Das Markenzeichen des Sportwagenherstellers geht auf einen Entwurf von Mario Maserati zurück, dem Bruder der Firmengründer. Als Vorlage diente ihm der Neptunbrunnen in Bologna, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Dessen Dreizack wurde zum zentralen Motiv. Es entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem der prägnantesten Logos der Automobilgeschichte.
Haute Horlogerie trifft Supersportwagen
Gemeinsam mit dem Schweizer Uhrenhersteller Bianchet entstand die „UltraFino Maserati“. Die auf 100 Exemplare limitierte Uhr setzt auf ein fliegendes Tourbillon und ein extrem flaches Kaliber mit nur 3,85 Millimetern Bauhöhe. Technische Machtdemonstration im Miniaturformat.
Gestalterisch orientiert sich das Modell am Supersportwagen Maserati MCPURA. Das skelettierte Zifferblatt greift dessen markante Felgenstruktur auf, während Farbgebung und Materialwahl – Titan und Carbon – bewusst Parallelen zur Fahrzeugtechnik ziehen. Selbst der sichtbare Tourbillon-Käfig wird als Reminiszenz an den Nettuno V6 interpretiert.
Der Dreizack im Miniaturformat
Weniger technisch, aber nicht weniger symbolisch fällt die zweite Ehrung aus. In Italien ist eine Sonderbriefmarke erschienen, die den Dreizack in seiner historischen und aktuellen Form zeigt. Gestaltet wurde sie vom hauseigenen Designzentrum von Maserati und ist Teil einer Serie zur industriellen Exzellenz des Landes.

Herausgegeben wird sie jedoch nicht vom Hersteller selbst, sondern offiziell vom Staat: Zuständig ist das Ministero delle Imprese e del Made in Italy, produziert wird die Marke vom Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato, den Vertrieb übernimmt die Poste Italiane. Eine solche Ausgabe ist damit mehr als nur ein Sammlerstück – sie ist eine staatliche Würdigung.
Mehr als ein Logo
Der Dreizack ist längst mehr als ein Markenemblem. Er steht für die Rennsportwurzeln von Maserati und für eine Linie, die von frühen Grand-Prix-Erfolgen bis zu heutigen Supersportwagen reicht. Dass man dieses Symbol zum 100. Geburtstag sowohl mechanisch als auch grafisch interpretiert, wirkt daher nur konsequent.
Während die Uhr mit 100 Exemplaren ein Fall für Sammler und Vitrinen bleibt, bringt die Briefmarke den Dreizack zurück in den Alltag. Oder ganz direkt formuliert: Die Uhr zielt auf die üblichen Verdächtigen, die Briefmarke auf alle anderen.
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