Die Gruppe C kam von 1982 bis 1992 hauptsächlich in der Sportwagen-Weltmeisterschaft zum Einsatz. Sie entstand, als die FIA zur Saison 1982 den internationalen Motorsport neu ordnete. An die Stelle der zuvor sieben Fahrzeugklassen (Gruppen 1a, 1b, 2, 3, 4, 5 und 6) traten vier neue Gruppen. Die Gruppe C bildete die Spitze der Pyramide. Sie definierte die Regeln für geschossene Sport-Prototypen.

In Deutschland rannten die Sportprototypen der Gruppe C zudem von 1982 bis 1985 in der Deutschen-Rennsport-Meisterschaft sowie von 1986 bis 1989 im deutschen Supercup. Dazu traten die Sportprototypen auch in der Europäischen Interserie sowie mit leicht geänderten technischen Bestimmungen der IMSA-GTP-Serie an.

Das Besondere der Gruppe C Sportprototypen waren die großen Freiheiten des Reglements. Denn die FIA gab im Wesentlichen nur die Abmessungen, das Gewicht und den Verbrauch vor. Für 1.000 Rennkilometer durften die Rennwagen der Gruppe C maximal 600 Liter Kraftstoff verbrauchen. Das maximale Tankvolumen lag bei 100 Litern. Mit diesen Parametern wollte die FIA den Blick der Entwickler weg von der Spitzenleistung hin zu Effizienz der Motoren verlagern.

In den ersten Jahren dominierte Porsche mit den Typen Porsche 956 und 962 die Szene. Dazu gab es Rennwagen von Ford, Lancia, Mazda, March und Lola. Später übernahm Jaguar die Rolle des Gejagten, um diese Rolle dann an Mercedes-Benz weiterzureichen. In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre strömten die Fans in Massen an die Strecken, um die Sport-Prototypen zu sehen.

Am Ende bauten auch Peugeot und Alfa Romeo Rennwagen für die Gruppe C – wobei die Italiener ihren Rennwagen erst fertigstellten, als die FIA keine Rennen mehr für die Gruppe C ausschrieb. Denn die Epoche der Gruppe C endete als die FIA den Sport-Prototypen die Motoren aus der Formel 1 vorschrieb. Zuvor waren die Hersteller in der Wahl des Motorkonzepts völlig frei. Weshalb beispielsweise Mazda mit einem Wankelmotor antrat. Übrigens durchaus mit Erfolg, denn die Japaner gewannen 1991 mit ihrem Gruppe-C-Renner Mazda 787B als bisher einziger japanischer Hersteller die 24 Stunden von Le Mans.

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