Rennsieger und Titelträger der „SCCA Formula 5000 Championship“
Der SCCA ärgerte sich über die dünnen Starterfelder seiner Top-Kategorie „Formel A“ mit Formel 1-Motoren. So entstand die Idee, in die Monoposto amerikanische V8-Motoren mit bis zu fünf Liter Hubraum einzubauen. Die Idee der „Formel 5000” fand bald weltweit Nachahmer.
Von Autonatives.de
01. Juli 2025
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Mario Andretti im Lola T332 der Formel 5000. (Foto Webster / Archiv Fabian P. Wiedl)
Denn das Konzept, US-Stock-Block-Motoren in Formel-Chassis zu schrauben, überzeugte sofort. Schon in der ersten Saison fand beispielsweise allein Lola 17 Kunden für seinen T140. Trotzdem ging der erste Titel der „SCCA Formula 5000 Championship“ an Dr. Lou Sell, der einen von Tony Southgate konstruierten Eagle Mk V im Team von Dan Gurney steuerte. Der Erfolg eines amerikanischen Autos gefiel den patriotischen Fans in den USA natürlich.
Wie auch die CanAm-Serie gab es auch in der „SCCA Formula 5000 Championship“ gutes Geld zu verdienen. Trotzdem blieb die Serie zumindest in den ersten Jahren fest in amerikanischer Hand. Denn auch die Meister 1969 (Tony Adamowicz), 1970 (John Cannon) kamen auch Nordamerika. Trotzdem gelang es der Formel 5000 nie, aus dem Schatten der CanAm-Serie herauszutreten. Offenbar war die Konkurrenz der Indycars zu stark.
Die Formel 5000 wurde zum Spielball der Sportpolitik!
Denn ab 1974 mischte sich der United States Auto Club (USAC) ein, der offiziell die Sporthoheit für den Formel-Sport in den USA besaß. Die Meisterschaft des SCCA war strenggenommen eine Piratenserie. Der USAC setzte durch, dass auch seine von den Indycars bekannten Motoren (2,65 Liter Turbos und 4,178 Liter Sauger) in der Formel 5000 starten durften. Ende 1976 war die nun offiziell „SCCA/USAC Formula 5000 Championship“ genannte Formel 5000 Geschichte.
Damit überlebte das amerikanische Vorbild immerhin seine Ableger in Großbritannien und in der Tasman-Serie. Denn in Großbritannien hieß die Serie ab 1976 „Shellsport G8 Championship” und wurde von den Cosworth-Motoren GAA (auf Basis des „Essex V6” aus dem Capri) und DFV dominiert, um ab 1978 als „Aurora AFX Formula 1 Championship” zu rennen. Die Tasman-Serie übernahm das Reglement der Formel 5000 schon 1970 und hielt nur bis 1975 durch.
Alle Rennen, Rennsieger und Meister der „SCCA/USAC Formula 5000 Championship“ im Überblick: