Daher 1922 gründete der Automobil-Weltverband Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus (AIACR) – die heutige Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) – eine externe Sportkommission. Dieser Commission Sportive Internationale (CSI) übertrug die AIACR die Verwaltung und Organisation des Motorsports.

Erster Präsident dieser Kommission war René de Knyff (10. Dezember 1865 in Antwerpen – 1954 in Frankreich). Der ehemalige Rennfahrer übernahm bereits 1905 den Vorsitz in der Sportkommission des französischen Autoverbands. Mit der Gründung der CSI krönte de Knyff eine Funktionärslaufbahn und übernahm dieses Amt gleich für 24 Jahre. Denn der Franzose blieb bis 1946 an der Spitze der Motorsport-Kommission des Automobil-Weltverbands.

Mit Augustin Pérouse übernahm 1946 erneut ein Franzose die Führung der CSI. Pérouse war zu dieser Zeit einer der mächtigsten Funktionäre der Autowelt. Denn Pérouse war zeitweise gleichzeitig im Präsidium des Automobile Club de France (ACF) sowie Präsident des französischen Dachverbands für den Automobilsport, der Fédération française du sport automobile (FFSA). Auch Augustin Pérouse hielt sich 15 Jahre auf dem Stuhl des CSI-Präsidenten.

Präsidenten der Commission Sportive Internationale (CSI)

PräsidentAmtszeit
Rene de Knyff1922–1946
Augustin Pérouse1946–1961
Maurice Baumgartner1961–1970
Paul Alfons von Metternich-Winneburg1970–1976
Pierre Ugeux1976–1978

Zu den Aufgaben der CSI gehörte von Anfang an die Definition von Fahrzeugklassen und Regelwerken. Das sorgte für einen fairen Wettbewerb auf der Rennstrecke. Auf dieser Grundlage schrieb die CSI am den 1930er-Jahren zunehmend länderübergreifende Meisterschaften aus. Erster Höhepunkt war 1931 die Einführung einer Europameisterschaft für Grand-Prix-Rennwagen. In ihr fuhren Rennwagen der sogenannen Formula Libre. Diese Rennwagen kannten zunächst keine Restriktionen hinsichtlich Motorgröße, Fahrzeuggewicht, Kraftstoffverbrauch und -zusammensetzung.

Interessant war, dass das Reglement der Europameisterschaft eine Renndauer von zehn Stunden vorsah. Das funktionierte nur zwei Jahre. Trotzdem wagte die CSI ab 1935 einen zweiten Versuch, der dann funktionierte. Denn diesmal nahm der Motorsport eine dynamische Entwicklung. Die Rennschlachten der Werksteams von Mercedes-Benz, Auto Union und Alfa Romeo sind bis heute legendär. Der Zweite Weltkrieg unterbrach das Treiben.

Doch als die Waffen ruhten, kümmerte sich die CSI praktisch sofort um den Neuaufbau des internationalen Motorsports. 1946/47 definierte sie die Formel A. Aus ihr wurde kurze Zeit später aus Marketinggründen die Formel 1. In den 1950er-Jahren folgten Reglemente für Tourenwagen und Sportwagen. Trotzdem stand die CSI oft im Zentrum der Kritik. Denn ihre Entscheidungen und Handlungen galten oft als schwer nachvollziehbar.

1978 wird aus der CSI die FISA

Eine Handvoll Funktionäre entschied im Hinterzimmer über den internationalen Motorsport. Das sorgte ab den 1960er-Jahren immer wieder für Streit mit Teams, Rennwagen-Herstellern und Fahrern. Daher sollte 1978 ein neuer Name die Situation beruhigen. Parallel zur Wahl von Jean-Marie Balestre zum Präsidenten der Kommission änderte die Commission Sportive Internationale ihren Namen in Fédération Internationale du Sport Automobile.


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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

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