Historischer Motorsport

Mehr als ein Geheimtipp – Zolder Race Festival

Das Zolder Race Festival ist für Freunde des historischen Motorsports inzwischen mehr als nur ein Geheimtipp. Denn das Zolder Race Festival bietet drei Tage lang ein volles Programm. Mehr als 400 Fahrzeuge stellten sich am vergangenen Wochenende auf der ehemaligen Grand Prix Rennstrecke von Zolder dem motorsportlichen Wettbewerb.

Neben der Youngtimer Trophy waren unter anderem die STT, die HTGT, die FHR mit einem 3 Stunden Rennen sowie der Kampf der Zwerge in Zolder auf Einladung der Youngtimer Trophy in Belgien zu Gast. Die Rennen der STT warteten dabei mit einer besonderen Überraschung auf. Denn neben den Spezial Tourenwagen, die in der STT normalerweise um die Meisterschaft kämpfen, nutzte MS RACING mit gleich zwei Mercedes-Benz SLS AMG GT3 die Gelegenheit, um einen Test unter Rennbedingungen für den in knapp drei Wochen anstehenden Lauf der ADAC GT Masters in Zolder zu absolvieren.

Offensichtlich erfolgreich, denn Mercedes-Pilot Florian Stoll gewann den ersten Lauf mit deutlichem Vorsprung. Im zweiten Lauf lieferte sich Stoll ein sehenswertes Duell mit Pertti Kuismanen. Nach mehreren Führungswechseln behielt der Finne mit seiner martialischen Chrysler Viper GTS-R knapp die Oberhand und fuhr als Sieger ins Ziel.
Die Rennen der HTGT gewann Georg Stummeyer im Ford GT40P MK I von 1965
Stummeyer verwies in beiden Läufen Chris Stahl im Jaguar E-Type auf den
zweiten Platz.

Der Held des Wochenendes: Frank Stippler

Ebenfalls mit einem Ford GT40 zeigte Frank Stippler was auch im historischen Motorsport auf der Strecke möglich ist. Der Ex-DTM-Pilot schlug mit dem mehr als 40 Jahre alten Rennwagen im Rennen der großen Youngtimer mit mehr als 2.000 ccm ein Tempo an, dem keiner anderen Piloten auch nur im Ansatz folgen konnte. Selbst mit einem deutlich jüngeren und bekannt schnellen Porsche Carrera RSR oder einem fast schon modernen BMW M3 konnte niemand Frank Stippler in seinem Oldtimer folgen.

Wer den Ford GT 40 am Sonntag über die Strecke fliegen sah, bekam eine gute Vorstellung davon, wie Motorsport in den 1960er Jahren ausgesehen haben muss. Denn Frank Stippler fuhr mit dem GT 40 wirklich jeden Zentimeter der Strecke absolut voll. Stipplers beste Rundenzeit von 1:41.999 liegt auf dem Niveau der Privatfahrer in der Tourenwagen Weltmeisterschaft WTCC. Zur Halbzeit des Rennens übergab Frank Stippler das Lenkrad an seinen Co-Piloten Georg Nolte. Dieser konnte nicht das Tempo des Profis anschlagen und verlor mit dem GT 40 schnell einige Positionen. Am Ende sicherte sich mit Dr. Edgar Althoff ein Pilot der zahlreich vertretenen Porsche Armada den Sieg in dem über eine Stunde angesetzten Rennen.

Das Rennen der kleinen Youngtimer, bis 2.000 ccm gewann – wie vor 12 Monaten an gleicher Stelle – Wilhelm Vinke mit seinem Opel Kadett B 1900. Für Aufmerksamkeit sorgte wieder einmal Christoph Wilde, der mit seinem bekannten grünen Simca Rallye 2 auf dem sehr guten dritten Platz ins Ziel fuhr und dabei auch einige deutlich stärkere Fahrzeuge hinter sich lassen konnte.

Das 3 Stunden Rennen der FHR gewannen „SANCHEZ-SANCHEZ“ im Porsche 911 ST. Hinter dem grünen Porsche belegte die Fahrerpaarung Genbrock und Borkowsky mit dem von Rüddel Motorsport vorbereiteten Escort RS 1600 den zweiten Platz.

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