Eigentlich hatte ich an dieser Stelle heute einen Hintergrundbericht zur Vorstellung des neuen Škoda Superb in Prag vorgesehen. Doch eine fiese Grippe verhinderte kurzfristig meine Reise nach Prag. So kann ich nun nur vom heimischen Schreibtisch aus über die Neuauflage des Spitzenmodells der Tschechen berichten.

Vor einem Jahr zeigte Škoda auf dem Automobilsalon in Genf die Studie VisionC. Sie gab einen deutlichen Hinweise darauf, wie sich die Tschechen die optische Weiterentwicklung der Marke Škoda vorstellen. Mit dem gestern Abend in Prag enthüllten neue Škoda Superb setzt Škoda die mit dem VisionC definierte Designsprache erstmals in der Serie um.

Wobei strenggenommen der neue Škoda Superb die Studie VisionC ist. Auch wenn das Serienfahrzeug nicht ganz so geduckt wie zuvor die Studie wirkt. Verantwortlich für den Unterschied ist hauptsächlich das geänderte Heck. Es fällt beim Superb nicht so stark ab wie beim VisionC. Zudem stand die Studie auf größeren Felgen mit sehr flachen Reifen, das unterstützte die coupéhafte Anmutung.

Skoda VisionC
Die Studie Skoda VisionC war unverkennbar ein Vorbote des neuen Skoda Superb

Die anderen Modifikationen betreffen überwiegend Details. Der neue Superb hat klassische Türgriffe, die der Vision fehlten. Und auch die Scheinwerfer und Außenspiegel sowie die Fenstereinfassungen modifizierten die Designer auf dem Weg zum Serienmodell. Insgesamt kommt der neue Superb wesentlich eigenständiger daher, als das seine Vorgänger durften. Die erste Generation war ihrem Bruder VW Passat wie aus dem Gesicht geschnitten. Die zweite Generation des Superb litt, zumindest als Limousine in meinen Augen, immer unter den etwas ungewöhnlichen Proportionen.

Skoda Superb
So sieht der neue Skoda Superb aus.

Ungewöhnlich gestaltet sind die Lichteinheiten des neuen Škoda Superb. Sie verfügen in ihrem Inneren über eine kristalline Leuchtengrafik. Die Dreiecksformen und die dreidimensionalen Konturen sollen ebenfalls die Eigenständigkeit der Marke Škoda unterstreichen. Denn sie orientieren sich an der traditionsreichen böhmischen Glashandwerkskunst. Auf mich wirkt das etwas gekünstelt. Der Škoda Superb verfügt auch ohne diese Spielerei über genügend Eigenständigkeit.

Lichteinheit am Skoda Superb
Moderne Scheinwerfer benötigen den Raum nicht für Reflektoren. Das gibt Raum für Spielereien.

Denn gedanklich gehört der neue Škoda Superb weiterhin der automobilen Mittelklasse an. Doch das Äußere des Tschechen erinnert etwas an Fahrzeuge wie die Mercedes-Benz CLS-Klasse, das BMW 6er Gran Coupé und vor allem den Audi A7 – alles gedanklich Vertreter der automobilen Oberklasse. Das passt, weil der Superb im Innenraum – zumindest von seinen Abmessungen her – schon länger in ihrer Liga spielt. Wie seine Vorgänger überzeugt auch der neue Škoda Superb mit einem Platzangebot, das über die Maßstäbe seiner Fahrzeugklasse hinausgeht.

Diese Größe ist ein Alleinstellungsmerkmal, dass Škoda mit der dritten Generation des Superb weiter ausbaut. Denn im Vergleich zum Vorgänger wuchs das Raumangebot nochmals. Fahrer und Beifahrer genießen im neuen Modell 39 mm mehr Ellenbogenbreite und auch mehr Kopffreiheit als im Vorgänger. Die Kniefreiheit auf der Rückbank beträgt 15,5 Zentimeter. Damit bleibt der Superb eines der wenigen Modelle indem Fahrgäste selbst hinter mir als Fahrer komfortabel sitzen können. Trotz der deutlich sportlicheren Formgebung als bisher wuchs das Kofferraumvolumen nochmals um 30 Liter auf jetzt 625 Liter Ladevolumen an.

Skoda Superb
Skoda Superb gestern Abend bei der Premiere in Prag (Fotos: Skoda)

Umfangreich ist auch das Angebot der zur Verfügung stehenden Antriebs- und Motorisierungsoptionen. Insgesamt acht Motoren stehen zur Auswahl. Alle Maschinen verfügen übrigens serienmäßig über Start-Stopp-Technik und Rekuperation. Von 120 PS im 1,6 Liter großem TDI bis 280 PS im 2,0 TSI reicht die Leistungspalette im neuen Superb. In Verbindung mit dem optional angebotenen DSG-Getriebe sowie der Allrad-Option ergeben sich 17 unterschiedliche Antriebsvarianten.

In Juni folgt die Markteinführung in Deutschland. Ich werde mir den Superb vorher in Genf noch mal persönlich ansehen. Dann gibt es auch ein Foto für meinen Instagram-Kanal. Bis dahin bleibt Euch aber die Möglichkeit, sich bei Thomas oder Moritz etwas zur Premierenfeier anzusehen.

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