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Lotus Esprit – Filmstar und Dauerläufer aus Hethel

Im Oktober 1975 stellte Lotus mit dem Esprit einen Sportwagen aus der Zukunft vor. 1976 kam der Lotus Esprit auf den Markt und blieb bis 2004 die Konstante im Programm des Sportwagenherstellers.

Tom Schwede
Von Tom Schwede
28. September 2026
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Lotus Esprit S1
Als Lotus 1975 den Lotus Esprit S1 vorstellte, sah der Rest der Modellpalette sofort alt aus. Denn der Lotus wirkte, als ob er direkt aus der Zukunft kam. Wohl auch deshalb „überlebte“ der Sportwagen 28 Jahre. Erst 2004 lief die Produktion endgültig aus. (Foto: Lotus Cars)

Anfang der 1970er-Jahre ist die Modellpalette der Seriensportwagen von Lotus veraltet. Seven, Elan (Typ 26) und Europa benötigen dringend moderne Nachfolger. Zudem möchte Lotus-Boss Colin Chapman seinen Autobauer stärker in Richtung exklusiver Sportwagen verschieben. Denn im Luxus-Segment sind die Margen größer. Dazu kommt, dass die Homologationsvorschriften für einen Sporteinsatz inzwischen Stückzahlen vorschreiben, die die Manufaktur Lotus kaum noch bewältigen kann.

Der Brite kontaktiert Giorgetto Giugiaro, der sich mit Italdesign selbständig gemacht hat. Beide werden sich handelseinig. Giugiaro zeichnet für Lotus einen radikalen Keil. Zunächst entsteht ein Modell im Maßstab 1:4, das im Windkanal getestet wird. Der dabei gemessene cW-Wert von 0,34 enttäuscht Chapman so sehr, dass er das Projekt zunächst stoppt. Italdesign denkt die Idee weiter und baut ein 1:1-Modell, das das Designstudio 1972 auf dem Turiner Autosalon als Konzeptfahrzeug präsentiert.

Von Turin nach Paris brauchte Lotus drei Jahre

Doch das Konzeptfahrzeug überzeugte Chapman. Doch der Entwurf ließ sich nicht einfach aus Turin mitnehmen und in Hethel aufs Fließband stellen. Denn unter der spektakulären Hülle steckten ein stark modifiziertes Chassis des Lotus Europa Twin Cam und viel Improvisation. Um, wie bei Lotus üblich, die Esprit-Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff zu fertigen, musste Giugiaros Entwurf umfassend verändert werden.

Denn Giugiaro hatte ein wunderschönes Auto gezeichnet, das Lotus so gar nicht bauen konnte. Tony Rudd erinnerte sich später daran, dass allein die Anpassung der Karosserie an die Lotus-Fertigung einen Großteil der Jahre 1973 und 1974 verschlang. Colin Chapman und Lotus-Ingenieur Mike Kimberley flogen zeitweise zweimal pro Woche nach Italien. Am Ende fand sich die Lösung: Die Karosserie des Esprit besteht aus zwei großen GFK-Hälften, die etwa auf Höhe der Gürtellinie miteinander verbunden wurden.

Auch Elite und 907 banden Kapazitäten

Und als hätte der kleine Sportwagenhersteller nicht genug zu tun gehabt, entwickelte Lotus parallel zum Serienmodell des Esprit den neuen Elite und kämpfte mit den Kinderkrankheiten des neuen 907-Motors. Der Reihenvierzylinder mit Aluminium-Zylinderblock und zwei obenliegenden Nockenwellen erzeugte aus 1973 cm³ Hubraum 160 PS (118 kW) Leistung und kam zunächst im Kundenfahrzeug Jensen-Healey zum Einsatz. Für den Esprit blieben deshalb nur begrenzte Entwicklungskapazitäten.

Frontansicht des Lotus Esprit S1

Optisch nahm es der Lotus Esprit S1 mit den Supersportwagen der 1970er-Jahre auf. Doch der Vierzylinder hinter den Sitzen der Insassen klang eher nach Toyota Celica oder VW Scirocco als nach Lamborghini oder Maserati. (Foto: Lotus Cars)

Erst Ende 1974 war der erste echte Prototyp nahezu fertig. Anfang 1975 konnte er endlich fahren. Als Colin Chapman im Januar vom Großen Preis von Argentinien nach England zurückkehrte, überraschten ihn seine Mitarbeiter am Flughafen Heathrow mit dem roten Prototyp IDGG 01. Chapman stieg ein und fuhr selbst zurück zum Hauptsitz von Lotus. Ganz problemlos verlief selbst diese Fahrt nicht. Unterwegs brach ein Radträger. Es gab also noch Arbeit.

