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Tom Schwede, bewegt alles, was vier Räder hat Hallo, ich bin Tom — zusammen mit der Auto Blogger Crew mit viel Benzin im Blut blogge ich hier im Auto-Blog für Auto-Natives über Autos. Seit 2007 gibt es in diesem Blog regelmäßig Reportagen, Tests und Meinungen rund ums Auto. Dazu zählen auch Beiträge über Oldtimer oder Youngtimer sowie über Motorsport.

 




Seit dem Debüt 2012 schwimmt der Mazda CX-5 auf einer Erfolgswelle. Denn der SUV stieg schnell zum Bestseller im Programm des japanischen Autobauers auf. Die seit 2017 angebotene zweite Generation des kompakten SUV schreibt diese Erfolgsgeschichte eindrucksvoll fort. Trotzdem pflegt Mazda seinen Verkaufsschlager weiter. Wir waren mit dem Mazda CX-5 SKYACTIV-D 184 AWD des Jahrgangs 2018 unterwegs.

Der Erfolg des CX-5 beeindruckt. Weltweit erreicht der SUV inzwischen im Mazda-Programm einen Verkaufsanteil von rund 25 Prozent. 2017 brachte Mazda fast 19.000 Exemplare des CX-5 auf unsere Straßen. Die Beleibtheit des SUV ist auch bei unseren Lesern zu erkennen. Denn die Testberichte des CX-5 interessieren offensichtlich viele Leser. Den Fahrbericht zur Vorstellung der zweiten Generation des CX-5 riefen bisher rund 14.000 Besucher ab. Eine durchschnittliche Verweildauer von mehr als drei Minuten belegt, dass die Besucher diese Artikel auch lesen.

Die verbesserte Smartphone-Integration ist nachrüstbar!

Insofern war ich gespannt, was der neue Mazda CX-5 2018 bietet. Denn auf dem Papier sieht das Update moderat aus. Alle vier angebotenen Motoren – zwei Benziner und zwei Diesel – erfüllen jetzt die „Euro 6d-temp“ genannte aktuelle Abgasnorm. Daneben verfügt das Spitzenmodell CX-5 Sports-Line des Jahrgangs 2018 jetzt über eine 360°-Kamera. Außerdem können Kunden beim CX-5 ab sofort eine Smartphone-Integration für Apple CarPlay und Android Auto bestellen. 300 Euro Aufpreis kostet der Spaß, der allerdings nicht im Einsteigermodell Prime-Line verfügbar ist. 

Das Bild der neuen 360°-Kamera erleichtert auf engen Raum das Parken und Rangieren.
Das Bild der neuen 360°-Kamera erleichtert auf engen Raum das Parken und Rangieren (Foto: Tom Schwede).

Offensichtlich weiß Mazda auch, dass die weitverbreiteten Systeme von Apple und Google inzwischen die Konnektivitätslösungen der Hersteller in der Bewertung der Kunden weit hinter sich lassen. Deshalb bietet Mazda dieses Update sogar für Bestandskunden an. Denn auch bei älteren CX-5 der zweiten Generation lässt sich die Smartphone-Integration für Apple CarPlay und Android Auto nachrüsten. Einzige Voraussetzung ist, dass der CX-5 bereits über das Infotainment-System mit dem sieben Zoll großen Bildschirm verfügt.

Die Motoren legen teilweise etwas zu!

Der zwei Liter große Benzin-Vierzylinder gewann bei der Neuabstimmung fünf PS und verfügt jetzt über 165 PS Leistung. Auch beim Drehmoment legte der kleinere der beiden angebotenen Benziner mit jetzt 213 Newtonmetern marginal zu. Beim 2,5 Liter großen Benzin-Vierzylinder mit Zylinderabschaltung blieben die Leistungsdaten unverändert. Das Spitzenmodell der CX-5-Familie leistet 194 PS und ist 258 Newtonmeter stark.

Bei den Dieselmotoren ging Mazda anders herum vor. Die Leistungsdaten des „kleineren“ Selbstzünders blieben mit 150 PS Leistung und 380 Newtonmeter Drehmoment unverändert. Gleichzeitig gewann das stärkere Diesel-Modell gleich neun PS und verfügt jetzt über eine Leistung von 184 PS und 445 Newtonmeter maximales Drehmoment. Das ist mit einem Zuwachs von 25 Newtonmetern eine deutliche Steigerung der zur Verfügung stehenden Motorkraft.

