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Tom Schwede, bewegt alles, was vier Räder hat Hallo, ich bin Tom — zusammen mit der Auto Blogger Crew mit viel Benzin im Blut blogge ich hier im Auto-Blog für Auto-Natives über Autos. Seit 2007 gibt es in diesem Blog regelmäßig Reportagen, Tests und Meinungen rund ums Auto. Dazu zählen auch Beiträge über Oldtimer oder Youngtimer sowie über Motorsport.

 


Mensch wir haben schon wieder Oktober! Da wird es langsam Zeit, um endlich einmal etwas über einen der Höhepunkte des Autojahrs 1962 zu schreiben. Denn das war die Vorstellung des Ford Cortina mit Sicherheit. Im September 1962 lud Ford England gleich 19 Spitzen-Motorsportler ihrer Zeit nach Italien ein, um der staunenden Fachpresse die neue Mittelklasselimousine des Hauses vorzustellen.

Ford England, deren Werbespruch in Großbritannien damals „For sportsman only“ lautete, präsentierte den Ford Cortina spektakulär im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1956. Mit bis zu 80 km/h stütze sich die Elite des damaligen Motorsports – an der Spitze Formel-1-Stars wie Jim Clark und Jack Brabham – mit dem Ford Cortina die Bobbahn herunter.

Video zur Vorstellung in Cortina d’Ampezzo

Ford gelang mit dem Cortina Auto-Bobbing genannten Stunt, lange bevor der Getränkeanbieter Red Bull solche Aktionen zum festen Bestandteil seiner Öffentlichkeitsarbeit machte, ein viel beachteter PR-Erfolg. Die Vorstellung im Rahmen der olympischen Bobbahn passte optimal zum sportlichen Ford Cortina. Denn obwohl die Verantwortlichen eigentlich ein Familienauto entwickeln wollten, schufen sie einen der erfolgreichsten Renn-Tourenwagen seiner Zeit.

Reaktion auf den Mini

Den Startschuss für die Entwicklung des Cortina gab der Überraschungserfolg eines Wettbewerbers. Denn die British Motor Corporation hatte 1959 mit dem Mini einen Kleinwagen mit vier Sitzplätzen vorgestellt, der den Käufern auf der Insel zunehmend gut gefiel. Ursprünglich wollte Ford England einen direkten Wettbewerber zum Mini entwickeln. Doch die Berechnungen der Entwickler zeigten, dass sich so ein Kleinwagen nicht rechnen würde.

Daher entschied man sich, das neue Volumenmodell in der Mittelklasse anzusiedeln. In dieser Fahrzeugklasse kämpfte Ford England bisher mit dem eigenwilligen Ford Consul gegen den Morris Oxford und den Vauxhall Victor um Kunden. Beide Konkurrenten wurden seit 1961 in neuen Varianten angeboten, die mit sachlichen Formen bei den Käufern punkten konnten. Fords Antwort setzte ein Jahr später ebenfalls auf eine moderne Karosserie.

Unter dem modernen Kleid steckte eine Menge Bewährtes, um die Kosten in den Griff zu bekommen. Anders als Ford Köln beim Taunus P4 setzte man in Dagenham weiter auf Heckantrieb. Den Kent-Motor mit 1.197 ccm hatte Ford England bereits 1959 im Ford Anglia 105E, dem Auto aus den Harry Potter Büchern, vorgestellt. Das auf der Bobbahn vorgestellte Auto stand übrigens ab Herbst 1962 als Ford Consul Cortina bei den Händlern. Erst zum Modelljahr 1964 nannte Ford England den Cortina nach dem Ort seiner Vorstellung nur noch Ford Cortina.

Wobei unter diesen Namen inzwischen eine ganze Auto-Familie angeboten wurde. Denn den Cortina gab es nun als Limousine mit zwei und vier Türen sowie als Kombi. Neben dem Stammwerk von Ford England in Dagenham lief der Ford Cortina auch in Taiwan (Ford Lio Ho), den Niederlanden (Amsterdam), Australien und Süd Korea vom Band. Bis 1966, als der Nachfolger Ford Cortina Mark II vorgestellt wurde, sollten so fast 1.000.000 Ford Cortina entstehen.

For sportsman only – Ford Cortina by Lotus

Für den Einsatz im Ford Cortina entstand zudem eine 1.499 ccm große Version des Kent-Motors, die ab Januar 1963 als Cortina 1500 Super (61 PS) verfügbar war. Als man wenige Monate später auf dieser Basis den GT Cortina mit 79 PS vorstellte, war die Zündschnur längst gelegt. Denn fast zeitgleich entstand mit Unterstützung von Lotus und Cosworth das Spitzenmodell Lotus Cortina Mk1.

Auf Initiative von Lotus-Chef Colin Chapman hatte Cosworth den 1.499 ccm großen Motor für den Einsatz im Lotus 23 und dem Lotus Elan überarbeitet. Der legendäre Motorenbauer Keith Duckworth vergrößerte die Bohrung und konzipierte einen Twin-Cam 4-Ventil-Kopf. Mit 1.558 ccm leistete dieser Motor alltagstaugliche 106 PS – im Renntrimm gern auch 180 PS.

„Fahr den Jaguars nicht zu weit voraus, sonst können die TV-Crews nicht mehr sehen, wie du gewinnst.“, Walter Hayes

Auf Iniative von Walter Hayes, dem PR-Direktor von Ford England, entstanden im Sommer 1963 zunächst 1.000 Exemplare des zweitürigen Ford Cortina mit diesem Motor, um den „Ford Consul Cortina developed by Lotus“ in der FIA Gruppe 2 homologieren zu können. Bereits beim ersten Renneinsatz im September 1963 schlug man damit die 3,8 Liter Jaguar, die bisher in der Klasse der Tourenwagen das Tempo diktiert hatten.

Bereits 1964 gewann Jim Clark die British Saloon Car Championship. Der Schotte legte damit den Grundstein für die bemerkenswerte Erfolgsserie des Ford Cortina, die im Grunde bis heute anhält. Denn bei allen wichtigen Veranstaltungen des historischen Motorsports zeigt der Oldtimer noch heute regelmäßig seine Überlegenheit, wenn die Oldtimer-Piloten der Vita des Ford Cortina neue Erfolge hinzufügen.

Fotos zur Ford Cortina


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Ford Consul Cortina von 1962 - Auto des Jahres (Foto: Ford)

Ford Consul Cortina von 1962 (Foto: Ford)

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

5 Comments

  1. Der Film ist echt cool. Man stelle sich mal vor wie heute Vettel, Webber, Kimi und die Williams-Boys einen Megane vorstellen.

  2. ford cortina Reply

    Thanks for every other informative blog. Where else could I get that type of info written in such a perfect approach? I have a undertaking that I am just now operating on, and I’ve been on the glance out for such info.

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