1975 stand der Lotus Esprit endlich in Paris

Im Oktober 1975 war Lotus schließlich endlich weit genug, um den Esprit auf dem Pariser Autosalon vorzustellen. Kaufen konnte man ihn deshalb allerdings noch lange nicht. Die Werkzeuge für die Serienfertigung waren immer noch nicht vollständig fertig entwickelt. Erst ab Juni 1976 lieferte Lotus die Kunden-Fahrzeuge aus. Zwischen Giugiaros silbernem Keil von Turin und dem ersten Kundenauto lagen also dreieinhalb Jahre. Doch das Publikum war begeistert.

Denn der Esprit sah nach Lamborghini und Maserati aus. Und Lotus baute ihn nach der eigenen Philosophie: leichter GFK-Aufbau, Zentralrohrrahmen, Mittelmotor. Gerade einmal ungefähr eine Tonne musste der Motor bewegen. Allerdings waren die ersten Autos nicht unbedingt das, was man heute unter Premium-Qualität verstehen würde. Dazu kam, dass der Motor mit der Konkurrenz nicht mithalten konnte. Denn wo diese mit sechs, acht oder zwölf Zylindern glänzte, gab es bei Lotus nur einen Vierzylinder.

Dann kommen James Bond und „Der Spion, der mich liebte“

Trotzdem verhalf 1977 ein weißer Esprit S1 Lotus über Nacht zu Weltruhm. Die Szene, wie Roger Moore den Lotus im zehnten Film der James-Bond-Reihe ins Meer steuert und dieser zum U-Boot mutiert, unterstrich den futuristischen Ansatz des Sportwagens. Die Legende besagt, dass Colin Chapman seinen Wagen Film-Produzent Albert R. Broccoli nicht einfach nur anbot. Chapman stellte einen Esprit demonstrativ vor den Büros der Produktionsgesellschaft ab und machte Broccoli und seine Mitarbeiter so neugierig.

Eine gute Idee, die Lotus im Film Aufmerksamkeit verschaffte, für die andere Hersteller Millionen in Werbung investieren mussten. Dazu kam: Nach diesem Auftritt war es fast egal, dass im Lotus unter der Motorhaube ein Triebwerk saß, das konstruktiv auf den „Slant Four“ von Vauxhall zurückging. Denn der Esprit war jetzt Teil der Popkultur. Doch selbst der enorme Werbeeffekt des Films „Der Spion, der mich liebte“ machte aus dem Lotus beileibe kein Massenprodukt der Großserie.

Die Stückzahlen des Esprit blieben überschaubar

Denn der Esprit sah zwar aus wie ein Supersportwagen aus einer anderen Welt. Gebaut wurde er dagegen stets nur in Manufakturstückzahlen. 1976 entstanden gerade einmal 134 Exemplare, im ersten vollen Produktionsjahr 1977 waren es 580. In den ersten vier Produktionsjahren waren es zusammen nur 1.741 Esprit. Die Ursachen waren vielfältig. Schon 1978 beseitigte Lotus einige Schwächen der frühen Esprit-Modelle, ließ Giugiaros Grundform jedoch praktisch unangetastet.

Esprit S1 Esprit S2
Bauzeit 1976–1978 1978–1981
Motor 2,0 l Type 907 2,0 l Type 907, später 2,2 l Type 912
Leistung Europa ca. 160 PS ca. 160 PS
Kühlung verbesserte Motorkühlung
Lufteinlässe keine „Ohren“ hinter den hinteren Seitenscheiben markante schwarze Lufteinlässe
Frontspoiler Bestandteil der Karosserieform separater schwarzer Frontspoiler
Räder Wolfrace-Leichtmetallräder von Lotus entwickelte Speedline-Räder
Heckleuchten Fiat X1/9 Rover SD1
Instrumente/Innenraum überarbeitet
Motorabdeckung verbesserte Belüftung

Am einfachsten erkennt man einen S2 an den schwarzen Lufteinlässen hinter den hinteren Seitenscheiben. Sie versorgten den Motorraum besser mit Frischluft und lösten auch ein paar thermische Probleme der ersten Version. Dazu kamen neue Speedline-Felgen und der schwarze Frontspoiler. Der Relaunch war überwiegend optisch. Denn technisch blieb trotzdem viel beim Alten. Der S2 verwendete weiterhin den Lotus-Motor Type 907 mit 1.973 cm³ und 16 Ventilen sowie ein Citroën-Fünfganggetriebe.

