Ein Motor, viele Meister: Die Welt der Cosworth DFV-Tuner
Der Ford Cosworth DFV war mehr als nur ein Motor, er war mehr als zwei Jahrzehnte das Rückgrat der Formel 1. Doch seinen Erfolg verdankte der V8 nicht allein Cosworth. Hinter den Kulissen arbeiteten Spezialisten, die aus jedem Aggregat ein perfekt abgestimmtes Renntriebwerk machten. Ein Blick auf die Tuner, ohne die der DFV vielleicht nie zur Legende geworden wäre.
„Bolt-on“ zu 468 PS – Cosworth GAA im Capri RS 3100
Anfang der 1970er-Jahre waren in Tourenwagen Spezialteile erlaubt, solange die Hersteller sie offiziell im Programm führten. „Bolt-on“ war die Vorgabe, die braven Motoren den Weg zu heißen Zylinderköpfen öffnete. So entstand der Cosworth GAA auf Basis des britischen Essex-Motors.
Lenham P71 und sein langer Anlauf zu den 24 Stunden von Le Mans
Der Lenham P71 war nie Favorit, nie gut finanziert und nie wirklich bereit. Er verpasste WM-Läufe, scheiterte an der Kupplung und kämpfte mit einer Vorderachse, die bei Tempo 220 leicht wurde. Trotzdem stand er 1976 tatsächlich am Start der 24 Stunden von Le Mans.
Varianten des Ford Cosworth: Vom DFV über DFW und DFX bis zum DRZ
1967 stellte Ford mit dem Cosworth DFV einen der besten Rennmotoren aller Zeiten vor. Bis 1990 blieb das Triebwerk in der Formel 1 vertreten, gewann insgesamt 155 Läufe der Formel-1-Weltmeisterschft. Dazu kamen Siege in Indianapolis und in Le Mans. Wir stellen Euch alle Varianten des „Cossis“ vor.
Herz mit 54 Grad: Der V6-Motor des Opel Calibra für die DTM
Opel setzte ab 1993 in der DTM auf einen außergewöhnlichen V6 mit 54-Grad-Zylinderwinkel, dessen Ursprung im Serienbau lag. Anfangs noch unterlegen, führte die technische Evolution schließlich zum Titelgewinn. Doch der Erfolg kam erst mit einem neuen Motor – und das Ende der ITC folgte kurz darauf.