Es gibt Nachrichten, die wirklich überraschen. Der Start der WTCC im Rahmenprogramm des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring ist so ein Fall. Erstmals seit 1983 plant eine FIA-Weltmeisterschaft die Rückkehr in die Grüne Hölle. Vorbehaltlich einer Entscheidung des FIA-Weltrats soll die Tourenwagen-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr am Donnerstag vor dem 24h-Rennen auf der Nordschleife um die Wette fahren.

Der ADAC Nordrhein und WTCC-Veranstalter Eurosport Events Ltd. schlossen im Vorfeld des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring, das heute gestartet wird, eine entsprechende Vereinbarung. Sie umfasst einen Dreijahresvertrag, der zurzeit noch unter Vorbehalt steht. Denn offen ist, ob die FIA für den Lauf die Regeln der WTCC ändert.

Bisher werden die Rennen der WTCC als Sprintrennen ausgetragen. Pro Renntag stehen zwei Läufe über rund 60 Kilometer Renndistanz an. Diese Distanz wäre auf der Nordschleife in 2 ½ Runden erreicht. Daher soll es für den Auftritt am Nürburgring eine Sonderregelung geben. WTCC-Veranstalter Eurosport Events Ltd. plant ein Rennen über fünf Runden mit Pflichtboxenstopp.

Sowohl für den ADAC als auch für die WTCC wäre ein Rennen auf der Nordschleife eine großartige Geschichte. Mit Ausnahme des 24h-Classic kann das Rahmenprogramm seit einigen Jahren nicht mehr mit dem Glanz früherer Tage mithalten. Legendär die DTM-Rennen im Rahmenprogramm des 24-Stunden-Rennens.

Von 1988 bis 1993 trat die DTM auf der schwierigen Strecke an. Das war in Deutschlands wichtigster Tourenwagenserie die Zeit der seriennahen Gruppe-A-Rennwagen, die bis heute die Grundlage für die WTCC-Fahrzeuge des FIA Super 2000 Reglements darstellen. Daher sollten die Autos der WTCC – anders als die aktuellen Prototypen der DTM – eigentlich ganz gut auf die Nordschleife passen.

Die Fahrer begrüßen den geplanten Schritt der WTCC auf die Nordschleife. Tom Coronel, der bereits einige Rennen auf der Nordschleife gefahren ist, bezeichnet den Plan als den ultimativen Traum für WTCC-Piloten. Für Rob Huff ist die Vorstellung mit dem WTCC die Nordschleife in Angriff zu nehmen, atemberaubend.

Nehmen wir mal an, dass die FIA den Wünschen des ADAC und der WTCC entgegenkommen wird und das Reglement der WTCC ändert. Dann kann das Rennen stattfinden. Und hat alle Chancen so legendär zu werden, wie es die DTM-Rennen auf der Nordschleife sind. Und nebenbei ist das Rennen auch eine gute Nachricht für Nürburgring. Das ist ja auch selten geworden und schon deshalb bemerkenswert.

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