Mit einem Turbo wurde der Esprit zum ernsthaften Supersportwagen

Die Fahrleistungen veränderten sich daher kaum. Interessanter wurde es 1980 mit dem Esprit S2.2, als Lotus den Hubraum seines Vierzylinders auf 2.174 cm³ vergrößerte. Der jetzt Type 912 genannte Motor brachte zwar nicht dramatisch mehr Spitzenleistung, aber er verbesserte das Drehmoment und die Elastizität. Der S2.2 war ein wichtiger Schritt zum Turbo. Damit nahm Lotus die Idee einiger Händler und Tuner auf, die schon das Ursprungsmodell zwangsbeatmeten.

Der Werksturbo machte aus dem bislang etwas exotischen Vierzylinder-Sportwagen ein Auto, das sich leistungsmäßig tatsächlich mit Ferrari und Porsche messen konnte. Denn mit nun 213 PS Leistung wurde der Esprit endlich zu dem Supersportwagen, der er optisch bereits seit 1972 war. Der Turbo kam beim Debüt als „Essex Turbo Esprit“ auf den Markt. Dieses Sondermodell trug die Lackierung der „Essex Overseas Petroleum Corporation“, Sponsor des Team Lotus von 1979 bis 1981.

Die „Commemorative Edition“ ist heute legendär!

Das Sondermodell zur Einführung des Turbos kommt heute in der Gunst der Fans nicht so gut weg wie das Sondermodell, mit dem Lotus zuvor den Gewinn der Formel-1-WM 1978 feierte. Es trug eine schwarz-goldene Lackierung im Stil des Formel-1-Sponsors John Player & Sons (JPS). Wobei dieses Sondermodell offiziell den Namen „Commemorative Edition Esprits“ trug. Denn nach dem Titelgewinn zog sich JPS vorübergehend als Sponsor zurück, kehrte aber später als Retter wieder zurück.

An die Stelle von JPS trat in der Formel 1 die „Essex Overseas Petroleum Corporation“. Die war fast noch spannender als der Essex Turbo Esprit selbst. Inhaber David Thieme, ein gelernter Industriedesigner, verdiente zeitweise im Ölhandel viel Geld. Das Problem: Thieme präsentierte Essex wie einen internationalen Ölkonzern. Tatsächlich war die Firma wohl eher seine One-Man-Show. Anfang 1981 bekam die glänzende Fassade Risse. Thieme wurde in Zürich verhaftet, kurz darauf brach Essex zusammen.

1982 verlor Lotus seinen Übervater

Lotus wollte ursprünglich 100 Exemplare des Esprit in einer luxuriösen Essex-Ausstattung bauen: Monaco Blue, rote und verchromte Streifen, rotes Leder, Klimaanlage und eine seinerzeit absurd teure Panasonic-Stereoanlage im Dachhimmel. Doch die Autos verkauften sich nicht wie geplant. Woraufhin Lotus schon bald begann, Turbo Esprits auch in anderen Farben anzubieten. Zugespitzt formuliert: Essex verschwand, der Esprit Turbo blieb und hatte im „James Bond 007 – In tödlicher Mission“ einen weiteren großen Auftritt.

Commemorative Edition Esprits

Mit der „Commemorative Edition Esprits“ feierte Lotus den Gewinn Formel 1-Weltmeisterschaft 1978 (Foto: AutoNatives.de)

Der Essex-Schock war kaum verdaut, da traf Lotus der nächste und wesentlich schwerere Schlag. Am 16. Dezember 1982 starb Colin Chapman im Alter von nur 54 Jahren an einem Herzinfarkt. Lotus verlor damit nicht einfach seinen Firmengründer. Seit er 1952 zusammen mit seiner Frau Hazel Lotus gegründet hatte, war die Geschichte der Marke vor allem seine Geschichte gewesen. Chapman war nicht nur Unternehmer, sondern auch Konstrukteur, Antreiber und damit die zentrale Figur des Unternehmens!

