Wie würden die Boliden der Gruppe B heute aussehen? Local Motors, das Open Source Auto Projekt, stellt ruft Designer auf, ihre Antwort auf die Frage zu gestalten.

Die Gruppe B fasziniert bis heute die Motorsportfans. „Dank“ freizügiger Regeln und geringer Homologationshürden entstanden nach der Einführung der Fahrzeugklasse 1982 innerhalb kurzer Zeit die sogenannten „Gruppe B Monster“. Nach dem tödlichen Unfall von Henri Toivonen und seinem Beifahrer Sergio Cresto bei der Rallye Korsika 1986 wurde deutlich, dass diese GT-Fahrzeuge fast unbeherrschbar waren.

Mitte 1986 hatte die FIA die Einsicht. Die Regelhüter schrieben die Rallye-Weltmeisterschaft ab 1987 nur noch für die vergleichsweise zahmen Gruppe-A-Fahrzeuge aus. Die Gruppe-B-Fahrzeuge wurden in den Rallycross verbannt. Was bleibt, ist die Erinnerung an genauso spektakuläre wie gefährliche Rennfahrzeuge, die die Grenzen des Machbaren ausloteten.

Was wäre wenn die Gruppe B nicht verboten worden wäre?

Local Motors stellt jetzt die Frage, wie Gruppe-B-Fahrzeuge wohl heute aussehen würden. Das Open-Source-Autoprojekt fordert in einem SketchWall Challenge genannten Wettbewerb Designer dazu auf, ihre Entwürfe einzureichen. Local Motors hat sich dazu die Geschichte ausgedacht, dass die FIA die Rückkehr der Gruppe B beschlossen habe. Ab April 2016 sollen – so das theoretische Szenario – die Monster wieder in der Rallye-Weltmeisterschaft antreten.

Aufgabe der Designer ist, ein Gruppe-B-Rallye-Fahrzeug zu zeichnen. Wie vor 30 Jahren dürfen nur Fahrzeuge eingesetzt werden, von dessen Straßenmodell mindestens 200 Exemplare gebaut wurden. Im Wettbewerb sind übrigens ausschließlich Zeichnungen gefragt. Für Photoshop-Künstler ist der Wettbewerb nicht die richtige Heimat. Bis heute konnten Designer ihre Entwürfe einreichen. Ab heute lässt Local Motors die Fans abstimmen, welcher der knapp 60 Entwürfe diese SketchWall Challenge gewinnt.

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