Viele Rennfahrer leben nur im Hier und Jetzt. Sie wissen oft nur wenig über die Geschichte ihres Sports. Oftmals kennen sie nur die Idole ihrer Jugend. Das geht auch anders, wie Emerson Fittipaldi als Gastautor bei den Kollegen der Speedweek dokumentiert.

Ayrton Senna, 1988 (Foto: Gabriele, CC-By-2.0)Ja, die Speedweek gibt es noch, irgendwie zumindest. Das Projekt Motorsport-Wochenzeitschrift scheiterte. Der Versuch eine Publikation auf Papier herauszubringen, hatte trotz der Finanzierung durch Red Bull keine große Zukunft.

Seit dem Ende der Printausgabe lebt der Name Speedweek online weiter. Doch der große Wurf ist den Verantwortlichen bisher nicht gelungen. Die Webseite wirkt konzeptlos. Das ist schwer nachvollziehbar.

Denn ich bin davon überzeugt, ein richtig gutes Online-Magazin würde sich an die inzwischen zahlreichen Tablet-User sogar verkaufen lassen. Red Bull beweist mit dem Red Bulletin wie das Format (technisch) aussehen könnte. In Verbindung mit der gut vernetzten Motorsport-Redaktion der Speedweek könnte die Speedweek so tatsächlich funktionieren.

Denn die Verantwortlichen sind in der Motorsport-Szene tief verwurzelt. Das sorgt von Zeit zu Zeit für richtige Highlights. Gestern zum Beispiel würdigt Emerson Fittipaldi, selbst einer der ganz großen seiner Zeit, für die Speedweek den größten Rennfahrer aller Zeiten.

Dabei beweist der Brasilianer eine Fachkenntnis, die heutigen Grand Prix Stars oft völlig fehlt. Entstanden ist ein sehr lesenswerter über Ayrton Senna und andere Grand Prix Stars. Denn Fittipaldi beschäftigt sich in seinem zum Teil sehr persönlichen Artikel auch mit Tazio Nuvolari, Achille Varzi und Bernd Rosemeyer. Emmo vergißt auch den unerreichten Juan Manuel Fangio und den großartigen Jim Clark nicht. Würdigt Jackie Stewart als den Rivalen seiner F1-Karriere, den er am meisten schätzt.

Kurzum, insgesamt ist das, was Emerson Fittipaldi in der Speedweek schreibt, extrem lesenswert!

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