Wenn Luxus schnell wird: Die seltsame Welt der Oberklasse-Rennwagen
Ein Luxusfahrzeug will nicht schnell sein. Es will gleiten. Möglichst lautlos, möglichst mühelos, möglichst weit weg von allem, was nach Anstrengung aussieht. Oberklasse bedeutet Distanz zur Welt da draußen: dickes Leder, weiche Teppiche und Holz statt Blech. Trotzdem standen solche Autos gar nicht so selten plötzlich irgendwo in der Startaufstellung.
Renault 21 Superproduction 4x4 – Frankreichs wildester Tourenwagen
Frankreich erlaubte Ende der 1980er-Jahre Tourenwagen, die anderswo undenkbar gewesen wären. Mit über 430 PS, Allradantrieb und Technik aus der Formel 1 dominierte der Renault 21 Superproduction 4x4 die Saison 1988. Am Steuer: Jean Ragnotti – und eine Familienlimousine, die plötzlich zum Extrem-Rennwagen wurde.
Rennsieger und Titelträger der „V8Star (2001 - 2003)“
Die V8STAR war Anfang der 2000er-Jahre ein kraftvoller Außenseiter im deutschen Motorsport: Silhouetten-Tourenwagen mit über 500 PS, donnerndem V8-Sound und spektakulärem Racing. Zwischen 2001 und 2003 bot die Serie packende Duelle – mit identischer Technik unter Großserienkarosserien und bekannten Fahrern am Steuer. Kurzlebig, lautstark und einzigartig.
Rennsieger und Titelträger der „DRM: Deutsche Rennsport Meisterschaft (1972 - 1985)“
Die Deutsche Rennsport-Meisterschaft (DRM) war zwischen 1972 und 1985 das Aushängeschild des Motorsports in damaligen Westdeutschland. Zunächst mit Tourenwagen, dann mit Gruppe 5-Fahrzeugen und später sogar Gruppe-C-Boliden bot die DRM ein einzigartiges Spektakel – laut, wild und nahbar. Stars wie Hans-Joachim Stuck, Klaus Ludwig oder Bob Wollek kämpften auf Strecken wie dem Nürburgring oder Hockenheimring um Punkte und Prestige.
Rennsieger und Titelträger der „European Touring Car Championship (2001 - 2004)“
2001 wagte die FIA den Neustart: Aus dem Euro-STC-Cup entstand eine offizielle Europameisterschaft für Tourenwagen. Die neue „European Touring Car Championship“ funktionierte so gut, dass sie 2005 die Grundlage der neuen Tourenwagen-WM bilden durfte.
Rennsieger und Titelträger der „Tourenwagen-Europameisterschaft (1963 - 1988)“
Sie war die Idee eines ADAC-Funktionäres aus dem Saarland. 1963 feierte sie auf dem Nürburgring ihr Debüt. Besonders in den 1970er- und 1980er-Jahren zogen ihren Rennen zeitweise große Zuschauermassen an. Trotzdem war 1988 Schluß. Die Kosten waren der „Tourenwagen-Europameisterschaft“ davongelaufen.
Rennsieger und Titelträger der „FIA World Touring Car Championship (WTCC)“
2005 wurde aus der bisherige Tourenwagen-Europameisterschaft (ETCC) die „World Touring Car Championship“ (WTCC). Gefahren wurde nach den Super 2000-Regeln der FIA. Später entwickelte sich dieses Regelwerk zum TC beziehungsweise TCR-Reglement weiter.
Rennsieger und Titelträger der „FIA World Touring Car Championship (1987)“
1987 rief die FIA erstmals eine Tourenwagen-Weltmeisterschaft aus. Doch die WM startete schon mit einem Skandal. Anschließend gingen die Diskussionen das ganze Jahr weiter. Am Ende scheiterte die „FIA World Touring Car Championship“ nach nur einem Jahr.
Rennsieger und Titelträger der „DTM/ITC (1984 - 1996)“
Zwischen 1984 und 1996 entwickelte sich die DTM von einer nationalen Tourenwagenserie zu einer internationalen Hightech-Meisterschaft (ITC), in der spektakuläre Werksduelle, aerodynamisch hochgezüchtete Fahrzeuge und enorme Kosten schließlich ihr vorzeitiges Ende einläuteten.
Der vergessene VW Vento: Wie Audi Sport Italia mit Frontantrieb fremdging!
