Historischer Motorsport

Der Kampf der Zwerge beim Zolder Race Festival

Wenn sich irgendwo 55 sportliche Kleinwagen munter auf der Strecke balgen, dann hat man zum „Kampf der Zwerge“ gerufen. Am Wochenende folgte die bunte Meute der Mini Cooper, NSU TT, Steyr-Puch, Abarth TC, Autobianchi oder Fiat 127 dem Organisationsteam rund um Klaus Kleber nach Zolder. Beim Zolder Race Festival der Youngtimer e.V. standen die Wertungsläufe drei und vier an.

Bereits am Freitag durfte der Kampf der Zwerge in einem Zeittraining das Starterfeld der Gleichmäßigkeitsprüfung sortieren. Schnellster auf der Strecke war wieder einmal der Düsseldorfer Rolf „Mano“ Brack, der mit seinem Austin Mini die Runde auf 4 Kilometer langen Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 121,97 km/h (1:58,054) absolvierte. Ebenfalls gut sortiert zeigten sich Marco van den Broek (NSU TT – 121,13 km/h – 1:58,872) und Thomas Klingelhöfer (Autobianchi A-112 – 120,21 km/h – 1:59,781), die im Training die Plätze zwei und drei belegten. Ihre Zeiten belegen eindrucksvoll, wie schnell auch in einer Gleichmäßigkeitsprüfung und wie schnell im historischen Motorsport gefahren werden kann.

Den Sieg der ersten Gleichmäßigkeitsprüfung am Samstag Nachmittag sicherte sich Sebastian Wallner. Mit seinem Mini Cooper SPI war Wallner extrem konstant unterwegs. Im Durchschnitt wichen der Pilot und sein schwarzer Mini gerade einmal 0,9 Sekunden pro Runde von ihrer Setzzeit ab. Mit insgesamt 454 Punkten verwies der Gelsenkirchener souverän Hans van Beem (Steyr-Puch 650 TR, 926 Punkte) und Fred Koch (NSU 1000C, 1115 Punkte) auf die Plätze zwei und drei.

Der Schnellste der Qualifikation „Mano“ Brack musste seinen Mini nach einem technischen Defekt bereits in der fünften Runde am Streckenrand abstellen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Düsseldorfer seine Zeit aus dem Training nochmals unterboten. In der dritten Runde stampfte Brack eine Zeit von 1:57,926 in den belgischen Asphalt. Mit einem fünften Platz in der Gleichmäßigkeitsprüfung hielt so Thomas Klingelhöfer die Fahne der „Schnellfahrer“ erfolgreich hoch.

Auch am Sonntag sicherte sich mit Daniel Grossmann ein Mini-Fahrer den Tagessieg der Gleichmäßigkeitsprüfung. Mit 318 Punkten war der Holsteiner war mit seinem Rallye-Mini sogar noch etwas gleichmäßiger unterwegs als dies Sebastian Wallner am Vortag gelungen war. Den zweiten Platz der Tageswertung sicherte sich Harald Peter (Steyr-Puch 650 TR) mit ebenfalls sehr guten 369 Punkten. Insgesamt hatten sich die Zwergen-Kämpfer offensichtlich immer besser auf die ehemalige Grand-Prix-Rennstrecke eingeschossen.

Denn auch der Dritte der Tageswertung, Hubert Nagl im Fiat Abarth 1000TC blieb mit 419 Punkten unter der Marke, die am Vortag noch für einen Sieg gut war. In der Addition beider Läufe fuhr Hans van Beem am wenigsten Punkte zusammen. Das Podium vervollständigten Harald Peter und Sebastian Wallner. Thomas Klingelhöfer schrammte als Vierter der Gesamtwertung knapp am Podium vorbei. Silke Wernecke aus Essen belegte, trotz eines hier von uns wenig charmant dokumentierten Ausflug in das Kiesbett, Platz fünf.

Was meinen Sie dazu?

Mit dem Absenden des Kommentars übermittelten Sie uns Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, Ihre IP-Adresse, Ihre URL (sofern angegeben) und Ihren Kommentartext. Gleichzeitig stimmen Sie ausdrücklich der Speicherung und der Veröffentlichung des Kommentars zu. Die Veröffentlichung erfolgt ohne E-Mail- und IP-Adresse. Diese Daten dienen dem Schutz vor Missbrauch der Kommentarfunktion (SPAM) und werden anschließend automatisch gelöscht. Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen oder die Links zu entfernen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung des Kommentars besteht nicht.