KIA Trackday
Max Schwede war für Autonatives beim KIA-Trackday, lernte driften und jagte in der Sportlimousine KIA Stinger über den Rundkurs. Das Ergebnis ist ein Erfahrungsbericht, der sich von allen anderen Berichten hier im Blog deutlich unterscheidet.

Der neue Leitspruch von KIA lautet „Movement that Inspires“. Denn der Autobauer positioniert sich selbst und seine Ansprüche grundlegend neu. Ein KIA darf nicht mehr nur positiv überraschen, sondern soll mit einer neuen Selbstverständlichkeit für Qualität und die eigene Philosophie stehen. Inwiefern dies zutrifft durfte ich beim KIA-Trackday auf dem Flugplatz Mendig bei verschiedenen Challenges mit Kia’s runderneuerter Fahrzeugpalette erleben.

Nach knapp zweistündiger Anfahrt mit dem eigenen Auto lotste mich mein Navigationsgerät an einem etwas kühlen, jedoch sonnenbeschienenen Freitagmorgen über die kurvigen Eifelstraßen auf das Gelände des Flughafens Mendig. Vor dem Zutritt gehörte in diesen Tagen natürlich der notwendige Covid-19-Schnelltest dazu. Dank des passenden negativen Ergebnisses durfte ich mich in einem toll hergerichteten Hangar schon mal für das anstehende Programm aufwärmen. 

Der Begriff des Movements sollte für alle Teilnehmer den ganzen Tag über ein großes Thema bleiben. Denn uns wurden Fitness-Armbänder ausgeteilt, mit denen wir über die verschiedenen Stationen hinweg auf unseren Puls sowie unsere Schrittzahl achten konnten. Passend dazu mixte ich mir noch selbst einen Smoothie mittels des dafür vorgesehenen Tretrads, um mit frischen Vitaminen betankt in die erste Station des Tagesprogramms zu starten.

Station I – Driften mit dem KIA Stonic:

In der ersten Aufgabe des Tages geht es um das Driften. Zur Auswahl stehen die Modelle bereitstehenden KIA Stonic, Picanto, Rio und Sorento. Ich wähle den Stonic, die andern Teilnehmer verteilen sich in den anderen Fahrzeugen. Als ich mich dem dunkelroten Stonic nähere, stelle ich fest, dass die Reifen an der Hinterachse Plastikringe tragen. Dies sollte uns das mir bis zu diesem Zeitpunkt noch komplett unbekannte Fronttrieblerdriften ermöglichen.

Max Schwede im Kart auf der Essen Motor Show
2012 war ich mit einem Kart bei der Essen Motor Show unterwegs. Dort hatte ich ähnlich wenig Grip. (Foto: Karla Schwede)

Dieses Gefühl des Fahrens ohne jeglichen Grip an der Hinterachse weckt Erinnerungen. Denn im zarten Alter von 12 Jahren durfte ich mit einem 6,5PS starken Kart in der Drifthalle der Essen Motor Show fahren, um den Kart-Slalomsport vorführen. In der Gegenwart des Trackdays setzen sich die Autos nacheinander in Bewegung, um sich der Herausforderung des Drift-Parcours zu stellen. Die ersten Versuche enden in einem Dreher. Als ich dran bin, ergeht es auch mir nicht besser. Schon beim zweiten Hindernis kommt es zum Haftungsabriss, mein Heck überholt mich.

Kunststoffringe an den Hinterreifen
Diese Kunststoffringe an den Hinterreifen sorgen dafür, dass die Hinterachse kaum Seitenführung aufbaut. Damit wird der KIA Stonic zum Driftgerät. (Foto: Max Schwede)

Doch der Instruktor zeigt sich geduldig. Am Funk gibt er mir den Tipp, durchgängig im zweiten Gang zu fahren. Ich war bis dahin tatsächlich im ersten Gang unterwegs. Schnell stelle ich fest, wie viel einfacher das Querfahren mit einem höheren Gang plötzlich fällt. Jetzt ziehe ich – von einem Ausrutscher abgesehen – meine achtförmigen Bahnen um die bunten Pylonen. Sie fliegen nun nicht mehr über das Gelände, was auch dem Instruktor gefällt, da er nun nicht ständig den Parcours wieder aufbauen muss. Nach einer guten Schulstunde verlasse ich die erste Station mit einem guten Gefühl.

