Lego baute den Bugatti Chiron mit Logo Technik Elementen nach. Schon das beeindruckt. Aber für noch mehr Respekt sorgt, dass der Nachbau des Supersportwagens tatsächlich fahren kann, wie das Video des Spielwaren-Herstellers eindrucksvoll zeigt.

Als Kind liebte ich es, mit Lego meine eigenen Welten zu bauen. So entstanden im Kinderzimmer im Wechsel entweder Fussball-Stadien oder jede Menge Rennwagen. Sicher fragte ich mich irgendwann auch, wie groß ein Lego-Modell wohl sein könne. In den Freizeitparks des dänischen Spielwaren-Herstellers beantworten ja jede Menge Modelle diese Frage. Denn dort gibt von fast jeder Sehenswürdigkeit der Welt einen Nachbau aus Lego.

Doch als Auto-Native interessieren uns natürlich besonders Fahrzeugmodelle. Und da ist das, was die Lego-Experten jetzt auf die Räder stellten, natürlich ein Highlight. Im normalen Leben konstruieren und bauen die Techniker aus dem tschechischen Kladno, wo Lego eine Fabrik betreibt, Modelle für die Lego-Themenparks in aller Welt. Jetzt stellten sie mit über 1.000.000 LEGO Technic Bausteinen einen Bugatti Chiron auf die Räder.

Er fährt tatsächlich!

Über einer Stützkonstruktion aus Metall formten die professionellen Lego-Spieler die Karosserie des Sportwagens in Originalgröße nach. Doch nicht nur das, auch den Antrieb übernehmen Lego Elemente. Dazu fügten die Entwickler genau 2.304 kleine Elektromotoren von Lego zu einer elektrischen Antriebseinheit zusammen. Getreu dem Motto „gemeinsam sind wir stark“ setzen Zahnräder aus dem Lego-Sortiment die Drehbewegung der Motoren in Vortrieb um. Theoretisch verfügt diese Antriebseinheit über eine Leistung von 5,3 PS. Das geschätzte Drehmoment liegt bei 92 Newtonmetern und reicht, um diesen rund 1,5 Tonnen schweren Lego-Bugatti tatsächlich zu bewegen.

Bilder vom Bugatti Chiron von Lego

Stilecht führte Bugatti-Testfahrer Andy Wallace den Boliden auf der Volkswagen-Teststrecke von Ehra-Lessin aus. Dort sind die echten Bugatti-Sportwagen über 400 Kilometer pro Stunde schnell. Das erreichte der Sieger der Langstrecken-Rennen von Le Mans (1988 im Jaguar XJR-9LM) und Sebring (1992 und 93 im Eagle MkIII von Dan Guerney) mit diesem Bugatti nicht ganz. Doch die Entwickler des Fahrzeugs staunten, als das Lego-Modell am Ende fast 20 Kilometer pro Stunde schnell war. Das lag deutlich über dem erwarteten Wert.

Das beeindruckt auch, weil der Bugatti das erste LEGO Technic Modell dieser Schwierigkeitsstufe ist, das nicht verklebt wurde. Mehr als 90 Prozent des fahrtüchtigen Modells besteht das Lego-Bausteinen und -Elementen. So gibt es zum Beispiel einen dank seiner LEGO Power Functions und Pneumatik ausfahrbaren Heckspoiler. Auch das funktionsfähige Tachometer bauten die Techniker komplett aus LEGO Technic Elementen. Und – natürlich – besteht auch das – nicht funktionierende – Lenkrad besteht aus Lego.

Geschätzter Preis 1,5 Millionen!

Insgesamt verbauten die Lego-Techniker 339 verschiedene LEGO Technic Elemente. Die Konstruktion und der Bau dieses Modells nahmen 13.438 Arbeitsstunden in Anspruch. Aber selbst unter Berücksichtigung der Materialkosten macht das diesen Bugatti ja fast schon zum Schnäppchen. Denn der echte Sportwagen kostet netto mindestens 2,65 Millionen. Der Lego-Chiron dürfte dagegen „nur“ rund 1,5 Millionen gekostet haben.

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