht so groß ist.

  4. ….irgendwie hat wiesmann das gleiche ereilt wie der Nürburgring, plötzlich zu groß zu protzig, zu schlecht finanziert und zu wenig Nachfrage beim falschen Management.

    dieser satz stammt nicht von mir – bis auf die aussage „protzig“. möchte ich mich ihm
    anschliessen.

    in ihrem basis-artikel wird das ursache so dargestellt, also ob hier ein problem das fundamental in einer fehlenden markenhistorie gründet. ich würde diese aussage unterstützen wenn sie diese noch um folgende aussage ergänzen: um die mit der „neuen“ produktion – und dem „neuen“ management angestrebten jahresstückzahlen zu erreichen (es wird gemunkelt das sich mit der „neue“ fertigung locker der ausstoß verdoppeln lassen könnte) müsste eine „grosse marketingstory“ erzählt werden. eine glaubwürdige, gewachsene historie würde hierzu bestimmt viel kreativen Input liefern.

    jedes angebot sucht sich seine nachfrage – eine alte Weisheit der markt-strategie.
    hier ist zu bewundern, wie es den wiesmann- brothers gelungen ist, mit
    ihrem tollen nieschenprodukt einen so dankbaren teil des automobilen premium-
    marktes zu emotionalisieren.

    ich glaube, das hier der mensch das problem ist. der mensch, der oft gier-getrieben
    agiert, emotions geleitet handelt und nicht in opportunitäten denkt.

    hätte wiesmann es bei der kleinen aber feinen manufaktur belassen, ein moderates
    wachstum anvisiert, ohne gewaltige, notwendig werdende ausgaben für forschung
    und marketing vor sich herzuschieben, hätten wir heute villeicht nicht den anlass zu diskutueren.

    dennoch: wer träumt nicht davon, in seinem geliebten markt etwas zu erreiche, was
    für unmöglich gehalten wird. das produkt wiessmann hat das zeug dazu. für mich
    menschlich verständlich.

    was für eine rolle spielen die wachstums- und absatzerwartungen der gründer, der kapitalgeber um die heutige situation darzustellen?

    ….. irgendwie hat wiesmann das gleiche ereilt wie der Nürburgring, plötzlich zu groß zu protzig, zu schlecht finanziert und zu wenig Nachfrage beim falschen Management.
    (dieser satz stammt nicht von mir)

    • Ich habe ja bewusst nur auf die fehlende Tradition abgestellt. Denke aber auch, dass das Konzept „Wiesmann“ seit dem Neubau und den damit verbundenen Finanzierungskosten immer weniger wirtschaftlich aufgegangen ist.

      • meine statement zielt in eine andere richtung. der neubau wurde vermutlich gebaut um wesentlich grössere stückzahlen zu schaffen. das es soweit kommen konnte, um über einen neubau nachzudenken ist wohl die folge begeisternder produkte. eine tolles pull marketing tat sein übriges dazu.

        um die die kapazitäten für den neunebau auszulasten hätte sich wohl die marketingstrategie in ein push konzept verwandeln sollen. viel höhere investitionen in das marketing fliessen müssen. dann hätte man sich aber schon wieder in einen offensive verdrängungswettbewerb um marktanteile begeben. ob wiessmann hier bestehen hätte können? – gegen die grössen
        der branche?

        nun wäre es zu wünschen, das die herren aus dülmen mit wiesmann auf dem boden landen, dort wieder neu starten – und die kleine manufaktur
        wie in alten zeiten betreiben. ohne einen selbstauferlegten wachstumsdruck.
        lieber mehr inovationen an den modellen, höhere preise, und selektive
        kunden ansprache. ein wiessmann ist für viele ein dritt oder viert fahrzeug.
        ob diese exclusive selection 20 od. 30 tde mehr kostet, wird die kaufentscheidung in eine. geringen masse beeinflussen. abee einen wiessmann zu fahren war schon immer was besoderes. um sich vom 11er
        einheitsbrei abzuheben wirdin diese attraktive mf alternative gerne der ein oder andere eur investiert.

        auf das die. gekos sich noch lange auch den felgensternen der
        styling-ikone. aus dülmen drehen 🙂

  5. werisdasdenn Reply

    Leider sind hier alle Antworten irgendwie richtig.
    Wachstum kann eine Lösung sein, aber nur wenn es funktioniert.
    Oft funktioniert es aber auf Grund der Marktentwicklung nicht.
    Sollte es scheitern, wird jeder sagen: „musste ja passieren die bekamen den Hals nicht voll“ oder „falscher Zeitpunkt“ oder „falsches Marketing“ oder oder oder.