Station II – auf den Rundkurs mit dem KIA Stinger:

Für mich persönlich war der KIA-Trackday nicht meine erste Begegnung mit dem KIA Stinger. Denn bereits Anfang 2019 durften wir die Sportlimousine auf Herz und Nieren testen. Ich erinnere mich gerne an diesen Test zurück, den der Stinger hat bei mir damals einen durchweg positiven Eindruck hinterlassen. Diesen bestätigt der KIA auch auf dem abgesteckten Rundkurs auf dem Flughafengelände. Denn das sportliche Top-Modell der KIA Produktpalette ließ sich zügig und vor allem unglaublich präzise um den Kurs bewegen. Allerdings gilt es, auf das leichte Heck der Sportlimousine aufzupassen, damit die Fahrt nicht im Dreher endet.

Kia Stinger in Mendig
Die Flotte der KIA Stinger, die während des Trackdays für den Ausflug auf dem Rundkurs zur Verfügung stehen.(Foto: Max Schwede)

Die Gruppe bleibt gleich, jetzt sitzt jedoch jeder der Teilnehmer in einem Stinger. Wir starteten mit geführtem Fahren und steigerten unser Tempo langsam Runde um Runde. Das macht Spaß, obwohl selbst direkt hinter dem Instruktor unterwegs, noch Reserven bleiben. Offensichtlich bremst der Instruktor, denn die anderen Teilnehmer können uns jetzt bereits nicht folgen. Die Lücke zum Hintermann wächst mit jedem Meter auf der Strecke. Allerdings setzt die schnelle Fahrt spürbar den Reifen zu. Der abrasiven Belag des Rundkurses verstärkt diesen Effekt zusätzlich.

Station III – Efficiency Challenge mit dem KIA Sorento:

Nach einem kurzen Ausflug über die kurvigen Straßen der Eifel mit dem KIA Stonic gönne ich mir eine Pause. Eine heiße Waffel mit Kirschen noch, dann geht in den letzten Abschnitt des Tages. Wir schnappten uns jeweils einen KIA Sorento Plug-In Hybrid, um uns in einem Slalomkurs zu messen. Das kenne ich, doch diesmal geht es nicht nur um Geschwindigkeit! Denn die Aufgabenstellung lautet: Absolviere drei Runden im gesteckten Parcours und versuche möglichst viel elektrisch zu fahren. 

Reifen am KIA Stinger
Nach dem Ausflug auf dem Rundkurs ist der Sportreifen von Michelin ziemlich warm. Zudem bezeugt das Profilbild die hohen Kurvengeschwindigkeiten, die ich mit dem KIA Stinger beim KIA-Trackday fahren konnte. (Foto: Max Schwede)

Wobei neben der Fahrzeit auch der Energieverbrauch in die Wertung einfließt. Denn für jedes verbrauchte Prozent Energie kommen zehn Strafsekunden zur gefahrenen Zeit hinzu. Für mich ergaben sich aus dieser Aufgabenstellung zwei mögliche Herangehensweisen: Entweder ich versuche, den Sorento möglichst schnell durch den Parcours zu bewegen, in der Hoffnung die zusätzlichen Strafsekunden durch eine gute Rundenzeit auszugleichen. Oder ich versuche so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen.

Mir persönlich gefällt es besser, ein Auto am oberen Ende seines Performance-Limits zu bewegen. Somit entscheide ich mich für Option eins, welche sich auch in der späteren Abrechnung als die Bessere herausstellen sollte. Der große KIA Sorento lässt sich für ein Auto seines Formats erstaunlich geschmeidig und agil bewegen. Das hätte ich so nicht erwartet. Auch wenn es für mich neu ist mit einem SUV in einem Slalomkurs anzutreten. Normalerweise sind meine Sportgeräte deutlich kleiner.

Lounge beim KIA Trackday
„Movement that Inspires“ – Loungebereich beim KIA-Trackday – mit Live-View auf den Rundkurs (Foto: Max Schwede)

An Ende zeigte die Uhr eine Zeit von weniger als zwei Minuten an. Dazu kommen 60 Sekunden für sechs Prozentpunkte Energieverbrauch. Trotzdem liege ich am Ende vorne. Denn der Zweitschnellste war gut 35 Sekunden länger unterwegs. Bei diesem Abstand helfen ihm auch 20 Strafsekunden weniger nicht, da er nur vier Prozentpunkte Energie benötigte. Mich freut, dass der Instruktor mich auf meine Rundenzeit anspricht. Denn trotz des für mich ungewöhnlichen Sportgeräts war ich in der ganzen Woche der Schnellste im Slalomkurs.

Was bleibt vom KIA-Trackday?

So endet der Trackday für mich mit einem persönlichen Erfolg. Ich bedanke für die Einladung und mache mich auf den Heimweg. Auf dem Weg überlege ich, was mich am meisten inspiriert hat. Ich entscheide mich für das Driften, denn das war eine völlig neue Erfahrung.

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