Auto-News

Welcome back – Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May

Jetzt ist es raus: Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May werden bei Amazon Prime mit einer Auto-Show auf dem Bildschirm weitermachen. Mit einem kurzen Tweet gab Kultmoderator Jeremy Clarkson jetzt das Comeback bekannt. Inzwischen bestätigte Amazon die Verpflichtung. Die Zukunft liegt also auch hier im Netz!

Damit ist das Trio, das in den vergangenen zwölf Jahren die Autosendung Top Gear zur Cash-Cow des Senders BBC machte, auch auf dem Bildschirm wieder vereint. Auf der Bühne waren die drei Moderatoren auch nach dem Abschied von der BBC weiter zusammen tätig. Dem Abschied vorausgegangen war ein körperlicher Angriff Clarksons gegen den Produzenten Oisin Tymon. Den Moderator hatte entzürnt, dass es nach einem langen Drehtag kein warmes Essen gab.

Die BBC setzte daher Jeremy Clarkson den Stuhl vor die Tür. Seine Kollegen Richard Hammond und James May verzichteten daraufhin auf eine Verlängerung ihrer auslaufenden Verträge. Über die neue Bildschirmheimat von Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May gab es in den vergangenen Wochen bereits viele Gerüchte.

Die Bühnenshow-Tournee „Top Gear Live“ lief in den vergangenen Wochen in Australien bereits unter dem Titel „Clarkson, Hammond and May Live“. Es wird angenommen, dass das auch der Titel ihrer Sendung bei Amazon sein wird. Vereinbart ist, dass das Trio zunächst drei Staffeln für Amazon produziert. Im März 2016 soll die erste Staffel bei Amazon Prime verfügbar sein.

Bei ihrer neuen Aufgabe erhalten die drei ehemaligen Top Gear Moderatoren Unterstützung von Andy Wilman. Der Schulfreund und enge Wegbegleiter von Moderator Jeremy Clarkson moderierte Top Gear von 1994 bis 2001. Wilman gilt als Erfinder der Figur des Rennfahrers „The Stig“, die als eines der Markenzeichen der Sendung gilt. In den vergangenen Jahren war Wilman als Produzent für Top Gear verantwortlich.

Die Verpflichtung von Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May dokumentiert den Wandel der TV-Landschaft.

Alle wichtigen Video-on-Demand-Anbieter sollen übrigens versucht haben, das Trio zu verpflichten. Neben Amazon wurde auch Netflix ein großes Interesse an der Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Top Gear Trio nachgesagt. Sie wollen mit der Sendung ihr Pay-TV-Geschäftsmodell auch in Ländern etablieren, die bisher zurückhaltend auf Bezahlfernsehen reagieren.

Die Verpflichtung von Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May zeigt nebenbei, wie sich die TV-Landschaft verändert. Die weltweit operierenden Video-on-Demand-Anbieter werden zu ernsthaften Playern, die mit eigenen Formaten die nationalen TV-Sender unter Druck setzten. Dabei ist die Zeit des Experimentierens langsam vorbei. Denn die Anbieter besetzten konsequent lukrative Lücken, um Fans abseits klassischer Sendestrukturen eines feststehenden Programms mit Unterhaltung zu bedienen.

Das kann gerade mit einer Auto-Sendung nach dem Vorbild von Top Gear funktioniere. Denn die bisherige Sendung der drei Moderatoren war weltweit ein Erfolg und ein Klassenschlager der Sendeanstalt BBC. Den Kosten von rund 18 Millionen Pfund pro Staffel standen Erlöse in Höhe zehnfacher Höhe entgegen. Geld, das der öffentlich rechtlichen Sendeanstalt BBC, über den politisch in Großbritannien viel diskutiert wird, in den kommenden Jahren schmerzlich fehlen wird.

Gleichzeitig wird spannend, wie das lose Mundwerk von Jeremy Clarkson in einem amerikanischen Unternehmen funktioniert. Irgendwie habe ich gerade ein langes „Piep“ im Ohr.

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