Der 184 PS starke Diesel ist optisch unscheinbar.
Der 184 PS starke Diesel ist optisch unscheinbar. Doch Motor ist technisch gut gemacht. Denn der Diesel verfügt über eine Bi-Turbo-Aufladung und glänzt mit einer Vollaluminium-Bauweise. (Foto: Max Schwede)

Neu ist, dass die Diesel-Motoren des CX-5 ihr Abgas jetzt über ein SCR-Abgasreinigungssystem (selektive katalytische Reduktion) säubern. In Verbindung mit einer Harnstoffeinspritzung sorgt das für eine deutliche Verringerung der Stickoxid-Emissionen. In der Vergangenheit legte Mazda Wert darauf, auch ohne Harnstoffeinspritzung (AdBlue) alle Abgasvorschriften einzuhalten. Doch bei der aktuellen Abgasnorm „Euro 6d-temp“ was das wohl nicht mehr möglich.

Interessant ist auch, dass der stärkere der beiden Biturbo-Diesel seine Spitzenleistung nun bereits bei 4.000 Umdrehungen pro Minute auf die Kurbelwelle stemmt. Bisher mussten CX-5-Fahrer 500 Umdrehungen höher drehen, um die Spitzenleistung abzurufen. Dieses verbesserte Ansprechverhalten macht sich auch beim Fahren bemerkbar, auch wenn die gegen Aufpreis verfügbare Wandler-Automatik (plus 1.800 Euro) raubt dem CX-5 einen Teil Fahrspaß.

Wie fährt sich der Mazda CX-5 SKYACTIV-D 184 AWD?

Mein CX-5 wäre auf jeden Fall ein Schalter. Das bestätigt sich auch auf der Vergleichsfahrt im Bergischen Land. Mir behagt einfach nicht, wie Mazda die Wandler seiner Automatikgetriebe abstimmt. Das störte mich ja auch schon etwas bei der Testfahrt mit dem Mazda MX-5 RF und dem Mazda CX-5 2.5 SKYACTIV-G AWD, das ich im Herbst 2017 fuhr. Doch in Verbindung mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe ist der Mazda CX-5 SKYACTIV-D 184 AWD habe ich am Antrieb nichts zu bemängeln.

Der kompakte SUV lässt sich mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe genauso sportlich wie komfortorientiert fahren. Der CX-5 profitiert auf jedem Meter von seinem kräftigen Diesel-Motor. Denn das maximale Drehmoment von 445 Newtonmetern steht bereits bei sehr moderaten 2.000 Umdrehungen pro Minute bereit. Wer will, der kann damit extrem schaltfaul reisen. Denn selbst im sechsten Gang lässt ich der CX-5 mit diesem Motor zur Not auch mit nur etwas mehr als der Leerlaufdrehzahl bewegen.

Unser Autor Tom Schwede hatte beim Test des Mazda CX-5 sichtlich Spaß.
Unser Autor Tom Schwede hatte beim Test des Mazda CX-5 sichtlich Spaß. (Foto: Max Schwede)

Es beeindruckt, wie der Diesel das Kommando des Gaspedals anschließend ohne Verzögerung in Beschleunigung umsetzt. Wir reden hier natürlich nicht von einem Sportwagen, aber die souveräne Kraft des Vierzylinders, dem zwei Turbolader zusätzliches Leben einhauchen, beeindruckt trotzdem. Beim Studium der Testdaten bin ich etwas erstaunt, dass sich der Mazda CX-5 SKYACTIV-D 184 AWD für den Sprint von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde 9,3 Sekunden genehmigt. Subjektiv fühlt sich das schneller an.

Auch auf kurvigen Straßen macht der CX-5 durchaus Spaß. Zumal selbst ich meinen mehr als zwei Meter langen Körper gut auf dem Fahrerplatz verstaue. Sowohl der Abstand zum Lenkrad als auch die Position der Pedale passen. Das ist immer die Grundvoraussetzung für sportliches Fahren. Die Lenkung ist sehr direkt, das Fahrwerk angemessen sportlich abgestimmt. Allenfalls bei sehr sportlicher Kurvenfahrt würde ich mir wünschen, dass die Vordersitze etwas mehr Seitenhalt bieten.

