KAMM 912c – Porsche 912 neu gedacht: Leicht, klassisch, kompromisslos

Der KAMM 912c hebt einen unterschätzten Klassiker auf ein neues Niveau. Klassische Linien, kompromissloser Leichtbau und moderne Technik treffen auf echte Porsche-Seele. Was Miklós Kázmér und sein Team in Budapest aus dem Vierzylinder-Elfer herausholen, ist mehr als ein Restomod – es ist eine Liebeserklärung auf vier Rädern.

26. Mai 2025 3 Minuten Lesezeit
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KAMM 912c in Miami
Der KAMM 912c ist ein kompromissloser Restomod auf Basis des Porsche 912 – gebaut in Ungarn, mit Carbon, Motorsporttechnik und 1960s-Flair. (Foto: KAMManufaktur)

In Ungarn entsteht eine radikale Neuinterpretation des Porsche 912. Hinter dem Projekt stehen Miklós Kázmér und seine Budapester KAMManufaktur. Sie konzentriert sich ganz auf den zwischen 1965 und 1969 gebauten Sportwagen mit Vierzylinder-Boxer. Sie kombiniert dabei klassische Linien mit modernem Leichtbau und Motorsporttechnik. Das Ergebnis dieser Spezialisierung ist der KAMM 912c – ein sogenannter Restomod, bei dem ein originales 912-Chassis bis ins letzte Detail restauriert und mit modernster Technik neu aufgebaut wird.

Was bleibt, ist die zeitlose Eleganz des 912!

Dazu kommt eine kompromisslose technische Überarbeitung für maximalen Fahrspaß. Herzstück des 912c ist ein von KAMM optimierter, 2,0 Liter großer und luftgekühlter Vierzylinder der klassischen Porsche-Baureihe 616. Er leistet 182 PS bei 6.500 U/min und stellt 244 Nm Drehmoment bereit. Diese Werte sorgen – vor allem angesichts des kompromisslosen Leichtbaus – für beeindruckende Fahrleistungen. Denn je nach Ausführung bringt der KAMM 912c nur 699 bis 750 Kilogramm auf die Waage.

KAMM 912c

Wer sich für die Vollcarbon-Version entscheidet, der bekommt einen 699 Kilogramm leichten Sportwagen. (Foto: KAMManufaktur)

Für das geringe Gewicht sorgt vor allem der konsequente Einsatz von Kohlefaser. Alle Karosserieteile, Anbauteile wie die Spiegel und sogar die optionalen Räder bestehen aus Carbon – wenn der Kunde die Option „Full Carbon“ wählt. Das Standardmodell setzt auf bewährten Stahl mit modernen Carbon-Zugaben. Auch im Inneren wird konsequent abgespeckt – auf Wunsch mit Rennsitzen, FIA-Gurten und einem Cockpit, das moderne Displays meidet, aber Komfort wie Klimaanlage oder Soundsystem dennoch bietet.

KAMM beweist: Man kann Perfektion verbessern – ohne sie zu zerstören.

Technisch geht der KAMM 912c über eine einfache Restauration also weit hinaus. KAMM verpasst dem 912c eine verstärkte Karosseriestruktur mit Cro-Moly-Rohren. Das fein abgestimmte Fahrwerk mit semi-aktiven TracTive-Dämpfern sowie einer Motorsport-Bremsanlage von AP Racing sorgen für zeitgemäße Fahrdynamik. Die Abstimmung erfolgt individuell, auf Kundenwunsch und mit höchstem Anspruch. Dazu kommt eine überarbeitete Version des Porsche-901-Getriebes.

Miklós Kázmér und der KAMM 912c

Miklós Kázmér und sein KAMM 912c (Foto: KAMManufaktur)

Der KAMM 912c entsteht vollständig in Budapest. Rund um Gründer Miklós Kázmér wirkt ein Team, das zuvor für Marken wie Singer, Koenigsegg oder Porsche Motorsport tätig war. Jeder 912c ist ein Einzelstück, das die Tugenden des Originals bewahrt und sie mit präzisem Engineering und modernen Materialien in eine neue Ära führt. Der KAMM 912c ist kein Nachbau, sondern eine Liebeserklärung an einen unterschätzten Porsche-Klassiker – neu gedacht, meisterhaft gefertigt, und mit der Seele von 1965.

Technische Daten des KAMM 912c

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