Sonst noch ausprobiert

Buchtipp: Formula 1 in Camera, 1960-69

Paul Parker blickt in seinem Buch Formula 1 in Camera, 1960-69 auf die Formel 1 der 1960er-Jahre zurück. Wir meinen, dass dieses Buch im Bücherschrank eines Formel-1-Fans nicht fehlen darf.

In den 1960er-Jahren veränderte sich der Motorsport mit großen Schritten. Die Szene professionalisierte sich. Aus dem Wochenendvergnügen einiger Herrenfahrer wurde ein Business. Ehemalige Rennfahrer wie Enzo Ferrari oder geniale Konstrukteure wie Colin Chapman verstanden es, die auf der Rennstrecke eingefahrenen Lorbeeren auf der Straße zu versilbern.

Die Landesfarben weichen Sponsoren

Zu Beginn der Dekade traten britische Teams wie BRM, Lotus, Brabham oder Cooper fast geschlossen im traditionellen „British Racing Green“ an. Daneben gab es auf den Strecken rote und blaue Farbtupfer von Ferrari und Matra. Doch dann verlor der Motorsport immer mehr die Unschuld. Denn statt in den traditionellen Landesfahren bestimmten immer öfter Sponsoren das Lackleid der Boliden.

Dazu entwickelten sich auch die Autos dramatisch weiter. Nach dem Erfolg von Cooper, der wie schon Ferdinand Porsche in den 1930er-Jahren auf ein Mittelmotorkonzept setzte, wurde der Mittelmotor Standard. Gleichzeitig schrumpften die Autos, bis ihnen in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre Flügel wuchsen. Zudem gingen auch die Reifen in die Breite.

Kurzum, in den 1960er-Jahren entwickelte sich der Motorsport zu dem, was wir heute kennen. Mit seinem Buch Formula 1 in Camera, 1960-69 dreht Paul Parker die Zeit zurück. Der Brite wirft einen Blick zurück, in die Zeit als Formel 1 Rennwagen noch kleine zerbrechliche Zigarren waren. Auf 240 Seiten lässt der Brite in seinem Buch die 60er-Jahre der Formel 1 vor dem Auge des Betrachters (fast) wieder lebendig aufleben.

Formula 1 in Camera, 1960-69 ist großartig!

Denn Parker zeigt den Motorsport in seiner ursprünglichen Form. Beim Blättern in dem englischsprachigen Buch wird deutlich, vor vier Jahrzehnten hatten die Fans und Zuschauer noch unmittelbaren Zugang zu den Piloten und Fahrzeugen. Das Buch entstand auf Grundlage des renommierten LAT-Foto-Archivs. Dabei entstand ein interessanter Bildband, der im Bücherschrank eines Formel-1-Fans nicht fehlen darf.

Auch den Stars der Zeit räumt Parker in seinem Buch Formula 1 in Camera, 1960-69 viel Platz ein. Kein Wunder, Namen wie Wolfgang Graf Berghe von Trips, Jim Clark, Graham Hill, John Surtees, Jackie Steward oder Jochen Rindt lassen heute noch die Herzen der Fans höher schlagen. Ob das nach dem Rücktritt von Michael Schumacher bei einem der aktuellen Formel-1-Fahrer in 40 Jahren auch der Fall sein wird?

Formula 1 in Camera, 1960-69 von Paul Parker
Herausgeber Haynes Publishing (1. Februar 2007)
Sprache Englisch, 240 Seiten
ISBN-10 : 1844252183
ISBN-13 : 978-1844252183
Abmessungen : 23.5 x 1.91 x 28.91 cm

Was meinen Sie dazu?

Mit dem Absenden des Kommentars übermittelten Sie uns Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, Ihre IP-Adresse, Ihre URL (sofern angegeben) und Ihren Kommentartext. Gleichzeitig stimmen Sie ausdrücklich der Speicherung und der Veröffentlichung des Kommentars zu. Die Veröffentlichung erfolgt ohne E-Mail- und IP-Adresse. Diese Daten dienen dem Schutz vor Missbrauch der Kommentarfunktion (SPAM) und werden anschließend automatisch gelöscht. Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen oder die Links zu entfernen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung des Kommentars besteht nicht.