In den Archiven der Autobauer finden sich echte Schmuckstücke. Die Skizze des Mazda R16A gehört dazu. Welche Geschichte steckt hinter dem Prototyp?

Mazda entscheidet sich früh für den Wankel-Motor. Schon im Februar 1962 erwirbt der japanische Autobauer eine Lizenz. Mazda darf damit Wankel-Benzinmotoren bis zu einer Leistung von 231 PS bauen. Im Juli 1963 ist der erste Kreiskolbenmotor von Mazda testbereit. Mazda präsentiert den Zweischeibenmotor noch im gleichen Jahr auf der Tokyo-Motor-Show. Ein Jahr später folgt der Prototyp des Mazda Cosmo Sport. Der Sportwagen kommt 1967 in den Handel.

Bis dahin legen die Mazda-Ingenieure rund drei Millionen Testkilometer mit Wankelmotoren zurück. Das Kammervolumen des Motors wächst von zweimal 398 ccm des Prototyps auf zweimal 491 ccm im Serientriebwerk an. Damit verbessert Mazda die Fahrbarkeit bei kleinen Drehzahlen. Parallel entstehen ab 1963 weitere Versuchsmotoren mit drei und vier Scheiben. Doch zum Test dieser Kreiskolbenmotoren fehlt Mazda ein geeignetes Fahrzeug.

Zum Test entsteht der Mazda R16A

Die Mazda-Ingenieure bauen mit dem R16A einen offenen Sportwagen. Beim Design des Sportwagens stehen der Porsche 718 und der Lotus 23 Pate. Besonders der Lotus ist ein gutes Vorbild. Denn der kleine Brite ist seit seinem Debüt 1962 in der Klasse der kleinen Sportwagen das Maß der Dinge. Genauso wie der Lotus verfügt der Mazda über zwei Sitzplätze und einen zwischen den Achsen angeordneten Motorenraum. In den kommenden Jahren kommen hier alle bei Mazda verfügbaren Wankelmotoren zum Einsatz.

Skizze des Mazda R16A von 1965
Skizze des Mazda R16A von 1965 (Foto: Mazda)

Bis zu vier Scheiben mit einem Kammervolumen von je 398 ccm treiben den Mazda R16A bei den Tests an. Die Test finden hauptsächlich auf dem auf dem High-Speed-Oval des Miyoshi Proving Ground statt. Diese Teststrecke in der Nähe des Mazda-Stammsitzes in Hiroshima gehört Mazda. Bei ihrer Eröffnung im Juni 1965 gilt sie als die modernste Testanlage in Asien. Die Tests mit dem R16A tragen dazu bei, den Zweischeibenmotor des Cosmo zur Serienreife zu bringen.

Er darf ab 1967 das Serienmodell des Cosmo antreiben. Dabei ist Mazda der erste Hersteller, der einen Wankelmotor mit zwei Brennkammern in der Serie anbietet. Der Mazda R16A fährt ins Archiv. Ein Motorsporteinsatz ist nicht überliefert. Obwohl das Reglement des Großen Preis von Japan den Einsatz Ende der 1960er-Jahre des Gruppe 7 Sportwagens erlaubt.

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