Zur Formel 1 gehört das Kommen und das Gehen von Teams, Motorengerstellern und Fahrern. Abgesehen von Ferrari gibt es kein Team, das seit dem Beginn der Automobil-Weltmeisterschaft dabei ist. Mit McLaren (seit 1966) und Williams (seit 1977) gibt es immerhin zwei Teams, die ein halbes Jahrhundert zum schnellsten Zirkus der Welt gehören und ihren Namen in dieser Zeit nicht geändert haben. Nur temporär verbanden sie ihn mit dem Namen eines Sponsors, nannten sich zeitweise Marlboro McLaren oder Albilad-Williams Racing Team.
Und dann gibt es die Teams, Marken und Autos, die nie bei einem Grand Prix antraten, obwohl sie sogar ein für die Regeln passendes Autos hatten. Die Gründe dafür sind unterschiedlich und vielfältig. Einigen ging das Geld aus, bevor sie Teil der illustren Gesellschaft der Grand Prix-Teilnehmer werden konnten. Anderen fehlte irgendwann der Glaube an ihre Konstruktion, sie erkannten die Sinnlosigkeit ihres Unterfangens und zogen sich zurück. Und erstaunlich oft zwang die Firmenpolitik für einen Rückzug.
In loser Folge beschäftigen wir uns hier auf autonatives.de mit den Teams, Rennwagen und Motoren, die den Sprung ins Starterfeld nie schafften.
Vom Crash-Test-Debakel zur Lachnummer: Die bizarre Odyssee des FIRST F189
Ein Crash-Test, der in einem Desaster endete, und ein Konstrukteur, der vor seinem eigenen Werk warnte. Der FIRST F189 sollte 1989 die Formel 1 erobern, scheiterte vordem ersten Start. Die bizarre Wiederauferstehung als Life L190 ein Jahr später machte den Flop schließlich perfekt.
DAMS GD-01: Ein französischer Traum bleibt in der Boxengasse stehen
Mitte der 1990er-Jahre wollte Jean-Paul Driot mit seinem eigenen Boliden in die Startaufstellung der Formel 1. Warum der DAMS GD-01 trotz solider Technik zu klobig für die Spitze war und warum das Projekt schließlich sang- und klanglos in der Boxengasse endete.
Dome F105: Japanisches Formel 1-Märchen ohne Happy End
Manche Rennwagen gewinnen Weltmeisterschaften, andere werden zu Legenden, obwohl sie nie an einem einzigen Grand Prix teilgenommen haben. Der Dome F105 ist ein solches Phantom der Formel 1 Geschichte. Es ist die Erzählung von technischer Ästhetik, großen Ambitionen und dem gnadenlosen Takt der Stoppuhr.
Japanische Phantome: Honda RC100 und sein Nachfolger Honda RC101/B
Während andere Teams mit lautem Getöse und großen Sponsoren in die Formel 1 drängten, entstand im japanischen Tochigi Anfang der 1990er-Jahre ein Bolide in fast klösterlicher Stille. Der Honda RC100 (und seine Nachfolger RC101/B) war das Projekt einer Gruppe von Ingenieuren, die beweisen wollten, dass Honda mehr kann als „nur“ die besten Motoren der Welt zu bauen.
McLaren MP4/8B Lamborghini: Es sollte nicht sein
Was wäre gewesen, wenn McLaren 1994 nicht auf Peugeot, sondern auf Lamborghini gesetzt hätte? Doch obwohl Ayrton Senna vom McLaren MP4/8B mit Lamborghini-V12 begeistert war, bestritt der „McLambo“ nie einen Grand Prix.
„GLAS“: Wie ein mexikanisches Luftschloss zum „Lambo 291“ wurde
Ein verschwundener Investor, 20 Millionen Dollar im Nirgendwo und ein verwaistes Chassis: Das Projekt GLAS ist das Phantom, aus dessen Trümmern später der Lambo 291 entstand. Denn bevor der Wagen 1991 als „Modena Team“ tatsächlich in der Startaufstellung auftauchte, war er als mexikanisches Nationalteam geplant.