Montag und Dienstag dieser Woche war die Sportwagen-Weltmeisterschaft am Nürburgring zu Gast. Als Vorbereitung für den WM-Lauf, der in gut fünf Wochen an gleicher Stelle über die Bühne geht, traten einige der WM-Teilnehmer zu Testfahrten an. Immerhin 20 Fahrzeuge nutzen die Gelegenheit, um bereits jetzt an der richtigen Abstimmung für das Rennen auf der Grand Prix Strecke des Nürburgrings zu arbeiten. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um Fotos vom WEC Training am Nürburgring geschossen.

Wer fuhr in der LMP1?

Die Werksteams von Audi, Porsche und Toyota schickten jeweils einen ihrer LMP1-Hybrid in die Eifel. Loic Duval im Audi R18 e-tron quattro Hybrid sicherte sich während der beiden Testtage die beste Rundenzeit. Der Franzose umrundete den 5,137 Kilometer langen Kurs in 1.37,456 Minuten. Porsche legte während der beiden Testtage 1.275 Kilometer zurück. In Kenntnis des Eifelwetters, das auch Ende August immer für einen Schauer gut ist, rückten die Zuffenhausener dabei auch am nassen Montag regelmäßig aus. Am trockenen Dienstag wirkte Toyota am fleißigsten, irgendwie war der Toyota TS040 HYBRID ständig auf der Strecke.

Durch Abwesenheit glänzte Nissan. Offiziell zog es das Team vor, in Ruhe in den USA zu testen. Ich bin gespannt, ob wir den LMP1 mit Frontantrieb jemals wieder an der Strecke sehen werden. Unsere Zweifel an der Zukunft des Nissan GT-R LM Nismo haben wir ja bereits vor ein paar Tagen hier im Blog formuliert. Von den privaten LMP1 war nur das Team ByKolles in der Eifel. Nach dem verspäteten Saisonstart und der Disqualifikation bei den 24 Stunden von Le Mans war die Mannschaft von Colin Kolles sichtlich bemüht, endlich mal ein paar Kilometer auf den CLM P1/01 zu bekommen.

Welche LMP2 waren vor Ort?

Bei den LMP2 dominierten zahlenmäßig die Ligier JS P2. G-Drive und Extreme Speed Motorsports waren mit drei der französischen Sportwagen in der Eifel unterwegs. Dazu fuhr das Team SARD Morand den Test mit einem seiner Morgan Evo. Und im Oreca 05 des Teams KCMG, dem diesjährigen LMP2-Klassensieger der 24 Stunden von Le Mans Rennes, drehte mit Nick Tandy ein amtierender Le Mans Gesamtsieger am Lenkrad. Tandy, der vor einen Monat in Frankreich im siegreichen dritten Porsche unterwegs war, kehrte damit in die LMP2 zurück.

Strakka Racing rückte in der Eifel mit einem Gibson 015S – Nissan aus. Nach der Bekanntgabe der neuen LMP2-Regeln, die die Anzahl der Konstrukteure in dieser Klasse limitieren, plant das Team die Rückkehr in die LMP1. Der bisher vom Strakka eingesetzte Dome S103 wird dazu zum Testträger umfunktioniert. Die weiteren WM-Läufe wird das Team mit einem Gibson-Nissan (ehemals Zytek) bestreiten. Das Chassis des Fahrzeugs war zuvor bei Greaves im Einsatz und wurde für den Einsatz bei Strakka neu aufgebaut. Nach einem Rollout auf einem Flugplatz in Großbritannien fuhr das Team am Nürburgring erstmals mit dem Fahrzeug auf der Rennstrecke.

Wie sah es bei den LMGTE aus?

Bei den LMGTE-Pro-Fahrzeugen probten je zwei AF Corse Ferrari F458 Italia sowie zwei Manthey Porsche 911 RSR den Ernstfall. Dazu schickte Aston Martin einen Vantage V8 auf die Piste. Die gleiche Fahrzeugverteilung gab es bei den LMGTE-Am-Fahrzeugen.

Unsere Fotos vom WEC Training am Nürburgring

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