Die Formel 1 ist schnell. Und in Monza ist die Formel 1 besonders schnell. In diesem Jahr war Daniel Ricciardo der Schnellste. Während des Grand Prix von Italien erreichte der Red Bull Pilot auf der Start- und Zielgeraden ein Tempo von 362,1 Kilometern pro Stunde.

Auch wenn der Australier damit die absolute Bestmarke von 369,9 Kilometern pro Stunde (Antonio Pizzonia, 2004) verfehlte, ist das ein beachtlicher Wert. Bei keinem der verbleibenden Rennen fährt die Formel 1 ähnlich schnelln. Selbst auf der mehr als einen Kilometer langen Gerade in Austin nicht, wo am 2. November der Große Preis der USA ausgetragen wird. Denn anders als in Monza gibt es in Austin auch einige langsamere Kurven. Dadurch rücken die Piloten mit größeren Flügeln aus. Das drückt die Geschwindigkeiten der Formel 1.

Wie der Reifenhersteller Pirelli, der die Formel 1 zurzeit exklusiv ausrüstet, gestern hinwies, drehen sich bei der von Ricciardo gefahrenen Geschwindigkeit die Räder des Red Bulls knapp 50 Mal pro Sekunde. Wäre der Australier länger mit diesem Tempo unterwegs, würden knapp 2.800 Radumdrehungen pro Minute zusammenkommen.

Dabei wirken enorme Kräfte auf den Reifen ein.

Rund 1.000 Kilogramm Abtrieb, den die Flügel und der Unterboden der Boliden erzeugen, muss der Reifen verkraften. Dazu kommen eine hohe Flieh- und Zentrifugalkraft. Damit das funktioniert, werden die Reifen im Labor sogar mit Geschwindigkeiten von 450 Kilometern pro Stunde getestet. Und da im Automobilsport die Curbs schon mal unter die Räder kommen, simulieren die Techniker dies im Labor mit Tempo 250. Erst wenn die Reifen diese Belastungen verkraften, kommen sie tatsächlich in der Formel 1 zum Einsatz.

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