Mit ihrem Porsche Carrera 911 RSR sicherten sich Edgar Salewsky und Werner Kather beim in Spa-Francorchamps ausgefahrenen Egon 500 der Youngtimer Trophy den Sieg. Dabei verwiesen die Aachener am Pfingstsamstag Vorjahressieger Daniel Schrey (Rietberg), der gemeinsam mit Wolfgang Pohl (Bielefeld) auf einem weiteren 911er Porsche unterwegs war, auf den zweiten Platz.

Freunde des historischen Motorsports kennen das „Egon 500“ bereits seit 1993 als einen festen Bestandteil des 24 Stunden Rennens am Nürburgring. Anfang des Jahres war dann im Rahmenprogramm dieses Mega­Events für das beliebte Rennen kein Platz mehr. Da jedoch den Organisatoren der „YOUNGTIMER TROPHY“ das ihrem Gründungsvater Egon Meurer gewidmete Rennen besonders am Herzen liegt, fand es im belgischen Spa-Francorchamps am Pfingstwochenende eine neue Heimat.

Historischer Motorsport vom Feinsten

Porsche 934/5 beim Egon 500 2009
Porsche 934/5 beim „Feuerwerk“ in den Startrunden

Und auf der Ardennen-­Achterbahn bot sich wie erwartet packender Motorsport. 77 Fahrzeuge der
Baujahre 1971 bis 1988 nahmen das Rennen auf der traditionsreichen Grand­Prix­Strecke auf. Vom zweiten Startplatz ins Rennen gegangen, stürmte Christopher Stahl in einem Porsche 934/5 direkt an die Spitze. Nur der BMW M1 von Peter und Achim Heinrich, die sich im Training den besten Startplatz gesichert hatten, konnte dem schnellen Porsche im Ansatz folgen. Gemeinsam setzte man sich in den ersten Runden deutlich vom Feld ab.

In der vierten Runde legte der Porsche 934/5 aus der ehemaligen „Deutschen Rennsport
Meisterschaft“ die schnellste Runde auf die Strecke. Die gefahrene Zeit von 2:44.868 entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 153 km/h. Der ursprünglich von den Kremer­Brüdern in Köln aufgebaute Wagen hätte sich also locker mit den modernen GT4­Boliden messen können, die noch vor ein paar Wochen beim 1000 Kilometer Rennen von Spa ähnliche Zeiten erreichten.

„To finish first, you first have to finish!“

Doch nach 11 Runden hatte der Porsche 934/5 sein Pulver verschossen, denn ein Motorproblem machte die Weiterfahrt unmöglich. Übrigens noch bevor der ehemalige DTM-Pilot Frank Stippler das Steuer übernehmen konnte. Daraufhin übernahm der BMW M1 von ah-racing das Kommando. Doch auch das ehemalige Procar sollte nicht ohne Probleme über die Runden kommen. Nach einem Reifenschaden blieb der BMW in der Box und wurde mit der zurückgelegten Distanz auf Platz 19 gewertet.

Damit zeigte sich, dass die dem langjährige McLaren-Chef Ron Dennis zugeschriebene Weisheit: „To finish first, you first have to finish!“gerade auch im historischen Motorsport ihre Gültigkeit hat. Ruhig und unauffällig sicherten sich Edgar Salewsky und Werner Kather am Steuer ihres Porsche Carrera 911 RSR den prestigeträchtigen Sieg. Platz zwei ging an Vorjahressieger Daniel Schrey (Rietberg), der in Spa gemeinsam mit Wolfgang Pohl (Bielefeld) ebenfalls auf 911er Porsche unterwegs war.

Beste Starter mit weniger als 1300ccm

Das Podium vervollständigten die Brüder Peter und Jürgen Schumann aus Saarbrücken, die mit einem BMW 635 Csi in den Ardennen unterwegs waren. Bester Starter mit weniger als 1300ccm war das Team „Quadriga Treverorum“. Jörg Chmiela, Alexander Köppen und der mehrfache deutsche Formel-3-Meister Bertram Schäfer belegten mit dem Alfa Romeo Alfa Sud des Teams den guten 15. Gesamtrang.

Die vollständigen Ergebnisse gibt es im Internetauftritt der Youngtimer Trophy.

Unsere Fotos vom Egon 500 in Spa­-Francorchamps

Alle Bilder wurden im Rennen des Egon 500 aufgenommen. Fotos vom „Kampf der Zwerge“ gibt es bei Schwede.de: Test, Lauf 1, Lauf 2.

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