Fazit zum Test des Mazda CX-5 SKYACTIV-D 184 AWD (2018)

Die Modellpflege des Jahrgangs 2018 ist sehr moderates Update. Das fällt auch deshalb so leicht, weil die Grundlage der zweiten Generation des Mazda CX-5 bereits über jeden Zweifel erhaben war. Besonders der jetzt 184 PS starke Vierzylinder-Diesel ist ein guter Motor. Er zeigt, dass der Diesel noch nicht zum alten Eisen gehört. Denn im Kampf gegen die globale Erwärmung geht es vor allem um die Reduzierung der CO2-Emissionen.

Und genau bei der Antwort auf diese Frage ist der Diesel – entgegen aller Kritik – unverzichtbar. Denn ein kombinierter Verbrauch von 5,2 Litern pro 100 Kilometer, das entspricht einer CO2-Emission von 137 Gramm pro Kilometer, ist ein guter Wert. Mit dem Erfüllen der Abgasnorm „Euro 6d-temp“ belastet der Mazda auch die Innenstädte nicht Übergebühr mit Stickoxid und Feinstaub. Deshalb spricht aus meiner Sicht nichts gegen diesen modernen Diesel.

Mir gefällt die Karosseriegestaltung des Mazda CX-5. Denn der kompakte SUV setzt sich deutlich vom Einheitsbrei der SUV-Klasse ab.
Mir gefällt die Karosseriegestaltung des Mazda CX-5. Denn der kompakte SUV setzt sich deutlich vom Einheitsbrei der SUV-Klasse ab. (Foto: Max Schwede)

Dazu kommt, dass mir der Mazda CX-5 insgesamt ausgesprochen gut gefällt. Ich mag die Gestaltung der Karosserie. Denn die unterscheidet sich mit ihren wohlgeformten Rundungen und trotzdem knackigen Proportionen vom SUV-Einheitsbrei der Konkurrenz. Ähnlich viel „Selbständigkeit“ bei der Formgebung leistet sich im Bereich der SUV sonst Volkswagen mit seinen Zwillingen Audi Q2 und VW T-ROC.


Technische Daten zum Fahrzeug:

  • Typ: Mazda CX-5 SKYACTIV-D 184 AWD (2018) Sports-Line
  • Grundpreis: 39.390 Euro (9/2018)
  • Preis des Testwagens: 43.480 Euro – Technik-Paket (990 Euro), Lederausstattung (1.900 Euro), Metallic-Lackierung (990 Euro) und Smartphone-Integration (300 Euro)
  • Motor: Vierzylinder-Dieselmotor mit zweistufiger Turboaufladung, 2.191 ccm Hubraum, 184 PS (135kW) Leistung bei 4.000 1/min, maximales Drehmoment 445 Newtonmeter bei 2.000 1/min
  • 0-100 km/h: 9,3 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 211 km/h
  • Verbrauch: Kombiniert 5,2 Liter/100 Kilometer – 137 g/km CO2-Emission
  • Typklassen: 14, 21, 19 (Haftpflicht, Voll-, Teilkasko)
  • Highlights der Ausstattungsline Sports-Line: Matrix LED-Lichtsystem, 360°-Kamerasystem, elektrische Parkbremse mit Hold-Funktion, Müdigkeitserkennung, City-Notbremsassistent, aktive Spurhalteassistent und Bergabfahrhilfe

Gesamtwertung

Test Mazda CX-5 SKYACTIV-D 184 AWD (2018)

9

Fahrspaß und Dynamik

8.3/10

Preis-Leistung

8.8/10

Sicherheits- und Assistenzsysteme

10.0/10

Drivers Choice

9.0/10

Pros

  • Kräftiger Dieselmotor
  • Durchschnittsverbrauch 5,2 Litern pro 100 Kilometer
  • Eigenständiges Design

Cons

  • Vordersitze bieten wenig Seitenhalt

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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Der Mazda CX-5 SKYACTIV-G 184 AWD (2018) macht optisch eine gute Figur. Denn der kompakte SUV glänzt mit einem sehr eigenständigen Design.

Foto: Max Schwede

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

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