    Das Konzept aus den 80gern eine klassische Karosserie und moderne Technik zu kombinieren hat heute noch Bestand.
    Retro ist in.
    Und eines sollten wir nicht vergessen:
    Sport wird „Mitgeliefert“.
    Für meinen Teil, mein MF4 ist seit April mein „daily driver“ das wird bis Ende Oktober so bleiben. Ich liebe es das Fahrzeug zu bewegen.
    Schaut euch auch mal die Rundenzeiten auf dem Sachsenring an: Quelle Auto Bild Sport Cars
    1. Geiger Corvette ZR1 = 1:30,74 min
    10. Wiesmann MF5 GT = 1:34,14 min
    23. Audi R8 V10 Plus = 1:35,64 min
    27. Nissan GTR (550 PS) = 1:35,70 min
    31. Mercedes SLS AMG GT = 1:36,10
    Um dem Einheitsbrei zu entfliehen, ja das ist schon ein Luxus es zu können, muss man ein wenig tiefer in die Tasche langen 😉
    Das Konzept scheint also zu funktionieren, zumindest fahrtechnisch. Für meinen Teil würde ich es Wiesmann wünschen das es auch finanziell klappt.

  6. Wäre schön, wenn Artega, Wiesmann und Melkus sich zusammen tun und in Kleinserie ihre Autos vertreiben. Solche individuell angefertigte Fahrzeuge haben schon ihren Reiz, da spielt das Sportliche und Leistung keine wesentliche Rolle. Es geht nicht um Sekunden, sondern, darum, dass man gute Manufakturware hat welche nicht millionenfach vom Band läuft.
    Wiesmann ist für mich aber optisch nicht ansprechend. So einen Artega könnte ich mir aber vorstellen zu kaufen.

  7. Universal Exports Reply

    Die fehlende Historie ist sicher ein Grund für das Scheitern. Aber wie bei jedem anderen komplexen Sachverhalt gibt es auch hier, aus meiner Sicht, zahlreiche Faktoren.

    Ein großer Fehler erscheint mir die Modellpolitik in den letzten Jahren. Hat auch nichts mit „hinterher ist jeder der klügere“ zu tun. In Foren war das lange vor der Insolvenz Konsens.
    Dass BMW den S54-Motor, mittlerweile eine rund 15 Jahre alte Konstruktion, nicht bis in alle Ewigkeit anbieten wird, dürfte jedem klar gewesen sein. Und das der neue N54-Motor (bzw. dessen Nachfolger) nicht in das Gitterrohrrahmen-Chassis des MF3 hineinpasst war auch schon lange klar. Seit 2006, so lange gibt es diese Motorgeneration mittlerweile. Trotzdem lief der MF3, als verhältnismäßig günstiges Einstiegsprodukt, als Stückzahl- und Umsatzbringer vor gut zwei Jahren ohne Nachfolger aus. Porsche hat den Boxster, Ferrari den California, Aston Martin den V8 Vantage. Zu glauben, ohne ein Einstiegsprodukt auszukommen, mit dem man Neukunden an die Marke heranführen zu können ist Wahnsinn.

    MF4 und MF5 unterscheiden sich nur durch die Leistungsdaten, die sonstige Differenzierung konnte mir nicht mal ein Wiesmann-Mitarbeiter auf dem Auto Salon in Genf 2011 schlüssig erklären. Gerade beim MF5 bewegt man sich auch preislich in Regionen in den ganz andere Kaliber interessant werden.
    Der Trend geht zum Alltags-Sportwagen. Selbst mit einem Ferrari 458 kann man relativ bequem zum Bäcker fahren, Mittags auf dem Track richtig ernst machen und Abends mit seiner Freundin ganz zivilisiert ins Kino fahren. Die Wiesmänner decken dieses Spektrum nicht ab. Den Preis eines MF3 gibt man vielleicht noch für ein Auto ohne Nutz- und Alltagswert aus. Hier steht das gebotene (gute Fahrleistungen, ein Höchstmaß an Individualität) auch in Relation zum Preis. Für die Viertelmillion Euro, die der MF5 neu kostet, bekommt man aber Fahrzeuge die alles besser können. Die Verkaufszahlen belegen das.