1993 setzte Audi Sport Italia überraschend auf einen VW Vento. Damit sammelte Audi inkognito Erfahrungen mit Frontantrieb bei den neuen Super-Tourenwagen. So schrieb der VW Vento ein frühes Kapitel der Klasse 2-Geschichte – heute fast vergessen, aber spannend.
Rennsieger und Titelträger im „Super-Tourenwagen-Cup“ (1994-1999)
Mit dem Super-Tourenwagen-Cup holte der ADAC von 1994 bis 1999 die Klasse 2-Tourenwagen nach Deutschland. Zumindest in den ersten Jahren spielte die STW jedoch hinter der DTM auf deutschen Rennstrecken nur die zweite Geige.
Rennsieger und Titelträger der „North American Touring Car Championship“
In der „North American Touring Car Championship“ traten die Klasse 2-Tourenwagen auch in den USA und Canada an. Doch am Ende blieb dies ein kurzes Intermezzo. Denn die Meisterschaft fand nur zwei Jahre statt.
Rückkehr einer Legende: Ford Escort Alan Mann 68 Edition
Die Rennwagen von Alan Mann Racing sind eine Legende. Das 1964 gegründete Team gewann mit Frank Gardner zweimal die British Saloon Car Championship. John Whitmore holte den Tourenwagen-Europapokal. Zu den Sportgeräten von Alan Mann Racing gehörte auch der legendäre Ford Escort Mk.I Twin Cam. Boreham Motorworks lässt ihn jetzt wieder auferstehen.
Museumsstück: Mazda RX-7 vom Müllerbräu Team
Der Mazda RX-7 des Müllerbräu Teams sorgte in der Tourenwagen-EM der 1980er-Jahre für Aufsehen. Wir trafen diesen Rennwagen jetzt im ring°werk Museum am Nürburgring.
Motorsport vor 40 Jahren: September 1983
Zum Beginn des Herbstes eilt die Motorsport-Saison traditionell ihrem Ende entgegen. Das war im September 1983 nicht anders. Die Frage, ob sich erstmals ein Turbo-Fahrer die Krone des Automobilsports sichert, wirkte entschieden. Zu groß war inzwischen die Überlegenheit der Turbo-Motoren von Renault, Ferrari oder auch BMW. Doch offen war, wem die Ehre zukommen sollte, sich als erster Turbo-Treter zum König der Autofahrer zu krönen.
European Touring Car Challenge (ETCC) – 1963 bis 1969
Nach der Automobil-Weltmeisterschaft und der Sportwagen-Weltmeisterschaft gestattete die Commission Sportive Internationale (CSI) 1963 erstmals die Durchführung der European Touring Car Challenge (ETCC). Aus dieser „Challenge“ ging 1970 die heute legendäre Tourenwagen-Europameisterschaft hervor.
Wie aus der European Touring Car Challenge (ETCC) die Tourenwagen-Europameisterschaft wurde!
1963 überzeugte Willy Stenger die Commission Sportive Internationale (CSI) davon eine europäische Tourenwagen-Serie auszuschreiben. Aus der von Stenger fortan organisierten European Touring Car Challenge (ETCC) entwickelte sich 1970 die Tourenwagen Europameisterschaft. Sie bot bis einschließlich 1988 meist großen Tourenwagen-Sport.
6. Juli 1980 – AMG gewinnt mit dem Mercedes-Benz 450 SLC den Großen Preis der Tourenwagen auf dem Nürburgring
Vor 40 Jahren siegte ein Mercedes-Benz 450 SLC AMG beim Großen Preis der Tourenwagen auf der Nürburgring Nordschleife. Zum Jubiläum des größten Erfolgs dieser Jahre erinnern wir an diesen Mercedes-Benz, der bereits von 1978 bis 1980 in der Tourenwagen-Europameisterschaft und in Le Mans rannte.
Schon 1969 fuhr BMW in der Tourenwagen-EM mit einem Turbo
Die DTM wechselt 2019 zum Turbo. Für BMW ist dieser Schritt eine Rückkehr. Denn bereits 50 Jahre vorher traten die Bayern in der Tourenwagen-Europameisterschaft mit dem BMW 2002 TI Turbo an.
Mindeststückzahlen für Tourenwagen und Sportwagen von 1950 bis 1982 – Motorsport-Homologation im Wandel der Zeit
Die Regeln des Motorsports unterliegen einem stetigen Wandel. Besonders bei den Tourenwagen und GT-Fahrzeugen gab es immer wieder Änderungen. Wie entwickelten sich eigentlich die Mindeststückzahlen für Tourenwagen, GT-Fahrzeugen und Sportwagen im Laufe der Zeit?