Auch der Esprit war ein Kind Chapmans.

Es war Chapman, der Giorgetto Giugiaro mit dem Entwurf eines neuen Mittelmotor-Sportwagens beauftragte. Er trieb die Entwicklung voran und machte aus Lotus einen Hersteller, der sich mit einem Auto wie dem Esprit plötzlich selbstbewusst neben Ferrari und Lamborghini stellte. Sein Tod traf das Unternehmen in einer schwierigen Phase. Der Turbo-Trend machte die Formel 1 immer teurer. Und über allem schwebte das problematische DeLorean-Projekt, das Lotus noch schwer beschäftigen sollte.

Als Chapman starb, war der Esprit sechs Jahre auf dem Markt. Doch seine Geschichte war noch lange nicht zu Ende. Im Gegenteil: Der Esprit sollte seinen Schöpfer um mehr als zwei Jahrzehnte überleben. David Wickins (29%) und Toyota (16,3%) rettete Lotus, 1986 übernahm General Motors. 1993 verkaufte GM Lotus an den italienischen Unternehmer Romano Artioli, der damals auch Bugatti kontrollierte. Nur drei Jahre später übernahm der malaysische Proton-Konzern die Mehrheit.

Die Besitzer wechselten. Der Esprit blieb.

Ausgerechnet der Esprit entwickelte sich in dieser Situation zu einer Konstante. Wobei auch der Sportwagen nicht stehen blieb. 1987 verabschiedete sich Lotus von den messerscharfen Linien Giorgetto Giugiaros. Peter Stevens, der später auch den McLaren F1 gestalten sollte, zeichnete den Esprit neu, ohne dessen Charakter zu zerstören. Die Kanten wurden weicher, die Form moderner. Doch unter der neuen Haut steckte weiterhin jenes Grundkonzept von 1976.

Umso mehr überrascht, was Lotus technisch immer wieder aus dem alten Esprit herausholte. Es folgten stärkere Turbo-Versionen, der SE, der S4 und schließlich der Sport 300. Aus dem ursprünglich 160 PS starken Zweiliter-Sportwagen war längst ein ernst zu nehmender Gegner für deutlich jüngere Supersportwagen geworden. Und nach 20 Jahren setzte Lotus noch einen drauf. Der Esprit bekam endlich den Motor, nach dem er eigentlich schon immer aussah.

1996 gab es endlich einen V8-Motor

Denn hinter den Passagieren arbeitete nun ein von Lotus selbst entwickelter 3,5-Liter-V8 mit zwei Turboladern. 350 PS leistete der Esprit V8. Damit war der kleine britische Sportwagen endgültig dort angekommen, wo Giugiaro ihn optisch schon 1972 angesiedelt hatte. Wobei Lotus aus dem neuen V8 sogar noch deutlich mehr Leistung hätte holen können. Doch das Getriebe verkraftete nicht mehr, auch wenn das ursprüngliche Citroën C35 dem Renault UN-1 aus der Alpine wich.

1977 Lotus Esprit S1 "Wet Nellie"

Lotus Esprit S1 „Wet Nellie“ aus dem Spielfilm „James bond 007 – Der Spion, der mich liebte“ im Petersen Automotive Museum (Foto: Robert Rouse)

Weil ein anderes Getriebe nicht verfügbar war, beließ es Lotus auf der Straße schließlich bei 350 PS. So blieb der Esprit selbst am Ende seiner Karriere ein typischer Lotus: möglichst viel Leistung und möglichst wenig Gewicht, kombiniert mit Komponenten, die eigentlich für deutlich bescheidenere Aufgaben gedacht waren. Was der Lotus wirklich konnte, unterstrich der Lotus Esprit GT1 – auch wenn dessen Rennsport-Karriere überschaubar blieb. Aber er half, allein 1996 über 250 V8 Esprits zu verkaufen.

