Maserati kündigt eine Kooperation mit dem italienischen Dufthersteller Acqua di Parma an. Im Zentrum dieser Zusammenarbeit stehen eine limitierte Duftkollektion für das Auto, zu der ein Diffusor für das Belüftungssystem gehört, sowie ein Lederanhänger mit Mini-Parfumflakon und ein Geschenkset inklusive Fahrerhandschuhen. Die Serie ist auf 100 Stück begrenzt und wird ausschließlich in ausgewählten Boutiquen in Paris, Mailand, Rom und Saint-Tropez verkauft.
Ein Ghibli Spyder als Symbol der Kooperation!
Der Diffusor fürs Auto soll zudem über Maserati-Händler erhältlich sein. So weit, so vorhersehbar: Zwei Luxusmarken kooperieren, um ihr „italienisches Lebensgefühl“ ins Auto zu bringen. Doch bemerkenswert ist ein anderes Detail: Die offiziellen Pressefotos zur Ankündigung zeigen keinen aktuellen Maserati, sondern einen Ghibli Spyder der ersten Generation – also ein Modell aus den späten 1960er-Jahren.

Ein stilvoller Auftritt, ohne Frage. Aber auch ein stilles Eingeständnis? Denn die gewählte Bildsprache wirft Fragen auf. Warum greift Maserati bei einer aktuellen Kooperation auf ein über 50 Jahre altes Modell zurück? Will man vom heutigen Modellportfolio ablenken? Unterstreicht das ganz bewusst die Lücke zwischen Markenimage und realem Produkt? Denn es fällt auf, dass die neuen Grecale oder GranTurismo im Rahmen der Kampagne bislang nicht auftauchen.
Inhaltlich passt die Kooperation zu Maseratis Kurs!
Schließlich versucht sich Maserati gerade, sich stärker im Luxussegment zu verankern. Dazu zählen unter anderem kleine Sonderserien, Customizing-Programme und die Pflege der eigenen Heritage. Acqua di Parma erweitert schon seit Jahren seine Duftwelt in Richtung Automobil. Die gemeinsame Kollektion versteht sich laut des Unternehmens als Beitrag zur „Art of Travel“ – also zur Kunst des stilvollen Reisens.

Die Realität sieht bei modernen Autos allerdings oft anders aus. Ob in einem digitalen Cockpit mit Head-up-Display, Touchscreen und Assistenten überhaupt Platz für ein duftendes, magnetisch befestigtes Designobjekt bleibt, ist fraglich. Unterm Strich bleibt eine Kooperation, die zunächst in der Bilderwelt ihrer Kommunikation überzeugt. Ihr fehlt bisher eine echte Verbindung zur Gegenwart.
Unterm Strich bleibt eine Kooperation, die vor allem über nostalgisches Design und den Glanz vergangener Tage funktioniert. Wer sich mit den aktuellen Modellen identifizieren möchte, wird in dieser Inszenierung wenig wiederfinden.