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Tom Schwede, bewegt alles, was vier Räder hat Hallo, ich bin Tom — zusammen mit der Auto Blogger Crew mit viel Benzin im Blut blogge ich hier im Auto-Blog für Auto-Natives über Autos. Seit 2007 gibt es in diesem Blog regelmäßig Reportagen, Tests und Meinungen rund ums Auto. Dazu zählen auch Beiträge über Oldtimer oder Youngtimer sowie über Motorsport.

 


Es gilt oft als wünschenswert, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Insofern hätte meine jüngste Dienstreise glatt als Wunscherfüllung durchgehen können. Denn sie gab mir Gelegenheit dem aktuellen Passat auf den Zahn zu fühlen. Auf einer Tour, die mich von Dortmund zunächst nach Ahrensburg und anschließend ins Umland von Bremen führte.

Spektakuläres sollte niemand erwarten, der sich für einen Passat entscheidet. Die Karosserie ist mehr zweckmäßig als gefällig. Das lieben, das schätzen die Kunden. Wer zum Passat greift, wählt Zweckmäßigkeit und keine Extravaganz. Das muss nicht verkehrt sein. Denn genau mit diesen Werten hat sich der Passat zum beliebten Arbeitstier deutscher Vertreter aufgeschwungen. In den großen Kofferraum passen auch umfangreiche oder ausladende Musterkoffer.

Mit meinem Laptop, dem Beamer und einem kleinen Rollkoffer kann ich den riesigen Laderaum nicht füllen. Er fasst 465 Liter, nach dem Umklappen der Rückbank sind es sogar 900 Liter. Das keine Mogelpackung. Denn leer wiegt der Passat 1.656 Kilogramm. Erst mit einer Zuladung von 689 Kilogramm ist das zulässige Gesamtgewicht von 2.270 Kilogramm erreicht. Wer will, kann also nicht nur Volumen, sondern auch Gewicht in seinem Passat zuladen.

Zumal sich das üppige Raumangebot im Innenraum fortsetzt. Selbst hinter mir, mit mehr als zwei Metern abseits des Normmaßes, könnte noch jemand bequem Platz nehmen. Selbst auf dem ungeliebten Mittelplatz der Rückbank lässt sich bequem sitzen. Fünf Erwachsene lassen sich mit diesem Passat Variant also ohne Probleme transportieren.

Damit das funktioniert hat Volkswagen den Passat, den ich bei Europcar gemietet habe, mit einem 140 PS starken Diesel-Motor ausgerüstet. Das reicht völlig, um auf der Autobahn oder in der Stadt im Verkehr mitzuschwimmen. Während des drei Tage langen Tests kam nicht das Gefühl auf, untermotorisiert zu sein.

Das Cockpit im Volkswagen Passat Variant 2.0 TDI
Das Cockpit im Volkswagen Passat Variant 2.0 TDI ist aufgeräumt.

Wenn die Strecke frei ist, sind auch Geschwindigkeiten jenseits der 180 km/h über längere Zeit bequem möglich. Mit einem Verbrauch von 7,1 Litern liege ich während des Tests deutlich über den Angaben des Herstellers. Angesichts meines Tempobolzens ist das trotzdem ein respektabler Wert.

Im Passat wirkt alles solide verarbeitet und macht den oft zitierten wertigen Eindruck. Bei einem Einstandspreis von fast 30.000 Euro für die Basisvariante „Trendline“ ist das zu erwarten. VW hält offensichtlich Wort. Denn selbst die fast 20.000 Kilometer, die der von mir gemietete Wagen in weniger als vier Monaten abgespult hat, sind am Innenraum fast spurlos vorübergegangen. Das spricht für die Qualität des Volkswagens.

Als angenehm erweist sich das Navigationssystem RNS 510, mit dem mein Testfahrzeug ausgerüstet ist. Es weist mit zuverlässig den Weg. Die Ansagen sind verständlich und erfolgen ausreichend der notwendigen Aktion. Die Bedienung über den TFT-Touchscreen ist durchdacht und gelingt sofort. Und das nicht nur, weil das System nach meinem Test des Skoda Yeti ein alter Bekannter ist.

Fazit: Der Volkswagen Passat Variant 2.0 TDI ist kein Schnäppchen. Für den Gesamtpreis von fast 38.000 Euro, die das von uns getestete Fahrzeug beim freundlichen VW-Händler kostet, bietet der Passat solide Hausmannskost. Manchmal mag ich übrigens Hausmannskost. Irgendwie schwirrt mir bei der Rückgabe der Spruch „Passat, da weiß man, was man hat!“ im Kopf herum.


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Von uns getestet: Der Volkswagen Passat Variant 2.0 TDI

Von uns getestet: Der Volkswagen Passat Variant 2.0 TDI

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

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