Zeitkapsel: Die Steilkurven von Monza
Von Anfang an waren sie nur das Versprechen von Geschwindigkeit. Am Ende waren sie nur noch ein Risiko: die Steilkurven von Monza. Eine Reise durch Aufstieg, Höhepunkt und das leise Verschwinden eines der radikalsten Bauwerke der Rennsportgeschichte.
Derek Bennett, Chevron und die britische Kunst, Rennwagen zu bauen
Manche Rennwagen gewinnen Weltmeisterschaften, andere gewinnen zumindest unsere Herzen. Und dann gibt es jene Konstruktionen, die in den Ergebnislisten meist nur zweite oder dritte Reihen füllten und nur im Ausnahmefall zu Siegen oder Meisterschaften fuhren. In diese Kategorie gehören die Chevron von Derek Bennett.
Lenham P71 und sein langer Anlauf zu den 24 Stunden von Le Mans
Der Lenham P71 war nie Favorit, nie gut finanziert und nie wirklich bereit. Er verpasste WM-Läufe, scheiterte an der Kupplung und kämpfte mit einer Vorderachse, die bei Tempo 220 leicht wurde. Trotzdem stand er 1976 tatsächlich am Start der 24 Stunden von Le Mans.
Abschied von Enzo Osella – Nachruf auf eine italienische Rennsport-Legende
Am 27. September 2025 verstarb Enzo Osella, der Gründer von Osella Corse, im Alter von 86 Jahren. Sein Lebenswerk prägte den italienischen Motorsport über fünf Jahrzehnte hinweg – von den ersten Rallyes und Bergrennen über die Formel 2 bis hin zur Formel 1.
Es passierte am 1. September 1985 – ich erfuhr von Bellofs Tod im Autoradio
Am 1. September 1985 starb Stefan Bellof. Ich erinnere mich gut, denn mein Motorsport-Interesse begann früh – und Bellof wurde schnell zu einem meiner Helden.
Maserati Birdcage: filigran, schnell und erfolgreich
Manche Rennwagen wirken auf den ersten Blick zerbrechlich, doch dann entfalten sie eine Kraft und Eleganz, die ihresgleichen sucht. Der Maserati Tipo 60, den wir heute meist nur unter seinem Spitznamen „Birdcage“ kennen, ist so ein Fall. Der Rennwagen mit dem namensgebenden filigranen Gitterrohrrahmen gewann bereits sein erstes Rennen und startete anschließend eine beeindruckende Siegesserie.
Venturi 260 Atlantique – der französische Gentleman-Sportwagen
Irgendwo in den Tiefen unseres Archivs schlummerte noch dieses Bild: Ein dunkler Keil, kein Spoiler, keine Sticker, dafür pure 1980er-Jahre-Formensprache auf der Rennstrecke. Ich musste zweimal hinschauen. Dann war ich mir sicher: Das ist ein Venturi 260 Atlantique. Die versenkten Scheinwerfer, die flache Silhouette, das französische Kennzeichen – es passte alles.
Alle Rennsieger und Titelträger der BMW M1 Procar-Serie 1979 und 1980
Als die Verantwortlichen bei BMW erkannten, dass der M1 erst im Laufe des Jahres 1980 seine Homologation erhält, suchten sie eine Plattform, um für den Sportwagen im Motorsport zu werben. Zusammen mit Bernie Ecclestone entstand die BMW M1 Procar-Serie. Wir nennen Euch alle Sieger dieser legendären Rennserie, die nur zwei Jahre lang über die Strecken turnen durften.
Rennsieger und Titelträger der „DRM: Deutsche Rennsport Meisterschaft (1972 - 1985)“
Die Deutsche Rennsport-Meisterschaft (DRM) war zwischen 1972 und 1985 das Aushängeschild des Motorsports in damaligen Westdeutschland. Zunächst mit Tourenwagen, dann mit Gruppe 5-Fahrzeugen und später sogar Gruppe-C-Boliden bot die DRM ein einzigartiges Spektakel – laut, wild und nahbar. Stars wie Hans-Joachim Stuck, Klaus Ludwig oder Bob Wollek kämpften auf Strecken wie dem Nürburgring oder Hockenheimring um Punkte und Prestige.
