Aus den „Nudeltöpfen“ in die Königsklasse – sieben nordamerikanische Wege
2026 darf Colton Herta endlich in der Formel 1 ran, wenn auch zunächst nur als Ersatzfahrer. Der Amerikaner war in den letzten Jahren mehrfach ein Kandidat für ein Cockpit in der Königsklasse. Doch erst bei Cadillac sollte es klappen. Sein Sprung aus dem US-Sport in die Formel 1 ist ungewöhnlich, aber nicht ganz ohne Vorbild. Wir blicken auf sieben Piloten, die einen ähnlichen Weg gingen.
Rennsieger und Titelträger der „SCCA Formula 5000 Championship“
Der SCCA ärgerte sich über die dünnen Starterfelder seiner Top-Kategorie „Formel A“ mit Formel 1-Motoren. So entstand die Idee, in die Monoposto amerikanische V8-Motoren mit bis zu fünf Liter Hubraum einzubauen. Die Idee der „Formel 5000” fand bald weltweit Nachahmer.
Rennsieger und Titelträger der „Can-Am – Neuauflage 1977-1987“
Nach zwei Jahren Pause startete die CanAm-Serie 1977 neu – diesmal mit Fahrzeugen, die auf Formel-5000-Chassis basierten und deutlich strengeren technischen Vorgaben unterlagen. Doch die neue CanAm konnte an die wilde Faszination der frühen Jahre jedoch nie vollständig anknüpfen.
Rennsieger und Titelträger der „Can-Am – Canadian-American Challenge Cup“
Die CanAm-Serie (Canadian-American Challenge Cup) war der wilde Westen des Motorsports. Von 1966 bis 1974 lockte sie mit kaum reglementierten Prototypen. Ohne wesentliche technische Einschränkungen entstanden wahre Monster mit über 1.000 PS – laut, brutal und kompromisslos.
Rennsieger und Titelträger der „Champ Car World Series (1979 - 2007)“
Die Championship Auto Racing Teams (CART) richteten ab 1979 ihre eigene Rennserie aus. Die Teams waren mit der Sicherheitspolitik und dem Management des USAC unzufrieden. Deshalb gründeten sie die „Champ Car World Series“.
Rennsieger und Titelträger der „North American Touring Car Championship“
In der „North American Touring Car Championship“ traten die Klasse 2-Tourenwagen auch in den USA und Canada an. Doch am Ende blieb dies ein kurzes Intermezzo. Denn die Meisterschaft fand nur zwei Jahre statt.
Rennsieger und Titelträger der „SCCA Formula Super Vee“
Die „SCCA Formula Super Vee“ lief über zwanzig Saisons, größtenteils unter dem Dach des Sports Car Club of America (SCCA). Sie entstand 1969 als Aufstiegsmöglichkeit für die Piloten der „Formula Vee“. Statt auf den Motor des Käfers, den die „Formula Vee“ nutzte, kam in der „Super Vee” der luftgekühlte Boxermotor aus dem VW Typ 4 zum Einsatz.
Wie die Ölkrise die amerikanische Autoindustrie traf!
Die Ölkrise von 1973 war ein Wendepunkt für die amerikanische Autoindustrie. In einer Ära, in der „Muscle Cars“ und V8-Motoren die Straßen beherrschten, brachte der plötzliche Anstieg der Benzinpreise einen dramatischen Wandel. Während Japan mit sparsamen Fahrzeugen Marktanteile gewann, kämpften die „Big Three“ mit der Krise.
Pikes Peak – Machos, Motoren und die Familie Unser
In gut drei Wochen tritt Romain Dumas für Volkswagen mit dem I.D. R Pikes Peak beim „Race To The Clouds“ an. Was ist das eigentlich ein Rennen? Es ist das Rennen der Familie Unser. Denn zu den neun Indy-Siegen der US-Rennsport-Dynastie kommen 26 Erfolge an ihrem Hausberg.