    Aus meiner Sicht wäre Wiesmann mit der Entwicklung eines neues Einstiegsmodells besser gefahren, als mit dem schicken Neubau. Nachdem Tesla den Roadster nicht mehr baut, wurde doch die prädestinierte Nische für den Einstieg in den US-Markt frei. Tesla bekommt die neue Limousine in Californien aus den Händen gerissen, baut den Roadster allein aus Kapazitätsgründen nicht mehr. Ein MF-E mi 300 PS E-Maschine wäre dort doch fast zum Erfolg verdammt. Vielleicht ließe sich eine E-Version sogar auf Basis des MF3 realisieren…?
    Ob Wiesmann mit BMW, als Partner für Verbrennungsmotoren, mittelfristig gut beraten ist, wage ich auch zu bezweifeln. Aston Martin kooperiert jetzt mit AMG. Deren Vierzylinder wird in der Motorpresse hoch gelobt und klingt phantastisch. Mit 360 PS dürfte er im MF eine gute Figur machen. In dem Segment sehe ich auch das meiste Potential für Wiesmann. Jaguar sieht das offenbar ähnlich, haben sie doch gerade den F-Type in diesen Bereich rein entwickelt.

    Klar, ich kann jetzt die Unkenrufe hören. Elektrotriebwerke und Vierzylinder passen nicht zu Wiesmann. Doch auch SUVs und Limousinen haben angeblich nicht zu Porsche gepasst, trotzdem geht es denen blendend. Ferrari baut mit großen Erfolg einen Shooting Brake mit Allrad. Bentley werkelt an einem SUV. Und BMW gibt es trotz Dreizylindern und Frontantrieb auch noch.

    Auch in bin großer Wiesmann-Fan. Trotzdem bewahrheitet sich hier leider der alte Spruch: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.

    • Danke für den umfangreichen Kommentar. Natürlich ist die fehlende Geschichte nur ein Aspekt. Nur wenn eben genau diese fehlt, muss das Produkt um so besser schmecken. Und genau da hast es dann wohl genauso gefehlt.

      Spannend wäre gewesen, ob Wiesmann BMW beim Downsizing gefolgt wäre und den kommenden 3-Zylinder-Turbo verbaut hätte.

  8. Ich habe mit grossem Interesse alle Beiträge gelesen und finde irgendwie alle Prognosen richtig. Ich kann zwar nur für mich sprechen, aber ich denke es wird vielen genau gleich gehen wie mir. Wenn ich so viel Geld auf den Tisch lege um Sportwagenfeeling zu haben, greife ich eher auf eine traditionelle Marke zurück die sich bewiesen hat, und kaufe sicher keinen Fieberglas Bootsrumpf mit einem BMW Motor… (ganz zu schweigen davon, das mich die Wiesmann Karosserieform auch nicht anspricht, aber das ist und bleibt eben Geschmacksache…) Aber ich denke, das geht eben vielen genau SO! Ich gebe dann lieber Geld aus für einen echten Klassiker (egal ob Amerikaner oder Italiener), als für einen auf Retro gepimpten Pseudo-Engländer, der seine Daten betreffend Leistung und Fahrverhalten aus dem Hause BMW verdankt. Sicher besticht der Wiesmann durch Individualität, aber letztendlich ist es mir als Käufer egal ob alles handverklebt und handgenietet ist, oder weil man im Werk auf Robots verzichtet – und darum die Arbeiter alles durch die Gegend tragen… Wenn ich so zur Kasse gebeten werde, würde ich alles kaufen, aber keinen Wiesmann… Und da bleibt ein Statement hier besonders hängen von einem meiner Vorredner – es fehlt das günstige Einstiegsmodell, so das man günstig als Interessierter mit Vorurteilen gegenüber der Marke aufräumen kann und einen Finanziell verschmerzbaren Versuch und Lust auf die Marke ermöglicht… Das haben eben Fahrzeugbauer mit 30-50 Jahren Firmengeschichte nicht nötig… Und Exclsuivität, hat nichts mit Motorsportgeschichte zu tun… Ist mir persönlich total Latte wo was gefahren wurde… Exclusiv und teuer – gern, aber dann bitte auch gerechtfertigt! Und genau dem Beweis, ist Wiesmann mir schuldig geblieben… Und mich wundert diese Situation betreffend „Game Over“ nicht… Auch wenn ich es traurig finde! MFG

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