Rennsieger und Titelträger der „Can-Am – Neuauflage 1977-1987“
Nach zwei Jahren Pause startete die CanAm-Serie 1977 neu – diesmal mit Fahrzeugen, die auf Formel-5000-Chassis basierten und deutlich strengeren technischen Vorgaben unterlagen. Doch die neue CanAm konnte an die wilde Faszination der frühen Jahre jedoch nie vollständig anknüpfen.
Rennsieger und Titelträger der „Can-Am – Canadian-American Challenge Cup“
Die CanAm-Serie (Canadian-American Challenge Cup) war der wilde Westen des Motorsports. Von 1966 bis 1974 lockte sie mit kaum reglementierten Prototypen. Ohne wesentliche technische Einschränkungen entstanden wahre Monster mit über 1.000 PS – laut, brutal und kompromisslos.
Rennsieger und Titelträger der „BPR Global GT Series (1994 - 1996)“
Die BPR Global GT Series (manchmal auch als BPR Global GT Endurance Series oder einfach abgekürzt als BPR bezeichnet) war eine Rennserie für GT-Fahrzeuge. Sie lief von 1994 bis 1996 und wurde 1997 zur FIA GT-Meisterschaft.
Rennsieger und Titelträger der „Fuji Grand Champion Series“
Die „Fuji Grand Champion Series“ entstand als Sportwagen-Serie an der Rennstrecke von Fuji. Als die Zuschauerzahlen sanken, trat die Serie ab 1988 auch auf anderen Rennstrecken an. Aber der Schritt kam zu spät. Ende 1989 lief die in „Grand Champion Series“ umbenannte Serie aus.
Schöner scheitern – Ford P68 und die Frage: Was hätte sein können?
Schönheit schützt vor Misserfolg nicht. Der Ford P68 sah aus wie ein Raumschiff auf Rädern – aber leider benahm er sich auch so. Wer ihn fuhr, konnte die Rennen meist nicht beenden.
Rennsieger und Titelträger der „All Japan Sports Prototype Championship“
Mit dem „All Japan Sports Prototype Championship“ traten ab 1983 die Sportwagen der Gruppe C regelmäßig auch in Japan an. Zunächst war auch die JSPC eine Spielwiese für die Porsche 956/962C. Doch am Ende lieferten sich die japanischen Autobauer einen heißen Kampf um den japanischen Titel.
Rennsieger und Titelträger aus dem „ADAC Supercup“ (Gruppe C)
Mit dem ADAC Supercup holte der ADAC von 1986 bis 1989 die Gruppe C auf deutsche Rennstrecken – und alle kamen. Porsche trat mit Werkswagen an. Dazu kamen die Boliden von der Porsche-Kunden, von Sauber und Nissan sowie einige Exoten.
Rennsieger und Titelträger der „Interserie“ (1970-1994)
Die Interserie war ursprünglich als europäisches Pendant zur nordamerikanischen Can-Am-Serie gedacht – mit ähnlichen technischen Freiheiten und einer klaren Orientierung auf Leistung und Spektakel.
Wie den Rennwagen Flügel wuchsen!
Heute ist kaum noch vorstellbar, wie die Formel 1 oder die Sportwagen-WM ohne aerodynamische Hilfsmittel funktionierte. Vor 60 Jahren wuchsen den Rennwagen plötzlich große Flügel.
Der Toyota 2000GT beflügelte die Marke Toyota!
Toyota setzte 2012 seinen damals neuen GT86 in Bezug zum Toyota GT2000. Das war Marketing! Ich musste damals schon immer etwas schmunzeln. Denn so mutig der GT86 auch war, als viersitziges Sportcoupé spielte er nie in der Liga des „Urahnen“. Denn der Toyota GT2000 war ein richtiger „Gran Turismo“.
Motorsport im November 1984 – Ein Sportwagen-WM-Lauf ohne Teilnehmer und ein Titel für AUDI
Anders als die Königsklasse setzten die Sportwagen- sowie die Rallye-Piloten vor vier Jahrzehnten im November 1984 noch ihre Saison fort. Lancia gewann mit dem Lancia LC2 endlich einen WM-Lauf. Und Stig Blomqvist krönte sich mit dem Titel der Rallye-Weltmeisterschaft.