Erst 2004 war endgültig Schluss

Am 20. Februar 2004 lief in Hethel die Produktion des Lotus Esprit nach mehr als 10.000 gebauten Exemplaren aus. Damit endete eine der ungewöhnlichsten Karrieren der Sportwagengeschichte. Als der erste Esprit gebaut wurde, war Gerald Ford noch Präsident der Vereinigten Staaten, der VW Golf gerade zwei Jahre alt und Microsoft ein winziges Softwareunternehmen. Als der letzte Esprit vom Band lief, war das Internet Standard und bei Porsche – einst Inbegriff leichter Sportwagen – gab es den Cayenne.

Dazwischen lagen Colin Chapmans Tod, mehrere Lotus-Eigentümer, wirtschaftliche Krisen, neue Karosserien und schließlich sogar ein Biturbo-V8. Doch das Grundrezept blieb. Mittelmotor, Kunststoffkarosserie, niedriges Gewicht und eine Silhouette, deren Ursprung bis zu Giorgetto Giugiaros Entwurf von 1972 zurückreichte. Vielleicht ist genau das die größte Leistung des Lotus Esprit. Er war 1972 ein Auto aus der Zukunft. Sein größter Trick bestand darin, dass diese Zukunft erstaunliche 28 Jahre lang hielt.

Meilensteine des Lotus Esprit

1972 Das Konzeptfahrzeug Lotus Esprit von ItalDesign feiert seine Premiere.

1977 Ein Lotus Esprit in Monaco White mit Innenausstattung aus Schottenkaro-Stoff spielt eine Hauptrolle in „Der Spion, der mich liebte“. Berühmt wird er durch die Szene, in der er vor Sardinien ins Meer fährt und sich in ein U-Boot verwandelt. Bei den schnellen Fahrszenen sitzt Lotus-Testfahrer Roger Becker am Steuer des neuesten Dienstwagens von 007, bei den Nahaufnahmen Roger Moore.

1980 Lotus präsentiert den Type 82 Turbo Esprit mit großem Spektakel in der Royal Albert Hall in London. 210 PS, 150 mph Höchstgeschwindigkeit und eine Beschleunigung von 0 auf 60 mph in 5,5 Sekunden katapultieren den Esprit endgültig in die Liga der Supersportwagen. Die ersten Fahrzeuge sind besonders luxuriös ausgestattet und tragen die Lackierung des Team Essex Lotus Racing.

1981 Zwei Turbo Esprit spielen im neuesten Bond-Film „In tödlicher Mission“ mit. Der erste, ein Fahrzeug in Monaco White, wird durch seine explosive Alarmanlage berühmt. Der zweite ist in Copper Fire Bronze lackiert, mit Skiträgern ausgestattet und kommt bei den Dreharbeiten im italienischen Wintersportort Cortina zum Einsatz.

1987 Der von Peter Stevens überarbeitete Lotus Esprit feiert auf der London Motorfair seine Premiere.

1989 Lotus bringt den 264 PS starken Esprit Turbo SE mit Ladeluftkühlung auf den Markt. Später spielt er in den Hollywood-Blockbustern „Pretty Woman“ (1990), „Filofax – Ich bin du und du bist nichts“ (1990) und „Basic Instinct“ (1992) mit.

1992 Doc Bundy gewinnt am Steuer des Esprit X180R den Fahrertitel in der SCCA World Challenge.

1993 Lotus stellt den Esprit S4 vor, den ersten Serien-Esprit mit Servolenkung. Im Mai geht außerdem der Esprit Sport 300 in Produktion, der auf dem Meisterschaftsgewinner Esprit X180R basiert. Einen Monat später treten zwei Exemplare in Le Mans an.

1994 Lotus bringt den Esprit S4s auf den Markt. Ein von Thorkild Thyrring gefahrener Esprit Sport 300 gewinnt die britische National-GT-Serie.

1996 Der Esprit V8 kommt auf den Markt. Sein komplett neu entwickelter, von Lotus konstruierter 3,5-Liter-V8 mit zwei Turboladern leistet 350 PS und entwickelt 400 Nm Drehmoment. Außerdem präsentiert Lotus den Rennwagen Esprit GT1.

1997 Der Esprit V8 und der leichtere Esprit V8 GT erhalten eine Modellpflege mit überarbeitetem Innenraum.

2004 Der letzte Lotus Esprit rollt vom Band. Damit endet eine Produktionsgeschichte von fast 28 Jahren.


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