Im indischen Teil des Himalaja versorgt seit Jahrzehnten eine Flotte von 42 Land Rover die Menschen in weit abgelegenen Gebieten. Jetzt würdigt das Video „Land of Land Rovers“ diese Flotte.

Der klassische Land Rover gilt weithin als das Urmeter des Geländewagens. Wobei die US-Truppen mit dem Willys Jeep bereits ein paar Jahre zuvor im Zweiten Weltkrieg ein ähnliches Fahrzeug nutzten. Doch in der Nachkriegswelt zog der Brite quasi aus dem Nichts am Amerikaner vorbei. Und das obwohl Jeep-Hersteller Willys-Overland selbst redlich versuchte, seinen „Civil Jeep“ Willys CJ am Markt zu platzieren. Der US-Hersteller lizensierte sein Produkt großzügig an Autobauer in der ganzen Welt. Doch auch im „Verbund“ mit Mitsubishi in Japan, Mahindra in Indien oder der Hotchkiss-Tochter Société Financière Industrie et Automobile in Frankreich gelang es Willys-Overland nicht, dass der Land Rover am Jeep vorbeizog.

Das Bessere ist offensichtlich der Feind des Gutes.  Möglicherweise profitierte der Land Rover von der Gnade der späten Geburt. Denn der Brite entstand erst 1948 und feiert deshalb in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Der Land Rover ist damit ein Produkt der Nachkriegszeit. Dadurch ist der britische Geländewagen in den Köpfen der Menschen nicht mit dem Kriegsgeschehen des Zweiten Weltkriegs verbunden. Er gilt eher als Friedensengel, obwohl natürlich auch der Land Rover inzwischen auf eine umfangreiche Militärgeschichte zurückblicken kann.

Der Land Rover ist das Fahrzeug von Forschern, Entdeckern und Hilfsorganisationen

Trotzdem ist der Brite im Gegensatz zu seinem amerikanischen Rivalen heute hauptsächlich mit Forschungsreisen und humanitären Einsätzen verbunden. Und es gibt sogar heute noch Regionen der Welt, wo der Land Rover die Versorgung der Bevölkerung sicherstellt. Im indischen Teil des Himalaja versorgt seit Jahrzehnten eine Flotte von Land Rover-Modellen Menschen in weit abgelegenen Landgemeinden mit allem Lebensnotwendigen. 

Die Land Rover Flotte in Westbengalen besteht aus 42 Fahrzeugen auch unterschiedlichen Baujahren. Wobei die ältesten Fahrzeuge dieser Flotte ihren Dienst seit 1957 verrichten. Dabei transportieren die Geländewagen aus Solihull zu allen Jahreszeiten und über Stock und Stein genauso Menschen, Tiere und Güter. Ausgangspunkt der Flotte ist Maneybhanjang. Die Stadt in Darjeeling liegt 2.150 Meter über dem Meer. Ihr Namen bedeutet „Ort an dem sich alle Wege treffen“. Und das ist sinnbildlich gemeint. Denn von Maneybhanjang geht es hinauf in die Berge.

Vom Ausgangspunkt in Maneybhanjang erstreckt sich das Versorgungsgebiet der Land Rover bis auf eine Höhe von 3.636 Metern. Der Hochpunkt des Versorgungsgebiets ist die Landgemeinde Sandakphu. Sie liegt am Eingang des Singalila National Park. Von Sandakphu sind vier der fünf höchsten Berge der Welt sichtbar. Denn die Kleinstadt liegt in Sichtweite von Mount Everest, dem Kangchendzönga, Lhotse und Makalu.

Da die Straßen und Wege in dieser Region teilweise eher Trampelpfaden ähneln, ist der Einsatz von Lastwagen hier nicht möglich. Zum 70. Geburtstag des britischen Geländewagens besuchte ein Filmteam die Land Rover Flotte am Fusse des Himalaja und ihre Fahrer. Dabei entstand das Video „Land of Land Rovers“, das wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Es glänzt mit großartigen Aufnahmen aus der zerklüfteten und auch 2018 immer noch schwer zugänglichen Gegend.


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Der indischen Teil des Himalaja ist das Land of Land Rovers

Foto: Jaguar Land Rover

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

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